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MÄRKTE USA/Börsen im Minus - Technologiewerte führen Talfahrt an

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Mit deutlichen Kursverlusten sind die US-Börsen in die neue Handelswoche gestartet. Der US-chinesische Handelskonflikt verdarb wieder einmal die Stimmung am US-Aktienmarkt. Denn das Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforum (Apec) am Wochenende hatte erneut gezeigt, wie groß die Differenzen zwischen beiden Staaten sind. Von Annäherung konnte keine Rede sein.

Dazu kamen schlechte Nachrichten aus der Immobilienwirtschaft. Eine Umfrage unter Wohnbauunternehmen ergab, dass diese mittlerweile die gestiegenen Hypothekenzinsen stark zu spüren bekommen. Die Stimmung in der Branche hat sich im November stark eingetrübt und ist auf dem tiefsten Punkt seit 2014 angelangt, berichtete der Branchenverband NAHB.

Das Thema steigende Zinsen beschäftigt allerdings nicht nur die Immobilienbranche. Es wird weithin erwartet, dass die US-Notenbank im Dezember erneut die Zinsen um 25 Basispunkte erhöht. Das wäre dann das vierte Mal in diesem Jahr. Eine Rede des New Yorker Fed-Chefs John C. Williams deutete nicht darauf hin, dass sich die Notenbank vom Kurs abbringen lässt. Williams verwies vielmehr auf die Stärke der US-Wirtschaft und die gute Beschäftigungslage. Dies bedeute, dass die Federal Reserve mit ihren schrittweisen Zinserhöhungen fortfahren werde.

Nicht zuletzt die feiertagsbedingt verkürzte Handelswoche dürfte ebenfalls dazu beigetragen haben, dass Anleger von Aktien lieber die Finger ließen. Am Donnerstag bleiben die US-Finanzmärkte wegen Thanksgiving geschlossen, am Freitag findet nur eine verkürzte Börsensitzung statt.

Der Dow-Jones-Index verlor 1,6 Prozent auf 25.017 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite sanken um 1,7 bzw. 3,0 Prozent. Dabei kamen auf 790 Kursgewinner 2.198 -verlierer. Unverändert schlossen 86 Titel. Das Umsatzvolumen war mit 906 Millionen (Freitag: 1,04 Milliarden) Aktien abermals vergleichsweise lebhaft.

Die überdurchschnittlich hohen Abgaben der Technologiewerte dürften auch auf das Konto eines Artikels im Wall Street Journal gegangen sein. Dort hieß es, Apple habe die Produktion des iPhone XR nunmehr zum zweiten Mal verringert. In der vergangenen Woche hatten mehrere Apple-Zulieferer ihre Ziele gesenkt und dies unter anderem damit begründet, dass ein wichtiger Kunde Ordervolumina gekürzt habe. Der Kunde wurde zwar nicht namentlich genannt, Beobachter vermuteten aber, dass es sich dabei um Apple handelt.

Am Wochenende hatte überdies Analyst Karl Ackerman von Cowen & Co gewarnt, dass die Apple-Produktionskürzungen die Chiphersteller hart treffen dürften, denn das Verhältnis von Angebot und Nachfrage sei im vierten Quartal dieses und im ersten Quartal kommenden Jahres ohnehin schon ungünstig. Ackerman rechnet daher mit sinkenden Chippreisen und hat seine Schätzungen für Micron und Western Digital gesenkt. Die Apple-Aktie verlor 4 Prozent. Micron büßten 6,6 Prozent ein und Western Digital 3,2 Prozent. Der Sektor Informationstechnologie gab um 3,8 Prozent nach.

Zweitschwächster Sektor waren Einzelhandelswerte mit durchschnittlichen Kursverlusten von 3,5 Prozent. Hier schienen die Anleger dem Weihnachtsgeschäft skeptisch entgegenzublicken, das traditionell am Black Friday, dem Freitag nach dem Feiertag Thanksgiving, beginnt.

Im Plus schlossen lediglich die Sektoren Versorger (+0,5 Prozent), Immobilien (+0,4 Prozent) und Banken (+0,2 Prozent).



Schwache Immobilienmarktdaten stützen Anleihemarkt


Die enttäuschenden Daten vom Immobilienmarkt und die Kursverluste an den Aktienmärkten verschafften dem Rentenmarkt etwas Zulauf, der sich aber nach den deutlichen Aufschlägen der vergangenen Woche in Grenzen hielt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank um 1 Basispunkt auf 3,05 Prozent. In der Vorwoche war der steilste Renditeabsturz seit Juni 2016 verbucht worden. Jüngste Daten zeigten, dass China seine Positionen an US-Anleihen den vierten Monat in Folge reduziert hat.

