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MÄRKTE EUROPA/Versöhnlicher Wochenausklang - Banken gesucht

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Aktienmärkte haben zum Wochenausklang ein deutliches Plus verzeichnet. Einen positiven Impuls lieferten zunächst am Morgen gute Unternehmenszahlen zur Geschäftsentwicklung im dritten Quartal. Der DAX schloss 0,8 Prozent höher bei 12.646 Punkten. In den vergangenen vier Tagen ist das Börsenbarometer allerdings gefallen, in die Woche war der Index noch mit 12.948 Punkten gestartet. Der Euro-Stoxx-50 legte um 0,9 Prozent auf 3.199 Punkte zu.

Die Nachrichten von weiter steigenden Corona-Infektionszahlen und die sogenannte "zweite Infektionswelle" drückten bereits auf die Stimmung der Einkaufsmanager. So ist der aggregierte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor in der Eurozone im Oktober von 50,4 auf 49,4 gefallen - der dritte Rückgang in Folge. Positiv überraschte dagegen der deutsche Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe.

Die Ausbreitung des Virus wird nach Einschätzung von Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe, in den kommenden Monaten wirtschaftlichen Schaden hinterlassen. Dazu bedürfe es nicht einmal eines zweiten Lockdowns. Die freiwillige Distanzierung reiche, um eine Volkswirtschaft ins Straucheln zu bringen. Der schwedische Sonderweg eines Lockdown-Verzichts während der ersten Corona-Welle mag positiv für das Selbstbestimmungsrecht des einzelnen Bürgers gewesen sein, bewahrte aber die Wirtschaft keineswegs vor einem Absturz. Das schwedische Bruttoinlandsprodukt gab im zweiten Quartal um 8,6 Prozent nach. Die Herbst- und Wintermonate werden zu einer neuerlichen wirtschaftlichen Herausforderung.


Banken europaweit gesucht

Positive Impulse kamen derweil von der Berichtssaison - diesmal aus dem Bankensektor. In der Folge legte der europäische Subindex der Banken um 2,8 Prozent zu und stellte damit den mit Abstand größten Gewinner. Barclays gewannen 7,0 Prozent. Die britische Bank hat im dritten Quartal doppelt so viel verdient wie erwartet. Als Grund für den unerwartet starken Anstieg nannte Barclays eine geringere Risikovorsorge für faule Kredite. Allerdings ist es ihr auch im Privatkundengeschäft gelungen, wieder einen Gewinn zu erwirtschaften. Die Kernkapitalquote lag mit 14,6 Prozent ebenfalls deutlich über den Schätzungen.

Nordea Bank (plus 3,6 Prozent) übertraf mit einem hohen Nettogewinn im dritten Quartal ebenfalls die Erwartungen. Der Finanzkonzern verbuchte einen Überschuss von 837 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr mit einem Verlust von 332 Millionen Euro rote Zahlen geschrieben worden waren. Nordea profitierte von einem höherem Kreditgeschäft, geringeren Kosten und aufgelösten Kreditrückstellungen im Volumen von 2 Millionen Euro. Hier waren Verluste von 72 Millionen erwartet worden.

Daimler hat anlässlich ergänzender Quartalszahlen die Prognose erhöht: Statt eines Rückgangs rechnet der Autokonzern nun mit einem Gewinn auf der Höhe des vergangenen Jahres. Der Kurs zog um 1,0 Prozent an. Bei den Zulieferern der Automobilhersteller gewannen Michelin 3,7 Prozent, auch der Reifenhersteller hat die Prognose angehoben. Für 2020 rechnet der Konzern nun mit einem Betriebsgewinn von mehr als 1,6 Milliarden Euro (bislang über 1,2 Milliarden) zu konstanten Währungen. Laut Citigroup lag die Marktschätzung bislang bei knapp unter 1,6 Milliarden. Den strukturellen freien Cashflow sieht Michelin bei über 1,2 Milliarden Euro, was weit über dem bisherigen Konsens von rund 900 Millionen Euro liegt. Die Umsätze für das dritte Quartal sind derweil leicht besser als erwartet ausgefallen.


