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MÄRKTE USA/Börsen stabilisieren sich nach Ausverkauf

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Nach dem extrem schwachen Vortag haben sich die US-Börsen am Donnerstag mehr oder weniger stabilisiert. Der Dow-Jones-Index gewann 0,4 Prozent auf 25.579 Punkte, der S&P-500 stieg um 0,2 Prozent, während der Nasdaq-Composite um 0,1 Prozent nachgab. Dabei wurden 1.603 Kursgewinner und 1.353 -verlierer gesehen. Unverändert schlossen 76 Titel.

Ein Satz starker Konjunkturdaten vermochte die Stimmung kaum aufzuhellen. Sowohl Einzelhandelsumsatz als auch die Produktivität, sowohl Philly-Fed- als auch Empire-State-Index überraschten auf der positiven Seite. Allerdings blieb die Industrieproduktion unter den Prognosen, und die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten fielen minimal schwächer aus als erwartet. Neue Zahlen von Unternehmen erbrachten überwiegend Freundliches.

Am Vortag war mit der Inversion der Zinskurve am Anleihenmarkt ein Signal gesendet worden, das gemeinhin als Zeichen einer drohenden Rezession gesehen wird. Zudem hatten schwache Daten aus China und Deutschland den Abwärtstrend der weltweiten Wirtschaft bestätigt. Nun sorgten auch unterschiedliche Meldungen zum US-chinesischen Handelskonflikt für ein Auf und Ab. Einerseits belastete die chinesische Drohung von Gegenmaßnahmen gegen die US-Strafzölle, andererseits stützten Medienberichte, laut denen sich China auf halbem Weg mit den USA treffen will.

Beschwichtigende Worte des Präsidenten der Federal Reserve von St. Louis, James Bullard, dürften ebenfalls etwas zur Beruhigung der Anleger beigetragen haben. Nach Meinung von Bullard steht die US-Wirtschaft fundamental immer noch gut da. Es sei aber nicht klar, inwieweit ein weltweiter Abschwung die US-Konjunktur in Mitleidenschaft ziehen werde. Zur zeitweise inversen Zinskurve sagte er, diese wäre nur dann ein bearishes Signal, wenn der Zustand länger andauern würde.

Unterdessen sind die Erwartungen weiter gestiegen, dass die US-Notenbank im September die Zinsen gleich um 50 Basispunkte senkt. Die Fed-Fund-Futures preisten am Donnerstag eine Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent ein, dass es dazu kommt. Am Mittwoch waren es nur 20 Prozent gewesen.



Anleihen weiter gesucht


Am Anleihemarkt ging die Rally weiter; die positiven Konjunkturdaten bremsten den Anstieg der Notierungen nur vorübergehend. Auch wenn die Rendite der zweijährigen Treasurys wieder unter der der zehnjährigen lag, ist eine Inversion und damit die Rückkehr des Rezessionsgespensts jederzeit denkbar. Im späten Handel fiel die Zehnjahresrendite um 7 Basispunkte auf 1,51 Prozent. Derweil fiel die Dreißigjahresrendite unter 2 Prozent, was zuvor noch nie der Fall war.

Der Dollar rückte mit dem starken Set an Wirtschaftsdaten etwas gegen den Euro vor. Auf der anderen Seite schwächte EZB-Ratsmitglied Olli Rehn die Gemeinschaftswährung mit der Forderung, die Europäische Zentralbank sollte ihre Geldpolitik im September deutlich lockern. Der Euro fiel auf etwa 1,1110 Dollar zurück. Im Tageshoch hatte er knapp unter 1,1160 Dollar notiert.

Mit den sinkenden Anleiherenditen erfuhr das Gold verstärkten Zulauf. Niedrige Zinsen machen das zinslos gehaltene Edelmetall für Anleger attraktiver. Der Preis für die Feinunze stieg um 0,4 Prozent auf 1.523 Dollar.

Der Ölmarkt stand abermals im Bann der Konjunktursorgen. Die Akteure bezweifelten, dass die Ankündigung der US-Regierung vom Dienstag, die Einfuhr von weiteren Strafzöllen auf bestimmte chinesische Güter bis Mitte Dezember zu verschieben, den befürchteten Nachfragerückgang verhindern könne, hieß es aus dem Handel. Die US-Sorte WTI fiel um 1,4 Prozent auf 54,47 Dollar je Fass, Brent verlor 2,1 Prozent auf 58,23 Dollar.



