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MÄRKTE EUROPA/Weiter abwärts aus Sorge vor zweiter Corona-Welle

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)An den europäischen Aktienmärkten ging es am Mittwoch erneut nach unten. Der DAX schloss den dritten Tag in Folge im Minus und verlor 1,4 Prozent auf 12.558 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1,5 Prozent auf 3.181 Punkte nach unten. Belastend wirkte sich unter anderem aus, dass die Zahl der Corona-Infektionen in Europa weiter rasant steigt. Zudem ist immer noch unklar, wie es mit dem Brexit weitergeht. So hat die EU nun Großbritannien aufgefordert, im Streit über die künftigen Beziehungen nach dem Brexit eine Entscheidung zu treffen. Die britische Regierung könne nicht alles haben, sagte EU-Ratspräsident Charles Michel im Europaparlament. Sie wolle Zugang zum EU-Binnenmarkt, aber gleichzeitig von dessen Standards und Regeln abweichen.

Aber auch das Gezerre um das US-Fiskalpaket geht weiter. Obgleich die Verhandlungsführerin der Demokraten, Nancy Pelosi, von "Fortschritten" bei den Verhandlungen mit den Republikanern gesprochen hat und sich optimistisch zeigt, ist weiter nicht klar, ob eine ausreichende Zahl von republikanischen Senatoren das Paket unterstützen werden. Einige Marktteilnehmer gehen davon aus, dass es nun zunächst ein "kleines Paket" geben wird, das "große Paket" dagegen erst nach der Präsidentschaftswahl.


Lagarde: Zweite Corona-Welle früher als erwartet

Die zweite Corona-Welle trifft Europa nach Aussage von EZB-Präsidentin Christine Lagarde früher als erwartet und stellt ein "klares Risiko" für den Ausblick dar. "Die meisten Wissenschaftler im Euroraum haben erwartet, dass die Epidemie im November oder Dezember mit der Kälte zurückkehren würde", sagte Lagarde dem französischen Fernsehsender LCI. Es sei eher passiert und das sei "kein gutes Omen".

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) berät am Donnerstag nächster Woche über seine Geldpolitik. Viele Analysten erwarten, dass die EZB zumindest bis Dezember Kurs halten und dann ihr Pandemiekaufprogramm PEPP aufstocken wird.


Ericsson und Vivendi überzeugen

Ein Blick auf die Sektoren zeigte, dass sich die Investoren auf stürmische Zeiten einstellen und ihr Portfolio defensiver ausrichten. Mit den steigenden Corona-Zahlen und in Befürchtung weiterer lokaler Lockdowns und Reisebeschränkungen stellte der Sektor der Reiseunternehmen und Fluglinien mit einem Abschlag von 2,5 Prozent den größten Verlierer.

Für die Einzelwerte lieferte die Berichtssaison die Impulse. Für die Aktie von Ericsson ging es um 9,6 Prozent nach oben. Trotz stärkerer Belastungen durch die Wechselkursentwicklung hat der Konzern die Margenerwartungen laut Citigroup übertroffen und die Ziele für 2020 und 2022 bestätigt. Unter dem Strich habe der schwedische Telekommunikationsausrüster deutlich mehr als erwartet verdient.

Vivendi stiegen um 1,6 Prozent. Der Umsatz hat die Erwartungen deutlich geschlagen. "Das lag vor allem am Musikgeschäft, und dieses könnte nun sogar schneller an die Börse kommen als bisher erwartet", so ein Händler. Statt 2023 sei nun 2022 im Gespräch.

Für Nestle ging es um 0,8 Prozent nach unten. Die Geschäftszahlen sind laut Citigroup besser als erwartet ausgefallen. Das organische Umsatzwachstum im dritten Quartal liege mit 4,9 Prozent mehr als 200 Basispunkte über der Konsensschätzung.

Randstad lagen dagegen 6,2 Prozent vorn. "Gemessen an dem schwierigen Umfeld mit Entlassungen und Kurzarbeit sind die Zahlen gut", so ein Marktteilnehmer zu dem Zeitarbeitsunternehmen. Mit einem Minus von 13 Prozent beim organischen Umsatz sei der Rückgang nicht so stark ausgefallen wie die erwarteten minus 17 Prozent - und zuletzt habe die Entwicklung weiter nach oben gezeigt.

Zur Rose machten einen Sprung um 13,4 Prozent. Nach einem schwachen zweiten Quartal heben Analysten das verbesserte Umsatzmomentum im dritten Quartal hervor. Shop Apotheke stiegen im Gefolge um 1,4 Prozent.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.180,70 -47,17 -1,5% -15,1%
Stoxx-50 2.853,50 -38,51 -1,3% -16,2%
Stoxx-600 360,79 -4,72 -1,3% -13,2%
XETRA-DAX 12.557,64 -179,31 -1,4% -5,2%
FTSE-100 London 5.773,63 -115,59 -2,0% -21,9%
CAC-40 Paris 4.853,95 -75,33 -1,5% -18,8%
AEX Amsterdam 557,40 -6,60 -1,2% -7,8%
ATHEX-20 Athen 1.462,50 -8,01 -0,5% -36,4%
BEL-20 Brüssel 3.201,24 -58,85 -1,8% -19,1%
BUX Budapest 33.696,73 -4,05 -0,0% -26,9%
OMXH-25 Helsinki 4.384,11 -44,97 -1,0% +3,8%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.336,89 +1,81 +0,1% -3,7%
OMXC-20 Kopenhagen 1.387,26 -21,03 -1,5% +22,1%
PSI 20 Lissabon 4.171,14 -31,66 -0,8% -20,6%
IBEX-35 Madrid 6.811,50 -115,80 -1,7% -28,7%
FTSE-MIB Mailand 19.085,95 -396,18 -2,0% -17,1%
RTS Moskau 1.143,42 +2,73 +0,2% -26,2%
OBX Oslo 749,48 -6,36 -0,8% -11,1%
PX Prag 857,71 -12,37 -1,4% -23,1%
OMXS-30 Stockholm 1.820,72 -20,87 -1,1% +2,8%
WIG-20 Warschau 1.641,42 -14,92 -0,9% -23,7%
ATX Wien 2.175,04 -19,07 -0,9% -30,1%
SMI Zürich 9.989,75 -156,48 -1,5% -5,9%

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 10:11 Uhr Di, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1874 +0,42% 1,1867 1,1827 +5,9%
EUR/JPY 124,11 -0,47% 124,56 124,82 +1,8%
EUR/CHF 1,0731 +0,06% 1,0721 1,0729 -1,2%
EUR/GBP 0,9020 -1,26% 0,9090 0,9124 +6,6%
USD/JPY 104,53 -0,90% 104,97 105,57 -3,9%
GBP/USD 1,3164 +1,70% 1,3058 1,2958 -0,7%
USD/CNH (Offshore) 6,6385 -0,36% 6,6379 6,6664 -4,7%
Bitcoin
BTC/USD 12.801,25 +7,30% 12.170,50 11.947,50 +77,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,23 41,70 -3,5% -1,47 -28,7%
Brent/ICE 41,87 43,16 -3,0% -1,29 -31,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.926,93 1.906,75 +1,1% +20,18 +27,0%
Silber (Spot) 25,12 24,68 +1,8% +0,44 +40,7%
Platin (Spot) 889,60 875,15 +1,7% +14,45 -7,8%
Kupfer-Future 3,18 3,14 +1,3% +0,04 +12,7%


Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/ros

END) Dow Jones Newswires

October 21, 2020 12:20 ET ( 16:20 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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