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MÄRKTE USA/Börsen mit Verlusten - Nasdaq erneut unter Druck

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Nach einem schwachen Wochenstart zeigen sich die US-Börsen am Dienstag erneut mit Verlusten. Vor allem Technologiewerte werden kräftig abverkauft. Gegen Mittag (Ortszeit New York) notiert der Dow-Jones-Index 0,5 Prozent leichter bei 31.381 Punkten, der S&P-500 gibt 0,8 Prozent nach. Für den technologielastigen Nasdaq-Composite geht es um 2,1 Prozent nach unten. Kurz nach Handelsbeginn war der Nasdaq zeitweise sogar um über 3 Prozent eingebrochen.

Nach wie vor sind es die zuletzt kräftig gestiegenen US-Anleihezinsen, die das Interesse der Anleger an riskanteren Anlageklassen wie Aktien dämpfen. Mit dem jüngst erreichten Jahreshoch von 1,39 Prozent im Zehnjahresbereich lagen die Rendite nur noch knapp unter der durchschnittlichen Dividendenrendite des S&P-500 von derzeit rund 1,50 Prozent.

Als Grund für den Rückzug der Anleger speziell aus Technologiewerten nennen Marktbeobachter das nunmehr absehbare Ende der Corona-Krise. Nicht zuletzt wegen der immer breiter verfügbaren Impfungen stellten mehr und mehr Länder die Lockerung oder Aufhebung der Beschränkungen in Aussicht, die zur Eindämmung der Pandemie angeordnet worden waren. Für Nutznießer der Pandemie, etwa den Online-Handel oder die Anbieter von Technologie für die Arbeit von zu Hause, könnten die Geschäfte nun wieder schlechter laufen.


Powell bestätigt lockere Geldpolitik

Der Fokus der Anleger richtete sich auf den Auftritt des US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des US-Senats. Der Fed-Chef hat - wie weithin erwartet - die Verpflichtung der US-Zentralbank bekräftigt, die lockere Geldpolitik beizubehalten, bis sich die Wirtschaft weiter von den Auswirkungen der Pandemie erholt hat. "Die Wirtschaft ist weit von unseren Beschäftigungs- und Inflationszielen entfernt", sagte Powell laut vorbereitetem Redetext.

Die Fed werde weiterhin die Wirtschaft mit Zinssätzen nahe Null und groß angelegten Käufen von Wertpapieren unterstützen, bis "substanzielle weitere Fortschritte erzielt wurden". Dies werde "wahrscheinlich einige Zeit dauern", fügte er hinzu. Stetige Fortschritte bei den Impfungen und fiskalische Anreize hätten die Aussichten für die Wirtschaft verbessert, so Powell.

Mit Blick auf die Inflation sagte Powell, er rechne zwar mit einem "temporären Anstieg", aber nicht damit, dass die Fiskal- und Geldpolitik zu einem "großen Ausbruch" führen werde. Inmitten der Erholung dürfte die Inflation "volatil" sein.

Konjunkturseitig hat sich die Stimmung der für die US-Wirtschaft so wichtigen Verbraucher im Februar verbessert. Der Index des Verbrauchervertrauens für Februar stieg etwas stärker als von Ökonomen erwartet.


Fehlender Ausblick belastet Home Depot

Geschäftszahlen hat vorbörslich die Baumarktkette Home Depot (-4,2%) vorgelegt. Das Unternehmen hat im vierten Quartal besser abgeschnitten als erwartet, wagt aber wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen ungewissen Ertragsaussichten keinen Ausblick.

Besser als erwartet hat auch Macy's (+1,0%) abgeschnitten. Die Kaufhauskette hat von den Hilfszahlungen an die US-Privathaushalte profitiert, mit denen während der Krise der Konsum angekurbelt werden sollte.