Der Dollar neigte nach dem Absturz am Freitag weiter zur Schwäche, auch belastet von den Immobilienmarktdaten. Der Euro kostete im späten US-Handel rund 1,1450 Dollar verglichen mit 1,1420 am Freitagabend. Allerdings hatte die Gemeinschaftswährung im Tagestief des Freitags weniger als 1,1330 Dollar gekostet. Fed-Vizechef Richard Clarida hatte den Greenback unter Druck gebracht. Er habe globale Risiken betont und klar gemacht, dass der Leitzins der US-Notenbank nahe dem neutralen Zins liege, so der Hinweis aus dem Handel.

Das Interesse an Gold war vergleichsweise gering, trotz des schwächeren Dollar, der das Edelmetall für Käufer aus anderen Währungsgebieten verbilligt, und der drohenden Finanzkrise in der Eurozone mit dem Sorgenkind Italien und den Brexit-Unwägbarkeiten bis hin zu einem Misstrauensvotum gegen die britische Premierministerin Theresa May. Die Feinunze legte um 0,2 Prozent zu auf 1.224 Dollar.



Französische Iran-Sanktionen verhelfen Ölpreis zu Stabilisierung


Am Erdölmarkt stabilisierten sich die Preise. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, unterstützt die EU geplante französische Sanktionen gegen Iran. Frankreich beschuldigt iranische Staatsbürger, einen Bombenanschlag vorbereitet zu haben. Damit dürfte Teheran noch mehr Schwierigkeiten haben, sein Öl auf den Markt zu bringen, zumal seit zwei Wochen Sanktionen der USA gegen Iran in Kraft sind. Gleichwohl gibt es noch immer ein Überangebot an Öl. Die für die US-Förderung wichtige Kennziffer "aktiver" Ölförderanlagen ist zuletzt gestiegen. Die Förderaktivitäten in den USA erreichten das höchste Niveau seit März 2015 - die Fördermenge bewegt sich auf Rekordständen. Zudem erreicht bislang mehr iranisches Rohöl den Markt als wegen der US-Sanktionen vermutet. In den Fokus rückt laut Marktteilnehmern nun die nächste Opec-Konferenz im Dezember. Dort müssten Förderkürzungen beschlossen werden, damit sich die Ölpreise nachhaltig erholen könnten, hieß es. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich zum Settlement um 0,5 Prozent auf 56,76 Dollar, der Preis für die global gehandelte Sorte Brent stieg um 3 Cent auf 66,79 Dollar je Fass. Im anschließenden elektronischen Handel setzten die Preise ihre Erholung fort.

Unter den Einzelaktien gewannen Roadrunner Transportation Systems um 3 Prozent. Elliott Management hat ihren Anteil an dem mit Problemen kämpfenden Logistiker erhöht. Die Beteiligungsgesellschaft hält bereits sämtliche Vorzugsaktien an Roadrunner.

Take-Two Interactive Software verbilligten sich um 7 Prozent. Auslöser war ein Bericht der New York Post, der die Möglichkeit eines Zusammenschlusses von Take-Two mit CBS und Viacom erörterte. CBS fielen um 4,4 Prozent und Viacom um 4,8 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 25.017,44 -1,56 -395,78 1,21
S&P-500 2.690,73 -1,66 -45,54 0,64
Nasdaq-Comp. 7.028,48 -3,03 -219,40 1,81
Nasdaq-100 6.642,92 -3,26 -224,10 3,85

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,77 -2,5 2,80 157,3
5 Jahre 2,86 -2,1 2,88 93,4
7 Jahre 2,96 -1,5 2,97 70,8
10 Jahre 3,05 -1,2 3,06 60,7
30 Jahre 3,31 -0,4 3,32 24,5

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:11 Fr, 17.15 % YTD
EUR/USD 1,1451 +0,29% 1,1395 1,1404 -4,7%
EUR/JPY 128,87 +0,04% 128,64 128,70 -4,7%
EUR/CHF 1,1381 -0,35% 1,1406 1,1418 -2,8%
EUR/GBP 0,8911 +0,16% 0,8887 0,8884 +0,2%
USD/JPY 112,54 -0,24% 112,81 112,85 -0,1%
GBP/USD 1,2851 +0,13% 1,2821 1,2836 -4,9%
Bitcoin
BTC/USD 4.976,96 -11,0% 5.456,84 5.579,22 -63,6%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 57,17 56,46 +1,3% 0,71 -1,6%
Brent/ICE 66,92 66,76 +0,2% 0,16 +5,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.223,76 1.221,20 +0,2% +2,56 -6,1%
Silber (Spot) 14,43 14,41 +0,1% +0,02 -14,8%
Platin (Spot) 852,90 846,70 +0,7% +6,20 -8,2%
Kupfer-Future 2,80 2,80 +0,0% +0,00 -16,5%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln

END) Dow Jones Newswires

November 19, 2018 16:12 ET ( 21:12 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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