Cisco schwach - Walmart stark


Bei den Einzelwerten standen noch immer Quartalszahlen im Blick. So sackten Cisco Systems um 8,6 Prozent ab. Der Kommunikationsausrüster hat mit Zahlen einen Ausblick geliefert, der knapp unter den bislang kursierenden Analystenschätzungen lag. Im vierten Geschäftsquartal war der Cisco-Gewinn derweil zwar um 42 Prozent auf 2,21 Milliarden Dollar eingebrochen, auf bereinigter Basis und je Aktie schnitt Cisco aber dennoch besser ab als Analysten erwartet hatten. Auch der 4,6 Prozent höhere Umsatz von 13,43 Milliarden Dollar fiel knapp höher aus als erwartet.

Walmart zeigten sich 6,1 Prozent im Plus, nachdem das Unternehmen Quartalszahlen vorgelegt hatte. Der US-Einzelhandelsriese hat auch im zweiten Quartal besser abgeschnitten als am Markt erwartet und wird mit Blick auf das Gesamtjahr zuversichtlicher.

Deutlich aufwärts ging es auch mit J.C. Penney. Der Einzelhändler hatte einen niedrigeren Verlust ausgewiesen als befürchtet worden war und will ins Geschäft mit Secondhand-Kleidung einsteigen. Die Titel stiegen um 2,1 Prozent.

Der chinesische Online-Händler Alibaba hat im ersten Geschäftsquartal von der ungebrochenen Konsumfreude seiner Kunden profitiert. Das in den USA börsennotierte Unternehmen steigerte Umsatz und Gewinn kräftig. Die Aktie gewann 3,0 Prozent.

Netapp-Aktien stiegen um 3,9 Prozent. Der Datenspeicherexperte hat einen über den Erwartungen liegenden Ausblick abgegeben und auch mit seinem bereinigten Quartalsgewinn die Schätzungen des Marktes übertroffen.

Der Laborausstatter Agilent Technologies übertraf mit seinen Geschäftszahlen ebenfalls die Konsensprognosen und präzisierte zudem seinen Jahresausblick. Die Aktie sprang um 6,1 Prozent nach oben.

Der Kurs der Revlon-Aktie kletterte um 5,5 Prozent. Auslöser war ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach der Kosmetikkonzern informierten Personen zufolge "strategische Alternativen" prüft, wozu ein Verkauf des ganzen Unternehmens oder Teilen davon gehören könnte.

Pivotal Software haussierten um rund 69 Prozent. Auslöser war Übernahmefantasie. Einer Mitteilung an die Börsenaufsicht zufolge verhandelt das mit Problemen kämpfende Softwareunternehmen mit der ehemaligen Mutter VMware über eine Übernahme. VMware verloren 7,0 Prozent.

General Electric brachen um gut 11 Prozent ein. In einer Analyse wirft der renommierte Bilanzexperte Harry Markopolos dem Konzern vor, das Ausmaß seiner finanziellen Probleme zu verstecken und ungenaue oder sogar verfälschte Finanzberichte zu veröffentlichen.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 25.579,39 0,39 99,97 9,65
S&P-500 2.847,60 0,25 7,00 13,59
Nasdaq-Comp. 7.766,62 -0,09 -7,32 17,05
Nasdaq-100 7.484,89 -0,07 -5,24 18,25

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,47 -10,2 1,58 27,1
5 Jahre 1,40 -9,0 1,49 -52,6
7 Jahre 1,45 -8,3 1,54 -79,4
10 Jahre 1,51 -7,2 1,58 -93,7
30 Jahre 1,96 -5,7 2,02 -110,5

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 07:43 Uhr Mi, 17:28 % YTD
EUR/USD 1,1113 -0,26% 1,1149 1,1143 -3,1%
EUR/JPY 117,84 +0,01% 118,08 117,90 -6,3%
EUR/CHF 1,0849 +0,07% 1,0854 1,0847 -3,6%
EUR/GBP 0,9176 -0,68% 0,9248 0,9235 +2,0%
USD/JPY 106,04 +0,27% 105,91 105,80 -3,3%
GBP/USD 1,2110 +0,40% 1,2055 1,2066 -5,1%
USD/CNY 7,034 +0,14% 7,0292 7,0237 +2,3%
Bitcoin
BTC/USD 10.076,50 -0,92% 9.684,00 10.458,00 +170,9%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 54,65 55,23 -1,1% -0,58 +14,2%
Brent/ICE 58,34 59,48 -1,9% -1,14 +5,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.523,16 1.516,50 +0,4% +6,66 +18,8%
Silber (Spot) 17,24 17,22 +0,1% +0,02 +11,2%
Platin (Spot) 841,51 844,50 -0,4% -2,99 +5,7%
Kupfer-Future 2,59 2,59 0% 0 -2,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/

END) Dow Jones Newswires

August 15, 2019 16:11 ET ( 20:11 GMT)

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