Auch bei L'Oreal läuft es rund

Auch die Geschäftszahlen von L'Oreal stießen am Markt auf ein positives Echo. Wie Jefferies anmerkte, ist das organische Umsatzwachstum im dritten Quartal klar über den Marktschätzungen eines Rückgangs ausgefallen. Die Citigroup hebt vor allem die starke Entwicklung des Digitalgeschäfts hervor. Der Kurs stieg um 1,2 Prozent.

Für Air Liquide ging es an der Pariser Börse um 2,4 Prozent nach oben. Die Umsätze sind im dritten Quartal laut Citigroup 2 Prozent über den Schätzungen ausgefallen. Das Gasegeschäft habe sich besser als erwartet entwickelt. Air Liquide hat den Ausblick auf das laufende Jahr bestätigt. Im Schlepptau stiegen Linde im DAX um 2,2 Prozent.

Airbus legten um 5,5 Prozent zu. Stützend wirkten hier Medienberichte, laut denen der Flugzeughersteller die Produktion schneller als bislang erwartet anheben könnte. Demnach habe Airbus seine Zulieferer ersucht, sich ab Juli 2021 auf eine von 40 auf 47 Exemplare erhöhte Monatsproduktion des Modells A320neo einzustellen, so Berenberg. An der Börse wurde dies als positives Sektorsignal gewertet. MTU stiegen um 6,7 Prozent und Lufthansa um 5,6 Prozent.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.198,86 +27,45 +0,9% -14,6%
Stoxx-50 2.867,39 +17,80 +0,6% -15,7%
Stoxx-600 362,50 +2,23 +0,6% -12,8%
XETRA-DAX 12.645,75 +102,69 +0,8% -4,6%
FTSE-100 London 5.852,81 +67,16 +1,2% -23,3%
CAC-40 Paris 4.909,64 +58,26 +1,2% -17,9%
AEX Amsterdam 554,34 +0,14 +0,0% -8,3%
ATHEX-20 Athen 1.443,47 +7,58 +0,5% -37,2%
BEL-20 Brüssel 3.246,45 +44,26 +1,4% -17,9%
OMXH-25 Helsinki 4.385,15 +19,12 +0,4% +3,9%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.305,37 -10,98 -0,8% -6,0%
OMXC-20 Kopenhagen 1.378,47 +2,94 +0,2% +21,4%
PSI 20 Lissabon 4.118,13 +21,27 +0,5% -20,6%
IBEX-35 Madrid 6.893,40 +96,80 +1,4% -27,8%
FTSE-MIB Mailand 19.285,41 +208,46 +1,1% -18,8%
RTS Moskau 1.164,06 +8,82 +0,8% -24,9%
OBX Oslo 750,33 +9,67 +1,3% -11,0%
PX Prag 863,10 +5,28 +0,6% -22,6%
OMXS-30 Stockholm 1.819,94 +3,65 +0,2% +2,7%
WIG-20 Warschau 1.645,32 +2,62 +0,2% -23,5%
ATX Wien 2.193,74 +27,33 +1,3% -31,0%
SMI Zürich 10.023,90 +24,85 +0,2% -5,6%

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 08:49 Uhr Do, 17:04 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1841 +0,17% 1,1798 1,1826 +5,6%
EUR/JPY 124,11 +0,12% 123,57 123,92 +1,8%
EUR/CHF 1,0725 -0,01% 1,0709 1,0726 -1,2%
EUR/GBP 0,9086 +0,53% 0,9036 0,9032 +7,4%
USD/JPY 104,81 -0,04% 104,74 104,80 -3,6%
GBP/USD 1,3034 -0,37% 1,3057 1,3092 -1,6%
USD/CNH (Offshore) 6,6706 +0,01% 6,6753 6,6717 -4,3%
Bitcoin
BTC/USD 12.931,50 -1,70% 12.909,51 12.943,25 +79,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,19 40,64 -1,1% -0,45 -28,8%
Brent/ICE 41,93 42,46 -1,2% -0,53 -31,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.898,06 1.904,10 -0,3% -6,04 +25,1%
Silber (Spot) 24,55 24,78 -0,9% -0,23 +37,5%
Platin (Spot) 910,75 885,38 +2,9% +25,38 -5,6%
Kupfer-Future 3,13 3,15 -0,5% -0,02 +10,8%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

END) Dow Jones Newswires

October 23, 2020 12:16 ET ( 16:16 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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