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MÄRKTE EUROPA/Virusangst lässt DAX über 100 Punkte fallen

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Abwärts geht es am Dienstag mit den europäischen Aktienmärkten. Der Virus aus China wird immer deutlicher als Bedrohung für das Wachstum in China gewertet. Ein führender chinesischer Gesundheitsbeamter sagte, dass der neu identifizierte Virus mit Ursprung in Zentralchina sich schneller als befürchtet ausgebreitet habe. Für neuen Schrecken sorgt die Erkenntnis, dass eine Ansteckung von Mensch zu Mensch erfolgen kann. Entsprechend geht es abwärts mit den Aktien von Fluggesellschaften, Luxusgütern und auch chinaabhängigen Rohstoffen. Der DAX fällt über 100 Punkte oder 0,8 Prozent auf 13.444 Punkte, der Euro-Stoxx-50 verliert 0,8 Prozent auf 3.766 Zähler.

Besonders das Timing des Virus ist unglücklich: Denn die explosive Zunahme der Reiseaktivität in China vor dem Neujahresfest ab Samstag könnte die Ausbreitung beschleunigen. Dann sind fast eine Milliarde Menschen unterwegs. Erste Fälle sind zudem in anderen Ländern Asiens aufgetreten. Die WHO hat wegen der Lungenkrankheit in China ein Krisentreffen einberufen.


Virus belastet vor Reisesaison

Deutliche Umschichtungen waren bereits in der Nacht in Sichere-Hafen-Assets zu beobachten: Der Yen zog rapide an zum Dollar, Staatsanleihen sind gesucht. Sehr auffallend waren auch am Vortag die sehr hohen Put-Call-Ratios auf europäische Indizes. Vor allem der oft zu Absicherungen genutzte Euro-Stoxx-50-Index wies mit 2,97 einen sehr hohen Wert auf. Dies wird typischerweise als Zeichen von Krisen gesehen - von dem Gedanken an ein neues Allzeithoch müssen sich Marktteilnehmer wohl erst einmal verabschieden.


Reise- und Luxusgüterkonzerne unter Druck

Mit den Ansteckungssorgen steht nicht nur der Reisesektor unter Druck, auch die Aktien der Luxusgüterhersteller werden abverkauft. Schließlich machen sie einen hohen Teil ihres Umsatzes mit chinesischen Touristen. So fallen LVMH um 3,5 Prozent, Ferragamo und Kering um 3,1 Prozent, sowie Moncler und Hermes um je 2,3 Prozent. "Der Ausbruch in China erinnert stark an die belastenden Folgen des SARS-Ausbruchs in Asien", sagt ein Marktbeobachter. Luftfahrtgesellschaften wie Lufthansa fallen 1,7 Prozent, Fraport 1,1 Prozent, Air France 1,4 Prozent und British-Airways-Mutter IAG um 2,4 Prozent.

Die Hochrechnung des China-Virus auf seine Folgen für das Wirtschaftswachstum im Land der Mitte übt Druck auf die Rohstoffaktien und Minenbetreiber aus. So geht es für Glencore, BHP und Rio Tinto bis zu 1,5 Prozent nach unten.


Berichtsaison läuft an

Die Berichtssaison beginnt auch in Europa anzulaufen. Gute Zahlen werden zwar honoriert, schlechte dafür umso stärker abgestraft: Bei den Daten von Hugo Boss wird vor allem das Aufwärtsmomentum beim Umsatz gelobt. Die Aktien steigen um 3 Prozent an. Bei der schweizerischen Großbank UBS lief es zwar ordentlich, jedoch wurde der Mittelabfluss bei Anlagegeldern kritisiert. Die Aktien fallen 5 Prozent, obwohl die Dividende auf 0,73 Dollar erhöht wird. Computerzubehör-Hersteller Logitech hat ein solides Wachstumsquartal vermeldet und die Jahresprognose bestätigt, hier geht es 1,5 Prozent höher.

Dic Asset hat nach den guten Zahlen vom Vortag das Kapital um fast 10 Prozent erhöht. Die neuen Aktien wurden bereits platziert zu 16,00 Euro. Durch die Kapitalerhöhung fließen ihnen rund 110 Millionen Euro zu. Die Dic-Titel geben nur 0,5 Prozent nach.

Schlechte Nachrichten kommen indes von Wacker Neuson. Händler sprechen hier von einer Gewinnwarnung und lassen die Aktien 8,6 Prozent fallen. Auch Heidelberger Druckmaschinen haben ihre Jahresprognose gesenkt und fallen 6 Prozent. Statt eines ausgeglichenen Jahresergebnisses wird nun mit einem Verlust gerechnet. Kurz vor Weihnachten 2019 hatte bereits der Wettbewerber Koenig & Bauer wegen des "anhaltend schwierigen Umfeldes" den Ausblick gesenkt.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.765,16 -0,89 -33,87 0,53
Stoxx-50 3.439,30 -0,86 -29,74 1,07
DAX 13.459,94 -0,66 -89,00 1,59
MDAX 28.548,82 -0,91 -262,42 0,83
TecDAX 3.140,30 -1,02 -32,42 4,16
SDAX 12.546,43 -0,67 -84,71 0,28
FTSE 7.562,04 -1,17 -89,40 1,45
CAC 6.008,64 -1,15 -69,89 0,51

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,23 -0,01 -0,47
US-Zehnjahresrendite 1,80 -0,03 -0,88

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:42 Mo, 17.20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1093 -0,04% 1,1097 1,1083 -1,1%
EUR/JPY 121,97 -0,24% 122,01 122,08 +0,1%
EUR/CHF 1,0739 -0,03% 1,0739 1,0742 -1,1%
EUR/GBP 0,8523 -0,10% 0,8530 0,8527 +0,7%
USD/JPY 109,96 -0,20% 109,96 110,16 +1,1%
GBP/USD 1,3016 +0,06% 1,3009 1,2998 -1,8%
USD/CNH (Offshore) 6,8963 +0,41% 6,8963 6,8689 -1,0%
Bitcoin
BTC/USD 8.618,01 -0,42% 8.600,51 8.652,26 +19,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 58,08 58,66 -0,8% -0,46 -4,9%
Brent/ICE 64,65 65,20 -0,8% -0,55 -2,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.566,51 1.562,82 +0,2% +3,69 +3,2%
Silber (Spot) 18,12 18,10 +0,1% +0,02 +1,5%
Platin (Spot) 1.009,20 1.021,00 -1,2% -11,80 +4,6%
Kupfer-Future 2,81 2,85 -1,1% -0,03 +0,6%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/err

END) Dow Jones Newswires

January 21, 2020 03:53 ET ( 08:53 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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