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MÄRKTE EUROPA/Weiter aufwärts mit Rückenwind der Notenbanken

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag mit dem Rückenwind der geldpolitischen Stimuli der EZB vom Vortag ihre Aufwärtstendenz fortgesetzt. Der DAX legte bereits den siebten Handelstag in Folge zu, und zwar um 0,5 Prozent auf 12.468 Punkte. Er markierte damit die höchsten Stände seit Ende Juli. Der Euro-Stoxx-50 zog um 0,4 Prozent auf 3.553 Punkte an. Für ihn war es das vierte Plus in Reihe.

Der geldpolitischen Lockerung der EZB dürfte in der kommenden Woche allen Erwartungen nach die US-Notenbank mit einer Zinssenkung folgen. Das sorgte ebenso für Kauflaune wie positive Signale vom US-chinesischen Handelsstreit. So nimmt China wie bereits angekündigt einige US-Agrarimporte, darunter Sojabohnen- und Schweinefleisch, von zusätzlichen Importzöllen aus. Im Oktober wollen beide Seiten dann wieder direkt miteinander verhandeln, wobei China dabei kritische Themen ausklammern will, um so zumindest Teilfortschritte zu erreichen.

Am Devisenmarkt zeigte sich der Euro wenig verändert. Am Anleihemarkt fielen die Kurse angesichts der entspannteren Stimmungslage und mit neuer Konjunkturzuversicht, die Renditen stiegen also.

Die steigende Risikobereitschaft schlägt sich derweil auch in Zuflüssen bei den Aktienfonds nieder. Laut Bank of America-Merrill Lynch sind in der Woche bis Mittwoch 14,4 Milliarden Dollar in globale Aktienfonds geflossen. Aus Goldfonds flossen dagegen 1 Milliarde Dollar ab. Auch Merrill verweist auf die Hoffnung auf günstig verlaufende Handelsgespräche und bessere Konjunkturdaten.


Marktbreite bleibt günstig - Banken gesucht

Positiv gesehen wird von Marktanalysten die Breite des Aufschwungs. Lediglich die defensiven Nahrungsmittelaktien gaben deutlicher nach, und zwar um 2,1 Prozent. Daneben setzte sich der jüngste Favoritenwechsel fort. Gesucht waren Automobil-, Banken- und Rohstoffaktien mit Subindexgewinnen bis knapp 3 Prozent. Pharmatitel, die Papiere der Hersteller defensiver Konsumgüter, Versorgeraktien und auch Technologietitel wurden dagegen eher vernachlässigt.

Der Stoxx-Subindex der Banken legte um 2,7 Prozent zu, nachdem die EZB am Donnerstag beschlossen hatte, dass sie ab Ende Oktober das Sechsfache der Mindestreserve der Bankeneinlagen von den negativen Zinsen freistellen wird. Außerdem stützten die weiter steigenden Anleihrenditen die Kurse der Geldhäuser. Höhere Renditen machen das Kreditgeschägft lukrativer. Unter anderem gewannen Unicredit 4,3, Commerzbank 5,9 und Deutsche Bank 3,2 Prozent.

Die Aktie der Londoner Börse legte um 3,6 Prozent zu. Der Börsenbetreiber will sich zwar nicht von der Börse Hongkong übernehmen lassen, weil es "grundlegende Bedenken" zu zentralen Aspekten wie Strategie und Bewertung gibt. Die Hongkonger Börse will aber offenbar nicht locker lassen. Eine öffentliche Reaktion gab es zwar noch nicht, allerdings berichteten Informanten, dass sie nicht daran denkt, das Handtuch zu werfen.


RIB Software mit höherer Prognose gesucht

RIB Software zogen um 5,6 Prozent an. Das TecDAX-Unternehmen hatte nach einem Auftrag die Prognosen für Umsatz und operativen Gewinn leicht nach oben genommen.

