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MÄRKTE USA/Börsen mit steigender Zuversicht fester

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Wall Street ist zur Wochenmitte nach der kräftigen Erholung am Dienstag erneut freundlich gestartet. Neben der an Fahrt gewinnenden Berichtssaison sorgen vor allem Meldungen zum Coronavirus für Bewegung an den Märkten. Zudem stützen gute Konjunkturdaten das Sentiment.

Der Dow-Jones-Index steigt kurz nach Handelsbeginn um 1,1 Prozent auf 29.111 Punkte. Für den S&P-500 geht es um 0,9 Prozent aufwärts, während der Nasdaq-Composite um 0,6 Prozent zulegt und ein neues Rekordhoch markiert hat.

Die Weltbank will zwar wegen der Virusausbreitung ihre globalen Wachstumsprognosen für dieses Jahr senken. Bei den Anlegern setzt sich allerdings zunehmend die Überzeugung durch, dass das Virus zwar die weltwirtschaftliche Erholung beeinträchtigen, jedoch nicht zum Stillstand bringen dürfte.

Medienberichten zufolge soll britischen Wissenschaftlern ein "bedeutender Durchbruch" bei der Suche nach einem Impfstoff gelungen sein, der allerdings zunächst an Tieren getestet werden müsse. Und aus China kommen bisher unbestätigte Berichte, wonach ein Forschungsteam der Universität Zhejiang ein wirksames Medikament zur Virus-Behandlung gefunden haben soll.

Die Nachricht über einen möglichen Impfstoff weckten bei Investoren Optimismus, so SEB-Chef-Rohstoffanalyst Bjarne Schieldrop. Derzeit gebe es hierzu jedoch nur spärliche Informationen und wenig Konkretes.


US-Unternehmen stellen kräftig neues Personal ein

Die US-Unternehmen haben im Januar ihren Personalbestand wesentlich stärker aufgestockt als erwartet. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden gegenüber dem Vormonat 291.000 Stellen. Analysten hatten nur ein Plus von 150.000 Jobs erwartet.

Derweil ist das Defizit in der US-Handelsbilanz im Dezember gestiegen. Es betrug nach vorläufigen Berechnungen 48,88 Milliarden Dollar nach revidiert 43,69 (vorläufig: 43,09) Milliarden im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 48,30 Milliarden Dollar gerechnet. Erstmals seit 2013 ist das Handelsdefizit 2019 jedoch etwas gesunken, da die Amerikaner angesichts der Handelszölle und des langsameren Wachstums weniger aus Übersee importierten.

Die Geschäftsaktivität in der US-Dienstleistungsbranche hat sich im Januar lebhafter als im Vormonat gezeigt und dabei die Prognosen übertroffen. Der von IHS Markit für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex erhöhte sich auf 53,4 von 52,8 Punkten. Volkswirte hatten mit 53,2 gerechnet. Der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex des nicht-verarbeitenden Gewerbes erhöhte sich auf 55,5 (Vormonat: 54,9). Ökonomen hatten nur einen leichten Anstieg auf 55,0 prognostiziert.


Ölpreise auf Erholungskurs

Am Ölmarkt profitieren die Ölpreise von der Entspannung um den Coronavirus. Der Preis für die europäische Sorte Brent steigt um 3,9 Prozent auf 56,05 Dollar, die US-Referenzsorte WTI um 3,7 Prozent auf 51,47 Dollar. Impulse könnten im Handelsverlauf von den wöchentlichen offiziellen Zahlen zur Entwicklung der US-Rohöllagerbestände kommen. Die am Vortag vom privaten Branchenverband API vorgelegten Zahlen zeigten einen Anstieg der Bestände um 4,2 Millionen Barrel.

Die Nachfrage nach vermeintliche "sicheren Anlagen" wie Gold und US-Anleihen hat angesichts der wieder etwas zuversichtlicheren Stimmung leicht nachgelassen. Der Preis für die Feinunze Gold notiert bei 1.555 Dollar gegenüber einem Tageshoch von rund 1.563 Dollar. Für die Rendite zehnjähriger US-Anleihen geht es bei sinkenden Notierungen um 4,9 Basispunkte nach oben auf 1,65 Prozent.

Auch am Devisenmarkt macht sich das positivere Sentiment der Anleger über einen stärkeren Dollar bemerkbar. Der Euro notiert aktuell bei 1,1012 Dollar gegenüber 1,1039 am Mittwochmorgen.


