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MÄRKTE EUROPA/Weiter Stillstand - Warten auf Brexit-Abstimmung

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Europas Börsen treten am Freitagnachmittag weitgehend auf der Stelle. Die Anleger agieren vorsichtig vor der Brexit-Abstimmung im britischen Parlament am Samstag. Ob Premier Boris Johnson eine Mehrheit unter den Parlamentariern für sein mit der EU ausgehandeltes Abkommen findet, ist völlig unklar. Der DAX liegt kaum verändert bei 12.655 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 geht es dagegen 0,2 Prozent auf 3.583 Punkte nach unten. Auch an der Wall Street geht es im frühen Geschäft ruhig zu.

Daneben bleibt China aus Marktsicht weiter ein Risiko. Die dortige Wirtschaft ist im dritten Quartal nur mit 6 Prozent gewachsen und damit mit der niedrigsten Rate seit 1992. Die Markterwartung lag bei 6,1 Prozent. Zudem werden die USA, wie angekündigt, ab dem heutigen Freitag auf Flugzeugimporte aus der EU Strafzölle in Höhe von 10 Prozent erheben. Daneben soll es auf weitere EU-Produkte Aufschläge von bis zu 25 Prozent geben. Auch deutsche Unternehmen sind betroffen.

Von Unternehmensseite kommen schlechte Nachrichten vor allem aus Frankreich: Dort haben Accor, Danone, Thales, Remy Cointreau und Renault schwächere Zahlen oder Prognosen veröffentlicht.


Frankreichs Wirtschaft warnt - Renault belastet Autobranche

Europaweiten Druck auf die Autobranche übt die Gewinnwarnung von Renault aus. Die Aktien brechen um 12,2 Prozent ein. Die Warnung per se ist laut Jefferies keine große Überraschung. Allenfalls deren Umfang sei unerwartet hoch. Jefferies zeigt sich besorgt wegen des Cashflows und verweist auf die schwierige Lage rund um die CO2-Regulierung für Renault. Die Gewinnerwartungen würden um rund 20 Prozent und die Dividendenerwartung um rund 50 Prozent reduziert.

Peugeot verlieren 2,2 Prozent, im DAX fallen Daimler um 1 Prozent, VW um 0,8 und BMW um 0,6 Prozent. Continental büßen 0,8 Prozent ein, am Vortag hatte bereits der französische Zulieferer Faurecia gewarnt und die Aktie belastet. Der Auto-Index ist mit minus 1,6 Prozent der schwächste Sektor im Stoxx-600.

Nach Geschäftszahlen geht es für LSE um 1,1 Prozent nach oben. Morgan Stanley spricht von soliden Zahlen über alle Sparten hinweg. Die Umsätze hätten 4 Prozent über den Schätzungen gelegen.

Auch Joghurthersteller Danone brechen um 7,7 Prozent ein. Er konnte zwar einen steigenden Umsatz im dritten Quartal vermelden, musste aber dennoch die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr senken. Wie bei Nestle am Vortag reagiert der Markt auch hier sehr empfindlich auf solche Aussagen.


Darty schicken Ceconomy in den Keller

Frankreichs Rüstungskonzern Thales hat beim Umsatz gewarnt. Thales hat nicht nur den Umsatzausblick unter den unteren Rand der Prognosen gesenkt, sondern sieht auch ein geringeres organisches Umsatzwachstum für das laufende Jahr. Wie erwartet entpuppt sich dies als "böse Überraschung" angesichts der derzeit beliebten Investmentstory "Rüstung" und schickt die Aktien 5,8 Prozent tiefer. Rheinmetall geben um 0,4 Prozent nach.

Für die Aktie der Ceconomy-Beteiligung Fnac Darty geht es um 11,8 Prozent nach unten. Die französische Unterhaltungselektronikkette konnte den Trend einer fallenden Bruttomarge im dritten Quartal nicht drehen. "Das zweite Halbjahr wird schwieriger als erwartet", so die Analysten von Bryan Garnier. Während der Umsatz überzeugte, fiel die Bruttomarge um 70 Basispunkte. Ceconomy verlieren 9,7 Prozent.

Positive Nachrichten gibt es dagegen von Munich Re. Der Rückversicherer erwartet im laufenden Geschäftsjahr, den Ausblick von 2,5 Milliarden Euro beim Nettogewinn zu übertreffen. Munich Re legen 0,7 Prozent zu. Osram ziehen um 1,9 Prozent an: An der Börse wird auf ein zweites Gebot durch AMS gesetzt. Ganz überraschend käme ein solches nicht. Beim letzten Übernahmegebot scheiterte AMS an der Mindestannahmeschwelle.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.582,58 -0,17 -6,04 19,36
Stoxx-50 3.222,18 -0,13 -4,05 16,74
DAX 12.655,00 0,00 0,05 19,85
MDAX 26.040,97 -0,24 -62,90 20,63
TecDAX 2.793,08 -0,29 -8,07 13,99
SDAX 11.299,52 -0,55 -62,06 18,83
FTSE 7.177,24 -0,07 -5,08 6,75
CAC 5.641,44 -0,56 -31,62 19,25

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,38 0,03 -0,62
US-Zehnjahresrendite 1,76 0,00 -0,92

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.33 Uhr Do, 17:08 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1144 +0,15% 1,1120 1,1111 -2,8%
EUR/JPY 120,91 +0,05% 120,73 120,76 -3,8%
EUR/CHF 1,1003 +0,10% 1,0987 1,0981 -2,3%
EUR/GBP 0,8653 +0,25% 0,8643 0,8658 -3,9%
USD/JPY 108,51 -0,10% 108,57 108,68 -1,0%
GBP/USD 1,2878 -0,09% 1,2868 1,2834 +0,9%
USD/CNH (Offshore) 7,0768 -0,06% 7,0827 7,0825 +3,0%
Bitcoin
BTC/USD 7.936,51 -1,55% 7.893,26 8.044,26 +113,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 54,41 53,93 +0,9% 0,48 +12,8%
Brent/ICE 59,95 59,91 +0,1% 0,04 +8,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.490,84 1.491,89 -0,1% -1,06 +16,2%
Silber (Spot) 17,51 17,55 -0,2% -0,04 +13,0%
Platin (Spot) 885,23 889,50 -0,5% -4,27 +11,1%
Kupfer-Future 2,63 2,60 +1,3% +0,03 -0,6%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

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END) Dow Jones Newswires

October 18, 2019 10:02 ET ( 14:02 GMT)

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