Nach einer Hochstufung durch Bank of America-Merrill Lynch stiegen Merck um 1,7 Prozent, und nach einer Kaufempfehlung durch Warburg ging es für Telefonica Deutschland ebenso um 1,7 Prozent nach oben.

Daneben hatte Fraport Verkehrszahlen vorgelegt. Die Zahl der Passagiere am Flughafen Frankfurt stieg zwar im August um 1,7 Prozent, allerdings ging das Frachtaufkommen um 5,2 Prozent zurück. Das drückte den Kurs um 0,8 Prozent.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 3.550,11 +11,25 +0,3% +18,3%
Stoxx-50 3.208,99 -0,11 -0,0% +16,3%
Stoxx-600 391,79 +1,31 +0,3% +16,0%
Frankfurt XETRA-DAX 12.468,53 +58,28 +0,5% +18,1%
London FTSE-100 London 7.367,46 +22,79 +0,3% +9,2%
Paris CAC-40 Paris 5.655,46 +12,60 +0,2% +19,6%
Amsterdam AEX Amsterdam 576,83 +2,04 +0,4% +18,2%
Athen ATHEX-20 Athen 2.117,11 +5,28 +0,3% +31,6%
Brüssel BEL-20 Bruessel 3.730,24 +32,58 +0,9% +15,0%
Budapest BUX Budapest 40.285,21 +218,26 +0,5% +2,9%
Helsinki OMXH-25 Helsinki 4.073,30 +10,16 +0,3% +10,5%
Istanbul ISE NAT. 30 Istanbul 128.323,00 +604,18 +0,5% +12,2%
Kopenhagen OMXC-20 Kopenhagen 1.026,21 -6,21 -0,6% +15,1%
Lissabon PSI 20 Lissabon 5.016,81 +32,08 +0,6% +6,7%
Madrid IBEX-35 Madrid 9.137,90 +55,60 +0,6% +7,0%
Mailand FTSE-MIB Mailand 22.181,41 +98,24 +0,4% +20,5%
Moskau RTS Moskau 1.368,93 +7,88 +0,6% +28,4%
Oslo OBX Oslo 816,63 +4,92 +0,6% +10,4%
Prag PX Prag 1.050,17 +0,75 +0,1% +6,5%
Stockholm OMXS-30 Stockholm 1.665,35 +13,90 +0,8% +18,2%
Warschau WIG-20 Warschau 2.200,95 +11,88 +0,5% -3,3%
Wien ATX Wien 3.032,81 +14,54 +0,5% +9,9%
Zürich SMI Zuerich 10.047,34 -46,75 -0,5% +19,2%


Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,45 0,07 -0,69
US-Zehnjahresrendite 1,87 0,10 -0,81

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:38 h Do, 17:39 h % YTD
EUR/USD 1,1072 +0,07% 1,1085 1,1051 -3,4%
EUR/JPY 119,72 +0,09% 119,78 119,31 -4,8%
EUR/CHF 1,0963 +0,06% 1,0954 1,0947 -2,6%
EUR/GBP 0,8887 -0,90% 0,8962 0,8955 -1,3%
USD/JPY 108,14 +0,03% 108,03 107,99 -1,4%
GBP/USD 1,2459 +0,98% 1,2369 1,2339 -2,4%
USD/CNY 7,0794 0,0% 7,0794 7,0794 +2,9%
Bitcoin
BTC/USD 10.311,25 -0,86% 10.318,50 10.351,09 +177,2%


ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 54,98 55,09 -0,2% -0,11 +14,5%
Brent/ICE 60,28 60,38 -0,2% -0,10 +8,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.489,89 1.498,40 -0,6% -8,51 +16,2%
Silber (Spot) 17,63 18,06 -2,4% -0,43 +13,8%
Platin (Spot) 950,11 951,00 -0,1% -0,89 +19,3%
Kupfer-Future 2,68 2,62 +2,2% +0,06 +1,4%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/gos/cln

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September 13, 2019 12:00 ET ( 16:00 GMT)

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