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MÄRKTE EUROPA/Vorsichtige Erholung - Siemens-Umbau wertsteigernd

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Nach dem deutlichen Rücksetzer am Vortag zeichnet sich für den Mittwoch ein Erholungstag für die europäischen Aktienmärkte ab. Während die Berichtssaison tobt, sind die Anleger mit Blick auf die Entwicklung im US-chinesischen Handelsstreit unverändert sehr nervös.

Jamie Dimon, Chef von JP Morgan, sieht eine Chance von 80 Prozent, dass dieser gelöst wird. Die kommenden Tage werden dahingehend spannend. Der DAX legt am Nachmittag um 0,6 Prozent auf 12.165 Punkte zu, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,3 Prozent auf 3.412 Punkte nach oben.

Unterstützung für die Märkte kommt auch von der Geldpolitik, als erste Zentralbank eines entwickelten Landes hat die Reserve Bank of New Zealand in der Nacht die Leitzinsen gesenkt. Gute Zahlen gab es zudem von der deutschen Industrieproduktion. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) stieg sie gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent. Erwartet worden war stattdessen ein Rückgang um 0,5 Prozent. Die Commerzbank warnt allerdings: "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer."



Siemens mit Zahlen und Ausgliederung im Blick


Für die Siemens-Aktie geht es gegen den Trend um knapp 5 Prozent nach oben. "Die Zahlen liegen über den Erwartungen, und der Konzernumbau treibt den Kurs", so ein Marktteilnehmer. Siemens will die schwächelnde Kraftwerksparte ausgliedern und an die Börse bringen. Zugeschlagen werden soll ihr der Gamesa-Anteil. Den Bahnbereich will Siemens zudem verselbständigen.

Die Abtrennung des Energiegeschäfts ändert laut JP Morgan zwar nichts an dem Problem einer sinkenden Nachfrage nach großen Gasturbinen oder an den Werten der betreffenden Aktiva, mehr Unabhängigkeit könne aber dazu beitragen, dass die Geschäftsbereiche insgesamt höher bewertet würden.

Nach besseren Erstquartalszahlen und einem leicht angehobenen Ausblick zieht die Wirecard-Aktie um 3,8 Prozent an. Gut kommt der starke Anstieg im Cashflow an. Der Bezahldienstleister rechnet nun mit einem Wachstum des operativen Gewinns (EBITDA) auf 760 Millionen bis 810 Millionen Euro. Bisher hatte Wirecard 740 Millionen bis 800 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Von guten Zahlen spricht ein Marktteilnehmer mit Blick auf den Automobilzulieferer Schaeffler. "Die Zahlen liegen deutlich über den Erwartungen", sagt der Händler. Die Schaeffler-Aktie gewinnt 2,9 Prozent. Von durchwachsenen Zahlen ist derweil bei Munich Re die Rede. Das operative Ergebnis liege klar unter den Prognosen. Besser habe sich hingegen die Combined Ratio entwickelt. Den Ausblick hat der Rückversicherer bestätigt. Munich Re geben um 1,1 Prozent nach.



Niedrige Risikovorsorge stützt Commerzbank


Eine vergleichsweise niedrige Risikovorsorge hat der Commerzbank im ersten Quartal zu einem unerwartet hohen Gewinn verholfen. Sie lag deutlich unter den Schätzungen. "Um die Risikovorsorge bereinigt bewegen sich die Zahlen im Rahmen der Erwartungen", sagt ein Marktteilnehmer. Die Citigroup spricht von soliden Zahlen - für das Commerzbank-Papier geht es 0,6 Prozent nach oben.

Als "in line" werden die Ergebnisse von Ahold Delhaize zum ersten Quartal bezeichnet. Operatives Ergebnis und Umsatz lägen marginal unter dem Konsensmittelpunkt. Ein negativer Cashflow sei für das erste Quartal wegen höherer Steuern erwartet worden, allerdings gab es hierzu keine konkreten Schätzungen. Die Aktien verlieren 1,6 Prozent.

Gut gelaufen ist laut Händlern die Platzierung von Fineco. Wie es heißt, hat Unicredit über Kepler 17 Prozent der Fineco-Aktien verkauft. Die Stücke wurden zu 9,80 je Aktie platziert. Damit fließen der italienischen Bank rund 1 Milliarde Euro zu. Die Aktien der Fineco notieren 1 Prozent leichter bei 10,15 Euro, Unicredit handeln 0,4 Prozent im Plus.



Zahlen von Fraport und Ferrovial


Für Fraport geht es nach Quartalszahlen 0,2 Prozent nach oben. Die Citigroup stört sich an Details: Während der Infrastruktursektor in den meisten Fällen attraktive freie Cashflows generiere und am Verschuldungsabbau arbeite, rage Fraport mit seinen hohen Investitionen, einem negativen freien Cashflow und einer erhöhten Verschuldung heraus. Ferrovial geben nach Zahlen 3,2 Prozent ab. Belastend wirken hohe Rückstellungen für eventuelle Verluste aus US-Bauverträgen.

Im Rahmen der Erwartungen liegen die Dividendenaussagen von United Internet und 1&1 Drillisch. Sie wollen nur noch jeweils 5 Cent Dividende zahlen, falls die 5G-Auktion am 20. Mai noch nicht beendet ist. Entsprechende Andeutungen hätten die Unternehmen zuvor bereits gemacht. Beide Aktien notieren deutlich im Plus.

Heidelberger Druck verlieren 7,5 Prozent. Der Konzern hat vor negativen Folgen der konjunkturellen Schwäche gewarnt. Das Bundeskartellamt hat zudem den geplanten Zukauf der MBO Gruppe durch Heidelberger Druck untersagt.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.412,11 0,32 10,95 13,68
Stoxx-50 3.123,59 0,32 9,86 13,17
DAX 12.164,96 0,60 72,22 15,21
MDAX 25.602,89 0,57 144,03 18,60
TecDAX 2.865,50 1,06 30,01 16,95
SDAX 11.439,39 0,03 3,16 20,30
FTSE 7.262,40 0,03 1,93 7,91
CAC 5.408,08 0,23 12,34 14,32

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,05 -0,01 -0,29
US-Zehnjahresrendite 2,45 -0,01 -0,23

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:21 Di, 17.15 % YTD
EUR/USD 1,1195 +0,00% 1,1209 1,1186 -2,3%
EUR/JPY 123,35 -0,08% 123,37 123,51 -1,9%
EUR/CHF 1,1410 -0,01% 1,1422 1,1433 +1,4%
EUR/GBP 0,8615 +0,60% 0,8577 0,8576 -4,3%
USD/JPY 110,18 -0,09% 109,94 110,42 +0,5%
GBP/USD 1,2995 -0,60% 1,3070 1,3044 +1,8%
Bitcoin
BTC/USD 5.847,39 -0,59% 5.811,51 5.842,25 +57,2%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 61,50 61,40 +0,2% 0,10 +31,1%
Brent/ICE 69,80 69,88 -0,1% -0,08 +26,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.283,67 1.285,80 -0,2% -2,13 +0,1%
Silber (Spot) 14,87 14,92 -0,4% -0,05 -4,1%
Platin (Spot) 865,15 871,50 -0,7% -6,35 +8,6%
Kupfer-Future 2,78 2,79 -0,4% -0,01 +5,6%


Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/cln

END) Dow Jones Newswires

May 08, 2019 10:09 ET ( 14:09 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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