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MÄRKTE USA/Anleger an Wall Street zeigen sich optimistisch

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Wall Street nimmt am Dienstag wieder Fahrt nach oben auf, nachdem der Vortageshandel richtungslos verlaufen ist. Anleger tun sich aktuell schwer, die konjunkturelle Lage global, aber auch in den USA einzuordnen. Händler verweisen auf zuletzt uneinheitliche und zum Teil auch in verschiedene Richtungen zeigende Wirtschaftsdaten - so zum Beispiel in Deutschland. Doch attestieren die Marktteilnehmer auch eine durchaus positive Grundstimmung, Anleger bauten auf eine Verbesserung der Weltkonjunktur im zweiten Halbjahr. Zudem fallen am Rentenmarkt die Notierungen nach einem mehrtägigen Anstieg wieder, was als Zeichen der Entspannung gewertet wird und dem Aktienmarkt hilft.

Das Verbrauchervertrauen in den USA hat zwar massiv enttäuscht, erweist sich aber aktuell noch nicht als Bremsklotz am Aktienmarkt. Während Volkswirte mit einer steigenden Konsumneigung gerechnet hatten, ging sie tatsächlich zurück. Dennoch steigt im frühen Geschäft der Dow-Jones-Index um 0,9 Prozent auf 25.744 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite ziehen um 0,9 bzw. 1,1 Prozent an.



Anleger blenden Belastendes aus


Allen Widrigkeiten zum Trotz bleiben Investoren in Sachen Brexit und Handelskonflikt positiv gestimmt. Weder mag man an einen harten Brexit, noch an ein Scheitern der Handelsgespräche zwischen China und den USA glauben. Die Gespräche werden auf Ministerebene in dieser Woche wieder aufgenommen. "Wir sehen die Chance für einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen bei 60 Prozent, dies bedeutet eine teilweise Rücknahme der Zölle", teilen die UBS-Chefstrategen den Optimismus am Markt.

Zu den Widrigkeiten zählt die erstmals seit 2007 wieder inverse Zinsstrukturkurve. Das bedeutet, dass Papiere mit zehn Jahren Laufzeit weniger Rendite abwerfen als dreimonatige Geldmarkttitel. Dies gilt allgemein als starkes Warnzeichen für eine Rezession. Am Zinsterminmarkt schlägt sich in einer gestiegenen Wahrscheinlichkeit dafür nieder, dass die US-Notenbank zum Ende des Jahres die Zinsen senken wird. Am Dienstag steigen die Renditen bei den längeren Laufzeiten wieder. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen klettert um knapp 4 Basispunkte auf 2,44 Prozent.

Der Technologiesektor am Aktienmarkt, der am Vortag dem Markt hinterhergehinkt ist, bleibt am Dienstag im Fokus. Zum einen hat der Fahrdienstleister Uber seine 3,1 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Wettbewerbers Careem Networks im Nahen Osten abgeschlossen, zum anderen hat der Technologiegigant Apple mit neuen Produkten aufgewartet, die die Erlöse im Dienstleistungssektor befeuern sollen. Zwar löste die Ankündigung am Vortag keine Begeisterung aus, Analysten verweisen aber auf den Umstand, dass gerade der Dienstleistungssektor bei Apple jüngst kräftig gewachsen sei, während der Absatz bei Mobiltelefonen schwächele. Apple legen um 0,9 Prozent zu - der Technologiesektor im S&P-500 um 0,9 Prozent.

Die Aktien der Einrichtungskette Bed Bath & Beyond springen um über 28 Prozent nach oben. Auslöser des Kurssprungs ist ein Bericht des Wall Street Journals, wonach drei aktivistische Investoren die Kontrolle über das Unternehmen erlangen wollen, indem sie den Austausch des kompletten Boards anstreben. Die Analysten von Raymond James haben die Aktie auf "Strong Buy" von "Marketperform" hochgestuft.

McCormick & Co gewinnen 2,1 Prozent. Der Gewürzspezialist überraschte mit den Gewinnkennziffern im vierten Quartal positiv, die Umsatzentwicklung enttäuschte aber. Anleger konzentrieren sich wie am Gesamtmarkt auf das Positive.

Die Aktie von Red Hat legt 0,2 Prozent zu, nachdem der Softwarehersteller "durchwachsene" Geschäftszahlen für das vierte Quartal vorgelegt hat. Auf bereinigter Basis verdiente die Gesellschaft mehr als erwartet, der Umsatz fiel aber schwächer aus. Die McDonalds-Aktie steigt um 1,4 Prozent. Die Schnellrestaurantkette kauft das israelische Startup Dynamic Yield - eine Plattform für Omnichannel-Personalisierung.



Fallende Gold- und Rentennotierungen signalisieren Entspannung


Die vom Rentenmarkt ausgehende Entspannung spiegelt sich auch am Goldmarkt wider, denn die Feinunze verbilligt sich um 0,5 Prozent auf 1.316 Dollar. Steigende Renditen setzen dem zinslosen Edelmetall zu. Beide vermeintlich sichere Häfen wie Gold und Renten verlieren damit.

Die Ölpreise nehmen ihre jüngste Phase steigender Preise wieder auf. Das Fass US-Leichtöl der Sorte WTI verteuert sich um 2,4 Prozent auf 60,21 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 1,4 Prozent auf 68,13 Dollar. Der Markt konzentriere sich wieder auf die Angebotsverknappung durch die Förderkürzungen des Erdölkartells Opec und die Sanktionen gegen Iran und Venezuela.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 25.739,77 0,87 222,94 10,34
S&P-500 2.822,30 0,86 23,94 12,58
Nasdaq-Comp. 7.714,75 1,01 77,21 16,27
Nasdaq-100 7.390,91 1,01 73,95 16,76

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,27 2,9 2,24 106,4
5 Jahre 2,22 3,5 2,18 29,4
7 Jahre 2,33 4,0 2,29 7,9
10 Jahre 2,43 3,4 2,40 -1,2
30 Jahre 2,88 1,7 2,86 -18,8

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:35 Mo, 17:30 % YTD
EUR/USD 1,1286 -0,25% 1,1313 1,1312 -1,6%
EUR/JPY 124,81 +0,23% 124,57 124,58 -0,7%
EUR/CHF 1,1228 +0,03% 1,1232 1,1231 -0,3%
EUR/GBP 0,8529 -0,42% 0,8562 0,8590 -5,2%
USD/JPY 110,60 +0,51% 110,11 110,12 +0,9%
GBP/USD 1,3232 +0,17% 1,3213 1,3169 +3,7%
Bitcoin
BTC/USD 3.885,88 -0,43% 3.892,12 3.951,69 +4,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 60,17 58,82 +2,3% 1,35 +29,4%
Brent/ICE 68,10 67,21 +1,3% 0,89 +24,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.316,27 1.322,11 -0,4% -5,84 +2,6%
Silber (Spot) 15,47 15,54 -0,5% -0,07 -0,2%
Platin (Spot) 860,41 859,00 +0,2% +1,41 +8,0%
Kupfer-Future 2,86 2,86 -0,0% -0,00 +8,3%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/raz

END) Dow Jones Newswires

March 26, 2019 10:04 ET ( 14:04 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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