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MÄRKTE USA/Aktien und Dollar von falkenhafterer Fed wenig beeindruckt

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Abgesehen von kleineren Zuckungen haben die US-Finanzmärkte am Dienstag auf den etwas strafferen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank wenig beeindruckt reagiert. Nach zuletzt robust ausgefallenen Preisdaten auf Verbraucher- wie auch Erzeugerebene, hatten die Marktakteure fast einhellig die zweite Zinserhöhung in diesem Jahr ohnehin erwartet.

Dass die Notenbanker für 2018 nun mit einer knappen Mehrheit statt bislang drei insgesamt vier Zinserhöhungen planen, belastete ebenso nicht. Denn bei der jüngsten Sitzung war die Entscheidung ebenso knapp für drei statt vier Zinserhöhungen ausgefallen. Bei den makroökonomischen Projektionen gab es nur geringe Änderungen, die Arbeitslosenquote wird von der Fed etwas tiefer erwartet, die Inflation ein wenig höher.

Es ist hart, das als falkenhaft zu interpretieren, wenn man bedenkt, dass nur ein Offizieller seine Zinsvorhersage geändert hat", sagte Anlageexperte Mark Heppenstall von Penn Mutual Asset Management. Währungsstratege Adam Cole von RBC Capital Markets hatte bereits im Vorfeld gesagt: "Die unmittelbare Marktreaktion auf den Fed-Entscheid dürfte geprägt sein von der Frage, ob die mittelfristige Zinsprojektion sich in Richtung vier Zinserhöhungen im laufenden Jahr bewegt. Wir glauben, dass dies der Fall sein wird. (...). Wir erwarten keine dramatischen Veränderungen in der Beschreibung von Wirtschaftswachstum oder Inflation in der Presseerklärung".

Der Dow-Jones-Index verabschiedete sich mit 25.201 Punkten 0,5 Prozent leichter aus dem Tag, aber nur, weil es in den letzten Minuten noch etwas Druck aufkam. Der S&P-500 kam um 0,4 Prozent zurück, während sich an der Technologiebörse Nasdaq die Indizes knapp behaupteten.

Der Umsatz stieg auf 956 (Dienstag: 831) Millionen Aktien. Auf 999 (1.464) Kursgewinner entfielen 1.963 (1.481) -verlierer. Unverändert schlossen 113 (132) Titel.

Auch am Devisenmarkt waren die Fed-Entscheidungen schon eingepreist. Der Dollar zog mit der Aussicht auf schneller steigende Zinsen nur kurz etwas an, kam aber schnell wieder auf das Ausgangsniveau zurück. Der Euro kostete zuletzt 1,1793 Dollar nach Wechselkursen um 1,1745 am Vorabend. Ähnliches Bild am Goldmarkt: Der Goldpreis stieg trotz der für das Gold ungünstigen Zinsaussichten leicht auf 1.299 Dollar. Am US-Rentenmarkt fiel die Reaktion noch am stärksten aus. Dort stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 3 Basispunkte auf 2,98 Prozent.



Starke Kursbewegungen im Medien- und Telekomsektor


Aktien aus dem Finanzsektor machten im Verlauf etwas Boden gut nach den Fed-Beschlüssen. Banken gelten mit ihrem Kreditgeschäft generell als Profiteure eines höheren Zinsniveaus.

Hoch her ging es am Aktienmarkt aber im Mediensektor. Zentrales und kursbewegendes Thema war die Übernahme von Time Warner durch AT&T, nachdem ein US-Kartellgericht dafür grünes Licht gegeben hatte. Die Entscheidung schürte unter anderem Spekulationen auf weitere Zusammenschlüsse in der Branche. Deren S&P-500-Subindex - bereits am Vortag einer der größeren Gewinner - legte um weitere 1,4 Prozent zu. Ganz am Ende rangierten die Telekommunikationsaktien mit einem Abschlag von deutlich über 4 Prozent.

Die Aktien des Käufers AT&T verbilligten sich um 6,2 Prozent. Die Übernahme wird AT&T rund 85 Milliarden Dollar kosten. Die Analysten von MoffettNathanson warnten denn auch, dass der Deal bei AT&T einen Schuldenberg von 249 Milliarden Dollar anhäufen werde. Für AT&T dürfte es damit schwer werden, sein Investment-Rating zu behalten. MoffettNathanson senkte die Aktie auf "Sell". Time Warner stiegen hingegen um 1,8 Prozent.

Mit der Genehmigung der Time-Warner-Übernahme könnte nun der Weg für ein Gebot für 21st Century Fox durch Comcast bereitet sein. Comcast könnte sich nun einen Bieterwettstreit mit Disney liefern, die bislang 52,4 Milliarden Dollar für Fox bieten, hieß es. Angeblich habe Comcast dafür 60 Milliarden Dollar parat. Comcast kamen um 0,2 Prozent zurück, Disney stiegen um 1,9 Prozent. 21st Century Fox gewannen 7,7 Prozent. Tatsächliche wartete Comcast unmittelbar nach handelsende mit einem Gegengebot für die auch von Disney angestrebten Vermögenswerte von 21st Century Fox auf.