Berichtssaison läuft auf vollen Touren - Ford knicken ein

General Motors steigen 1,3 Prozent. Der US-Autobauer ist im vierten Quartal wegen eines langen Streiks der Arbeiter in die Verlustzone gerutscht. Im laufenden Jahr soll sich die Geschäftsentwicklung jedoch wieder bessern.

Ford knicken um 9,7 Prozent ein. Schwächere Absätze in China und ein intensiverer Wettbewerb auf dem Heimatmarkt haben dem US-Autobauer im vierten Quartal zu schaffen gemacht. Der operative Gewinn sackte um zwei Drittel ab, unter dem Strich schrieb der Konzern tiefrote Zahlen. Nicht zuletzt blieb der Ausblick für 2020 hinter den Erwartungen zurück.

Walt Disney hat mit dem Gewinn für das erste Geschäftsquartal die Erwartungen des Marktes übertroffen und konnte zudem mit dem starken Start seines neuen Streamingdienstes punkten. Die Zahl der Abonnenten von Disney+ hat sich in den drei Monaten mehr als verdoppelt. Nachdem die Aktie zuletzt gut gelaufen ist, gibt sie nun 1,0 Prozent nach.

Die US-Kaufhauskette Macy's will in den kommenden drei Jahren 125 Filialen schließen und 10 Prozent der Belegschaft streichen. Damit räumt sie ein, dass gut ein Fünftel ihrer Standorte nicht gut läuft, weil immer mehr Kunden online einkaufen und seltener in Einkaufszentren gehen. Bei den Anlegern kommen die Pläne gut an, der Aktienkurs legt 2,3 Prozent zu.

Der Musik-Streamingdienst Spotify hat die Zahl seiner Abonnenten im vierten Quartal stärker als erwartet gesteigert. Unter dem Strich rutschte das Unternehmen allerdings wegen Investitionen in Podcasts in die Verlustzone. Die Aktie gibt 3,8 Prozent nach.

Snap brechen 9,3 Prozent ein, nachdem der Betreiber des Instant-Messaging-Dienstes Snapchat einen enttäuschenden Ausblick gegeben hatte. Dass Snap trotz der Konkurrenz durch andere Anbieter Nutzer gewann, half nicht, zumal der Umsatz nicht so stark stieg wie von Analysten erwartet.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 29.110,63 1,05 303,00 2,00
S&P-500 3.326,47 0,88 28,88 2,96
Nasdaq-Comp. 9.522,40 0,57 54,42 6,13
Nasdaq-100 9.379,34 0,49 45,28 7,40

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,44 3,2 1,41 24,1
5 Jahre 1,46 3,6 1,42 -46,4
7 Jahre 1,57 4,9 1,52 -68,0
10 Jahre 1,65 4,9 1,60 -79,5
30 Jahre 2,13 5,0 2,08 -93,7

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:26 Uhr Di, 17.31 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1006 -0,35% 1,1039 1,1035 -1,9%
EUR/JPY 120,82 -0,07% 120,69 120,74 -0,9%
EUR/CHF 1,0717 +0,12% 1,0693 1,0706 -1,3%
EUR/GBP 0,8484 +0,10% 0,8482 0,8471 +0,2%
USD/JPY 109,80 +0,30% 109,33 109,41 +0,9%
GBP/USD 1,2975 -0,43% 1,3014 1,3027 -2,1%
USD/CNH (Offshore) 6,9691 -0,34% 7,0032 6,9883 +0,0%
Bitcoin
BTC/USD 9.428,75 +2,84% 9.265,26 9.205,76 +30,8%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 51,47 49,61 +3,7% 1,86 -15,3%
Brent/ICE 56,05 53,96 +3,9% 2,09 -14,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.554,93 1.552,75 +0,1% +2,18 +2,5%
Silber (Spot) 17,59 17,60 -0,0% -0,01 -1,4%
Platin (Spot) 974,30 964,90 +1,0% +9,40 +1,0%
Kupfer-Future 2,58 2,54 +1,4% +0,04 -7,8%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err/raz

END) Dow Jones Newswires

February 05, 2020 10:19 ET ( 15:19 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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S&P 500 Indikation (BNP) 3.611,75 -0,88%
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