Um 5,1 Prozent abwärts geht es mit Tesla. Beobachter sehen hier erneut einen Zusammenhang mit Bitcoin. Die Kryptowährung, die erst am Sonntag bei etwa 58.000 Dollar ein Rekordhoch markiert hat, fällt am Dienstag erneut kräftig zurück. Einen wesentlichen Anteil am Anstieg von Bitcoin in den zurückliegenden Wochen hatten Äußerungen von Tesla-CEO Elon Musk. Am Wochenende schrieb er jedoch auf Twitter, der Kurs erscheine ihm "hoch". Druck kommt am Dienstag auch von US-Finanzministerin Janet Yellen, die in einem Interview mit dem zur New York Times gehörenden "Dealbook" den Bitcoin als "extrem ineffizient" bezeichnete und den hohen Energieverbrauch bei Bitcoin-Transaktionen kritisierte.

Der Medizintechnik-Konzern Medtronic (+2,6%) hat im dritten Geschäftsquartal deutlich weniger verdient, aber die Erwartungen übertroffen. Einen Ausblick für das laufende Jahr traut sich der Konzern angesichts der herrschenden Unsicherheit nicht zu.


Anleiherendite gibt nach Powell-Aussagen nach

Die Rendite 10-jähriger US-Anleihen gibt nach den Aussagen von Fed-Chef Powell 0,5 Basispunkt nach auf 1,36 Prozent. Der Dollar zeigt sich gut behauptet. Der Dollarindex legt 0,1 Prozent zu.

Die Ölpreise pendeln auf und ab. Hier dürften nach dem jüngsten Anstieg zum Teil Gewinne mitgenommen werden. Gestützt werden die Preise nach Aussagen aus dem Handel davon, dass die wegen der Winterstürme unterbrochene Ölförderung in Texas nur langsam wieder anläuft. Auch die Rally bei anderen Rohstoffen gebe dem Öl Rückenwind. Und nicht zuletzt hätten mehrere Analysten ihre Ölpreisprognosen nach oben genommen, weil sie für den Rest des Jahres ein knapperes Angebot erwarteten.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 31.380,57 -0,45 -141,12 2,53
S&P-500 3.845,14 -0,81 -31,36 2,37
Nasdaq-Comp. 13.253,29 -2,07 -279,76 2,83
Nasdaq-100 12.981,62 -1,83 -242,12 0,72

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,11 0,0 0,11 -0,8
5 Jahre 0,58 -1,6 0,60 21,9
7 Jahre 0,98 -1,9 1,00 33,1
10 Jahre 1,36 -0,5 1,36 43,9
30 Jahre 2,18 0,4 2,18 53,3

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:39 Mo, 17:25 % YTD
EUR/USD 1,2149 -0,09% 1,2174 1,2147 -0,5%
EUR/JPY 127,81 +0,03% 127,98 127,64 +1,4%
EUR/CHF 1,0961 +0,59% 1,0903 1,0887 +1,4%
EUR/GBP 0,8619 -0,27% 0,8645 0,8642 -3,5%
USD/JPY 105,20 +0,13% 105,13 105,08 +1,9%
GBP/USD 1,4095 +0,18% 1,4081 1,4055 +3,1%
USD/CNH (Offshore) 6,4680 +0,05% 6,4613 6,4705 -0,5%
Bitcoin
BTC/USD 47.321,65 -12,67% 49.979,00 53.682,72 +62,9%


ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 61,58 61,70 -0,2% -0,12 +26,5%
Brent/ICE 65,32 65,24 +0,1% 0,08 +26,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.806,52 1.809,74 -0,2% -3,22 -4,8%
Silber (Spot) 27,56 28,18 -2,2% -0,62 +4,4%
Platin (Spot) 1.234,68 1.275,98 -3,2% -41,30 +15,4%
Kupfer-Future 4,18 4,14 +1,0% +0,04 +18,9%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err/cln

END) Dow Jones Newswires

February 23, 2021 12:23 ET ( 17:23 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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