Unter den weiteren Sektorwerten verteuerten sich CBS um 3,6 und Discovery um 1,6Prozent, wobei sich bei allen die Spekulationen im Verlauf des Handels etwas gelegt hatten. Netflix schnellten um 4,4 Prozent nach oben, obwohl es hier auch Stimmen gab, die für den Streaminganbieter durch weitere Zusammenschlüsse stärkere Konkurrenz befürchten.

Im Telekomsektor fielen Verizon um 2,9 Prozent. Ein Verizon-Sprecher sagte nach dem AT&T-Urteil, dass sein Unternehmen an der Strategie festhalte, das sogenannte 5G-Netz schneller auszubauen und digitale Inhalte entwickeln zu wollen. Im Verlauf des vergangenen Jahres hatte auch Verizon Möglichkeiten zur Übernahme eines Videoproduzenten erkundet. Die Analysten von Raymond James kommentierten: "Wir glauben, dass Verizon keinen großen Druck hat, mit einem eigenen großen Deal zu antworten".

T-Mobile und Sprint legten jeweils um rund 1 Prozent zu. Hier stützten Überlegungen, dass nun auch die beiden Fusionskandidaten den Segen der Wettbewerbswächter erhalten dürften.

H&R Block brachen unterdessen um knapp 18 Prozent ein. Das Steuerberatungsunternehmen wartete zwar mit guten Erstquartalszahlen auf, enttäuschte aber mit einem schwachen Umsatzausblick. Pivotal Software schnellten um 33 Prozent nach oben, nachdem der Cloud-Software-Anbieter die Gewinnschätzungen geschlagen hat. Es war der erste Geschäftsbericht seit dem Börsengang im April.



US-Ölvorräte deutlich gesunken


Die Ölpreise zogen im Verlauf an. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 66,70 Dollar, die Sorte Brent legte etwas stärker zu um 1,0 Prozent und holte damit relative Verluste vom Vortag im Vergleich zu WTI wieder auf. Für die Aufwärtsbewegung sorgten die neuesten US-Lagerberstandsdaten. Demnach sind sowohl die Öl- wie auch die Benzinvorräte in der Vorwoche deutlich gesunken. Tendenziell stützend wirkte daneben, dass die weltweite Ölnachfrage nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) im nächsten Jahr robust bleiben wird. Allerdings wies die IEA am Mittwoch auch darauf hin, dass die Risiken für ihre Prognosen zunähmen.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 25.201,20 -0,47 -119,53 1,95
S&P-500 2.775,63 -0,40 -11,22 3,82
Nasdaq-Comp. 7.695,70 -0,11 -8,10 11,48
Nasdaq-100 7.205,26 -0,05 -3,93 12,65

US-Anleihen
Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD
2 Jahre 2,57 2,9 2,54 136,7
5 Jahre 2,84 2,7 2,81 91,4
7 Jahre 2,93 1,6 2,92 68,5
10 Jahre 2,98 1,3 2,96 53,1
30 Jahre 3,09 -0,1 3,09 2,6

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:06 Di, 17.19 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1791 +0,38% 1,1746 1,1787 -1,9%
EUR/JPY 130,10 +0,33% 129,93 129,94 -3,8%
EUR/CHF 1,1622 +0,24% 1,1600 1,1600 -0,8%
EUR/GBP 0,8817 +0,39% 0,8792 1,1349 -0,8%
USD/JPY 110,35 -0,03% 110,61 110,24 -2,0%
GBP/USD 1,3373 -0,01% 1,3361 1,3377 -1,0%
Bitcoin
BTC/USD 6.330,35 -3,8% 6.603,25 6.791,97 -53,7%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut
Deutschland 2 Jahre -0,61 -0,63 0,00
Deutschland 10 Jahre 0,48 0,49 0,05
USA 2 Jahre 2,57 2,54 0,68
USA 10 Jahre 2,98 2,96 0,56
Japan 2 Jahre -0,14 -0,14 0,00
Japan 10 Jahre 0,05 0,04 0,00


ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 66,68 66,36 +0,5% 0,32 +11,6%
Brent/ICE 76,66 75,88 +1,0% 0,78 +18,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.299,46 1.295,91 +0,3% +3,56 -0,3%
Silber (Spot) 17,06 16,86 +1,2% +0,20 +0,7%
Platin (Spot) 903,35 899,00 +0,5% +4,35 -2,8%
Kupfer-Future 3,26 3,25 +0,4% +0,01 -2,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos

END) Dow Jones Newswires

June 13, 2018 16:12 ET ( 20:12 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.

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