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MÄRKTE EUROPA/Verschnaufpause - Dt. Bank vor Kapitalerhöhung schwach

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Börsen in Europa legen zum Wochenstart eine Verschnaufpause ein. Diese könnte noch etwas anhalten, denn wichtige Konjunkturdaten stehen erst in der zweiten Wochenhälfte zur Veröffentlichung an. Die Berichtssaison läuft zudem langsam aus, so dass von dieser Seite die Impulse rarer werden. Tendenziell für Zurückhaltung sorgt das G20-Treffen, das am Samstag ohne ein gemeinsames Bekenntnis gegen Handelsprotektionismus zuende gegangen ist. Zudem drückt der weiter zu Stärke tendierende Euro etwas auf die Stimmung. Der DAX fällt am Nachmittag um 0,2 Prozent auf 12.072 Punkte zurück, der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,1 Prozent auf 3.445 Punkte nach.

Die Renditen der Bundesanleihen steigen leicht, die zehnjährigen Staatspapiere werfen 0,44 Prozent ab. Der Euro steigt auf 1,0758 Dollar von 1,0740 Dollar am Freitagabend und entfernt sich weiter von den Jahrestiefs knapp über 1,03 Dollar.

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Wer verteidigt den freien Handel?

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"Die US-Währung wird langsam zum Belastungsfaktor für die Märkte", sagt ein Teilnehmer. Er verweist auf das G20-Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs vom Wochenende. Obgleich isoliert, seien die USA dort nicht von ihrer Position mit Blick auf mögliche Strafzölle abgerückt. In der Schlusserklärung fehlte das übliche Bekenntnis gegen Protektionismus.

Ein Elefant im Porzellanladen kann für einen Unbeteiligten ein spaßiger Anblick sein", sagt Commerzbank-Devisenanalyst Ulrich Leuchtmann. Dass sich die USA in Baden-Baden aber so gestenreich vom Bekenntnis zum Freihandel verabschiedet hätten, habe irreversible Folgen. Die Rolle der USA als Hüterin des freien Welthandels sei für lange Zeit zerstört. Dabei sei niemand in Sicht, "der die von Trump aufgerissene Lücke füllen könnte", so Leuchtmann.

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Deutsche Bank mit Details zur Kapitalerhöhung

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Angesichts tendenziell weiter nachgebender Ölpreise rangiert der Index der Öl- und Gaswerte mit einem Minus von 0,9 Prozent am Ende bei den Branchenindizes. Die als eher defensiv und weniger zyklisch geltenden Pharma- und Lebensmittelaktien halten sich dagegen besser, ihre Subindizes liegen leicht im Plus.

Deutsche Bank geben um weitere 2,7 Prozent ab auf 17,38 Euro. Am Dienstag startet die Kapitalerhöhung. Für 2 alte können die Anleger eine neue Aktie für 11,65 Euro beziehen, wie das Geldhaus nun mitgeteilt hat. Die Kapitalerhöhung über 8 Milliarden Euro wird von 30 Banken begleitet. Eine Teilnahme an der Kapitalmaßnahme sehen die Analysten der NordLB als nicht attraktiv an. Angesichts der Erhöhung der Zahl der ausgegebenen Aktien um rund die Hälfte ergebe sich nunmehr eine erhebliche Gewinnverwässerung.

Talanx liegen nach Bekanntgabe endgültiger Zahlen 2,4 Prozent im Minus. Dabei dürfte es sich um Gewinnmitnahmen handeln. Das Papier des Versicherers stieg in den vergangenen sechs Monaten um fast 30 Prozent. Die endgültigen Zahlen selbst enthalten keine Überraschungen genauso wenig wie der bestätigte Ausblick.

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Hugo Boss unter Druck

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Im MDAX verlieren Hugo Boss 4,6 Prozent. Die Umsätze sind dabei relativ groß. Grund sind Aussagen von Gerard Lamarche, Managing Director bei der Groupe Bruxelles Lambert (GBL), gegenüber der belgischen Zeitung L'Echo. "Wir sind keine Aktionäre von Hugo Boss", erklärte Lamarche. Damit wies er anders lautende Presseberichte zurück. Im Februar machten Gerüchte über einen Einstieg von GBL die Runde und stützten die Boss-Aktie.

Mit Aufschlägen reagieren MLP auf die Aufnahme in den SDAX. Zum Schlusskurs am Dienstag ersetzen sie dort die Aktien der GfK, deren Steubesitzanteil wegen der Übernahme durch Acceleratio Capital auf unter 5 Prozent gefallen ist. MLP ziehen um 2,6 Prozent an. GfK geben dagegen um 3,8 Prozent nach. Bertrandt verlieren sogar 6,5 Prozent, nachdem Metzler die Aktie von "Kaufen" auf "Verkaufen" gestellt hat.

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TecDAX klettert kurzzeitig über 2.000er Marke

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Im TecDAX steigen Aixtron am Tag ihrer Wiederaufnahme in den Technologieindex um 0,3 Prozent. Weichen muss dafür Stratec Biomedical. Die Aktie legt dennoch um 3,2 Prozent zu.

Der TecDAX insgesamt war im frühen Handel erstmals seit dem Platzen der Technologie-Blase 2001, als der Index noch Nemax-50 hieß, knapp über die 2.000er Marke gestiegen, ehe die Gewinne wieder abbröckelten. Aktuell liegt der Index 0,1 Prozent im Minus bei 1.997 Punkten.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.446,73 -0,05 -1,68 4,75
Stoxx-50 3.141,32 -0,02 -0,67 4,34
DAX 12.072,17 -0,19 -23,07 5,15
MDAX 23.650,08 -0,17 -40,02 6,58
TecDAX 1.996,53 -0,11 -2,12 10,20
SDAX 10.067,31 -0,15 -14,76 5,76
FTSE 7.425,03 0,00 0,07 3,95
CAC 5.027,11 -0,04 -2,13 3,39

Bund-Future 159,72 -0,07 -0,63

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:14 Fr, 17:45 % YTD
EUR/USD 1,0758 -0,12% 1,0771 1,0744 +2,3%
EUR/JPY 121,2842 -0,05% 121,3448 121,10 -1,4%
EUR/CHF 1,0714 -0,11% 1,0726 1,0718 +0,0%
EUR/GBP 0,8682 +0,06% 0,8677 1,1528 +1,9%
USD/JPY 112,74 +0,08% 112,66 112,71 -3,6%
GBP/USD 1,2395 -0,15% 1,2413 1,2386 +0,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 48,33 48,78 -0,9% -0,45 -12,8%
Brent/ICE 51,49 51,76 -0,5% -0,27 -11,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.232,89 1.230,59 +0,2% +2,30 +7,1%
Silber (Spot) 17,41 17,40 +0,1% +0,01 +9,3%
Platin (Spot) 967,65 965,30 +0,2% +2,35 +7,1%
Kupfer-Future 2,68 2,69 -0,2% -0,01 +6,8%
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/ros

END) Dow Jones Newswires

March 20, 2017 10:37 ET (14:37 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.
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