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MÄRKTE USA/Berichtssaison und Konjunkturdaten bewegen Wall Street

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die US-Börsen zeigen sich am Donnerstag gegen Mittag (Ortszeit New York) mit leichten Bewegungen nach oben und unten. Erneut stehen Einzelkurse im Blick. Daneben gibt es eine Reihe von Konjunkturdaten zu verarbeiten, die ein uneinheitliches Bild zeichneten. Zudem gibt es Neuigkeiten im Brexit-Drama. Der Dow-Jones-Index gibt 0,3 Prozent auf 26.743 Punkte nach, gedrückt vom Mischkonzern 3M. Der S&P-500 notiert nahezu auf Vortagesniveau, während der Nasdaq-Composite um 0,5 Prozent zulegt.

Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist im September mit einem Minus von 1,1 Prozent stärker gesunken als Ökonomen mit einem Rückgang um 0,8 Prozent erwartet hatten. Der von IHS Markit erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg hingegen für Oktober auf 51,2 von 51,0 Punkte im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum.

Allerdings kommentierte IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson die Zahlen zurückhaltend. "Obwohl sich die Konjunktur von den jüngsten Tiefständen erholt hat, deuten die Umfragedaten auf ein annualisiertes BIP-Wachstum von lediglich knapp 1,5 Prozent zu Beginn des vierten Quartals hin", so Williamson. Zudem weise ein nahezu stagnierender Auftragseingang auf das Risiko, dass das Wachstum in den kommenden Monaten unter dem Trend bleibe.

Während die Berichtssaison auf Hochtouren läuft, wägen Teilnehmer ab, wie stark die Wirtschaft von dem Handelsstreit mit China getroffen wurde. Einige Unternehmen übertrafen die Prognosen, andere lösten mit ihren Quartalsberichten Verkäufe aus. Jeffrey Halley von Oanda sagt, die Kursbewegungen in dieser Woche seien vor allem von den Unternehmensberichten ausgegangen.


Tesla schreibt schwarze Zahlen - Aktie explodiert

Die Aktie des Elektroauto-Pioniers Tesla schießt um 16,9 Prozent nach oben, nachdem Tesla im dritten Quartal entgegen den Erwartungen schwarze Zahlen geschrieben hat. Für die Ford-Aktie geht es dagegen um 7,0 Prozent nach unten. Wegen schwächerer Absätze in China und eines intensiveren Wettbewerbs auf dem Heimatmarkt hat Ford den Ausblick für den operativen Gewinn gesenkt.

Microsoft steigen um 2,0 Prozent. Der Software-Konzern profitierte im ersten Quartal seines Geschäftsjahres einmal mehr vom Wachstum im Bereich Cloud. Die Ebay-Aktie verbilligt sich um 8,8 Prozent. Der Online-Marktplatz hat im dritten Quartal zwar trotz eines deutlichen Gewinnrückgangs besser als erwartet abgeschnitten, gab aber einen enttäuschenden Umsatzausblick für das saisonal wichtige Schlussquartal ab.

Für 3M geht es um 4,4 Prozent abwärts. Der Mischkonzern hat weniger umgesetzt und senkt die Prognose. Twitter brechen um 18,9 Prozent ein. Trotz guter Entwicklung bei den Kundenzahlen ist der Gewinn je Aktie nur ein Viertel so hoch wie erwartet. American Airlines gewinnen 2,8 Prozent. Das Unternehmen hat seinen Gewinnausblick für das laufende Jahr gesenkt, allerdings beim Gewinn im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen.


Macron-Aussagen drücken Euro und Pfund

Am Devisenmarkt geben Euro und Pfund nach. Laut "Times" wird die EU zwar einer Verschiebung des EU-Austritts Großbritanniens zustimmen. Allerdings wolle der französische Präsident lediglich eine Verlängerung des Austrittstermins von zwei Wochen gewähren. Die meisten Beobachter hatten mit einer Verlängerung bis Ende Januar gerechnet. Der britische Premierminister Boris Johnson strebt unterdessen für den 12. Dezember Neuwahlen an. Das Pfund verliert 0,6 Prozent auf 1,2842 Dollar. Der Euro gibt 0,3 Prozent nach auf 1,1103 Dollar.

Die Ölpreise legen etwas zu und bauen damit die kräftigen Gewinne vom Mittwoch aus, als die US-Rohöllagerbestände überraschend gesunken waren. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI gewinnt 0,4 Prozent auf 56,20 Dollar, die Sorte Brent steigt um 0,5 Prozent auf 61,50 Dollar.

Der Goldpreis zieht aufgrund der schwachen Daten zu den Auftragseingängen nach oben. Der Preis für die Feinunze steigt um 0,7 Prozent auf 1.502 Dollar. Auch Anleihen profitieren von den Konjunkturdaten. Die Rendite der zehnjährigen Papiere fiel mit steigenden Notierungen um 2,4 Basispunkte auf 1,74 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 26.742,77 -0,34 -91,18 14,64
S&P-500 3.003,42 -0,04 -1,10 19,81
Nasdaq-Comp. 8.161,39 0,51 41,60 23,00
Nasdaq-100 7.943,63 0,69 54,16 25,49

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,56 -0,8 1,57 36,1
5 Jahre 1,57 -2,4 1,59 -35,8
7 Jahre 1,66 -1,9 1,68 -58,9
10 Jahre 1,74 -2,4 1,77 -70,1
30 Jahre 2,23 -2,5 2,26 -83,7

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8.14 Uhr Mi, 18:06 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1103 -0,27% 1,1132 1,1119 -3,2%
EUR/JPY 120,55 -0,33% 120,90 120,77 -4,1%
EUR/CHF 1,1018 -0,08% 1,1026 1,1013 -2,1%
EUR/GBP 0,8646 +0,30% 0,8618 0,8629 -3,9%
USD/JPY 108,58 -0,06% 108,60 108,64 -1,0%
GBP/USD 1,2842 -0,55% 1,2918 1,2886 +0,6%
USD/CNH (Offshore) 7,0727 +0,13% 7,0660 7,0642 +3,0%
Bitcoin
BTC/USD 7.457,51 +0,35% 7.408,76 7.384,26 +100,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,20 55,97 +0,4% 0,23 +16,2%
Brent/ICE 61,50 61,17 +0,5% 0,33 +10,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.501,97 1.492,10 +0,7% +9,87 +17,1%
Silber (Spot) 17,79 17,57 +1,2% +0,22 +14,8%
Platin (Spot) 921,34 917,00 +0,5% +4,34 +15,7%
Kupfer-Future 2,66 2,67 -0,3% -0,01 +0,6%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err/raz

END) Dow Jones Newswires

October 24, 2019 12:40 ET ( 16:40 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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