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MÄRKTE USA/Börse dürfte mit Verlusten in die Woche starten

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Zum Start in die neue Woche zeichnen sich an den US-Börsen Verluste ab. Vor allem Technologiewerte dürften verkauft werden: Der Nasdaq-Future liegt vorbörslich 1,4 Prozent im Minus, während der S&P-Future 0,8 Prozent abgibt. Steigende Anleihezinsen weckten Befürchtungen, dass besonders die Technologiewerte zu hoch bewertet sein könnten, erklären Beobachter die höheren Abgaben in diesem Segment.

Anleger setzten auf die baldige Erholung der Wirtschaft dank der immer breiteren Verfügbarkeit von Impfungen gegen das Coronavirus und des von US-Präsident Joe Biden angestrebten Konjunkturpakets im Umfang von 1,9 Billionen Dollar. In Verbindung mit Inflationssorgen und der Aussicht auf unerwartet schnell steigende Zinsen hätten diese Erwartungen zu einem Ausverkauf bei Staatsanleihen geführt, berichten die Marktteilnehmer weiter. Sinkende Anleihenotierungen führten indessen im Gegenzug zu steigenden Renditen. Dies habe wiederum die Sorge geschürt, dass die schon hoch bewerteten Aktien im Vergleich zu den als risikoarm geltenden Anleihen an Attraktivität verlieren könnten.

Die Erwartung, dass sich die Wirtschaft erholen werde, manifestiere sich daneben auch in einer Rotation aus Technologiewerten, die den Anstieg der Aktienmärkte nach dem pandemiebedingten Einbruch angeführt hatten, in konjunktursensitive Sektoren wie Finanzen oder Energie, heißt es weiter.

Ansonsten ist die Nachrichtenlage am Montag dünn. An Konjunkturdaten wurde vorbörslich der Chicago Fed National Activity Index veröffentlicht, der im Januar auf einen Stand von plus 0,66 stieg. Eine halbe Stunde nach der Startglocke folgt der Index der Frühindikatoren, ebenfalls für Januar.


Triebwerksausfall belastet Boeing und Raytheon

Unter den Einzelwerten an der Börse werden Boeing vorbörslich 3,0 Prozent tiefer gestellt, nachdem am Wochenende eine Boeing 777-200 der United Airlines einen Triebwerksausfall verzeichnet hat. Alle Flugzeuge, in denen die gleichen Triebwerke des Herstellers Pratt & Whitney verbaut sind, müssen auf Anordnung der US-Luftfahrtbehörde überprüft werden und vorerst am Boden bleiben. Der Kurs von Raytheon Technologies, zu der Pratt & Whitney gehört, fällt um 2,1 Prozent.

Aktien von Fluggesellschaften profitieren derweil von einem positiven Analystenkommentar der Deutschen Bank, die Anlegern zum Kauf des Sektors rät. Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen und die Fortschritte bei den Impfungen liefen "in die richtige Richtung". American Airlines steigen um 6,3 Prozent, Southwest Airlines um 1,9 Prozent, Delta Air Lines um 2,2 Prozent und Alaska Air Group um 1,9 Prozent. United gewinnen trotz des Zwischenfalls vom Wochenende 1,7 Prozent.

Die Tesla-Aktie notiert vorbörslich 2,8 Prozent niedriger. Nachrichten zum Unternehmen gibt es nicht, allerdings sehen Beobachter einen Zusammenhang zur Entwicklung des Bitcoin. Neben der wachsenden Akzeptanz der Digitalwährung seitens von Unternehmen und steigenden Inflationserwartungen war Bitcoin in der jüngsten Zeit von Äußerungen des Tesla-CEO Elon Musk nach oben getrieben worden. Am Wochenende stieg die Kryptowährung bis knapp unter 58.000 Dollar und kommt aktuell deutlicher zurück. Musk hat zwischenzeitlich auf Twitter geschrieben, die Kurse von Bitcoin und Ether, einer anderen Kryptowährung, erschienen ihm "hoch".

Am Anleihemarkt steigen die Renditen derweil weiter. Zehnjährige US-Anleihen rentieren mit 1,37 Prozent und somit 3,6 Basispunkte höher als am Freitag.

Die Ölpreise legen deutlicher zu. Hier setzen die Akteure zum einen auf die Erholung der Wirtschaft. Zum anderen stützen die Produktionsausfälle in Teilen der USA nach Winterstürmen.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,11 -0,4 0,11 -0,8
5 Jahre 0,59 1,8 0,58 23,3
7 Jahre 0,99 1,9 0,97 34,3
10 Jahre 1,36 1,9 1,34 44,0
30 Jahre 2,14 0,7 2,13 49,2

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:18 Fr, 17:28 % YTD
EUR/USD 1,2144 +0,18% 1,2110 1,2134 -0,6%
EUR/JPY 128,09 +0,15% 128,01 128,07 +1,6%
EUR/CHF 1,0888 +0,21% 1,0881 1,0857 +0,7%
EUR/GBP 0,8657 +0,10% 0,8659 0,8656 -3,1%
USD/JPY 105,49 -0,02% 105,72 105,56 +2,1%
GBP/USD 1,4028 +0,09% 1,3988 1,4017 +2,7%
USD/CNH (Offshore) 6,4701 +0,30% 6,4668 6,4531 -0,5%
Bitcoin
BTC/USD 53.060,25 -7,55% 56.118,75 54.291,99 +82,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 59,92 59,24 +1,1% 0,68 +23,2%
Brent/ICE 63,37 62,91 +0,7% 0,46 +22,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.798,51 1.784,00 +0,8% +14,51 -5,2%
Silber (Spot) 27,45 27,28 +0,6% +0,17 +4,0%
Platin (Spot) 1.272,70 1.279,03 -0,5% -6,33 +18,9%
Kupfer-Future 4,09 4,07 +0,4% +0,02 +16,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/err

END) Dow Jones Newswires

February 22, 2021 08:49 ET ( 13:49 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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