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MÄRKTE USA/Börsen uneinheitlich am Tag nach der Zinssenkung

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Wall Street hat am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Etwas gestützt wurde der Handel von guten Konjunkturdaten und Hoffnungen auf Fortschritte im US-chinesischen Handelsstreit. Im Übrigen verdauten die Anleger am Tag nach der Fed-Entscheidung nochmals die Aussagen. Fed-Chef Jerome Powell hatte angedeutet, dass es weniger Sicherheit über den Zinspfad gebe als noch im Juli. Die Entscheidungen müssten Sitzung für Sitzung getroffen werden. Hinzu kommt, dass die Notenbanker bei der Zinssenkung um 25 Basispunkte und beim Zinsausblick geteilter Meinung waren. Damit bleibt die Tür für weitere Zinssenkungen prinzipiell offen.

Der Dow-Jones-Index gab 0,2 Prozent nach auf 27.095 Punkte. Der S&P-500 schloss unverändert bei 3.007 Punkten, während der Nasdaq-Composite 0,1 Prozent zulegte auf 8.183 Punkte. Den 1.502 (Mittwoch: 1.354) Kursgewinnern an der NYSE standen 1.446 (1.569) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 79 (110) Aktien.

Investoren hatten sich eine stärkere Indikation für den weiteren Zinspfad der Währungshüter erhofft, wie Chefmarktanalyst Michael Hewson von CMC Markets sagte. Die Unsicherheit sei angesichts des Handelskonflikts, des Brexit und der Iran-Krise ohnehin groß: "Wir sind nicht wirklich weiter als vor 24 Stunden", so Hewson.

Eine Reihe von Konjunkturdaten belegten derweil die Stärke der US-Wirtschaft: Der Philadelphia-Fed-Index und die wöchentlichen Daten zum Arbeitsmarkt fielen etwas besser aus als erwartet, wie auch Daten zum Immobilienmarkt und der Index der Frühindikatoren. Die Leistungsbilanz entsprach den Erwartungen.

Auf der anderen Seite hatte die OECD ihre Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr auf 2,9 Prozent von 3,2 Prozent im Mai gesenkt. Die Prognose für 2020 wurde auf 3,0 (zuvor: 3,4) Prozent zurückgenommen. Die eskalierenden Handelsspannungen beeinträchtigten immer stärker Stimmung und Investitionen, erhöhten die politische Unsicherheit, verringerten die Risikoneigung der Märkte und gefährdeten so das künftige Wirtschaftswachstum, hieß es zur Begründung.


WTI-Ölpreis tritt auf der Stelle - Saudis müssen importieren

Die starken Schwankungen bei den Ölpreisen setzten sich fort. Nach der Schwäche am Vortag ging es nun wieder nach oben. Hintergrund war ein Bericht des Wall Street Journal, wonach die saudische Ölgesellschaft Aramco verarbeitete Ölprodukte wie Diesel und Benzin für den heimischen Konsum nachfragt, um Rohöl für den Export anbieten zu können. Außerdem soll Saudi-Arabien den Irak nach 20 Millionen Barrel Öl gefragt haben. Der US-Sorte WTI ging zum Handelsende jedoch die Puste aus. Der Preis für WTI erhöhte sich zum US-Settlement noch um 2 Cent auf 58,13 Dollar, Brent stieg um 1,3 Prozent auf 64,40 Dollar.

Am Devisenmarkt fiel der Dollar leicht nach den Gewinnen, die er am Vortag mit der Fed-Entscheidung verbucht hatte. Offenbar hatten einige Teilnehmer mit stärkeren Lockerungssignalen gerechnet, nun kam es zu einer Gegenbewegung.

Der Euro notierte bei 1,1044 Dollar nach 1,1030 Dollar am Vorabend. Daneben standen eine Reihe von Zinsentscheidungen im Blick. Die japanische Notenbank ließ ihre Geldpolitik unverändert, was dem Yen Auftrieb verlieh. Auch der Franken profitierte davon, dass die Schweizerische Nationalbank die Füße stillhielt. Das britische Pfund erholte sich nach dem von der Bank of England unverändert belassenen Leitzins, hatte aber im Vorfeld nachgegeben.

Der Goldpreis erholte sich von den Vortagesabgaben, als die Entscheidung der US-Notenbank ihn unter Druck gebracht hatte. Die Feinunze pendelte wie schon seit zwei Wochen um die 1.500er-Marke. Zum US-Settlement fiel das Edelmeteall jedoch um 0,6 Prozent auf 1.506,20 Dollar.

US-Anleihen setzten ihren Anstieg fort. Die Zehnjahresrendite fiel im Gegenzug um 0,2 Basispunkt auf 1,79 Prozent. Damit erholten sie sich wieder von den Abgaben nach der US-Zinssenkung. Vorübergehend wurde der Anstieg von einem erneuten Repo-Geschäft über 75 Milliarden Dollar der US-Notenbank gebremst. Dies war bereits die dritte Operation dieser Art am Geldmarkt in dieser Woche.


Datadog mit fulminantem Börsendebüt

Die Aktien von Chipherstellern legten zu, nachdem sich Analysten positiv zum Ausblick für den Sektor geäußert hatten. Broadcom verbesserten sich um 1,0 Prozent, AMD gaben anfängliche Gewinne allerdings wieder ab und schlossen schließlich 0,4 Prozent leichter.

Halbleiterhersteller sind einem höheren Risiko ausgesetzt aufgrund ihres China-Geschäfts", so Analyst Ben Barzideh von Piershale Financial. "Sollte es jedoch zu Fortschritten in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China kommen, dürfte der Sektor hiervon mit am meisten profitieren".

Microsoft stiegen um 1,8 Prozent mit der Ankündigung einer 11 Prozent höheren Quartalsdividende und dem Rückkauf von eigenen Aktien im Volumen von bis zu 40 Milliarden US-Dollar. Es ist das dritte Mal, dass der Board des Konzerns ein Rückkaufprogramm dieser Größe genehmigt hat.

Datadog feierten ein fulminantes Börsendebüt an der Wall Street. Die Titel schossen an ihrem ersten Handelstag zeitweise um mehr als 50 Prozent in die Höhe und schlossen schließlich bei 37,55 Dollar und damit 39 Prozent über dem Ausgabepreis von 27 Dollar.

Für die Cisco-Aktie ging es hingegen um 0,3 Prozent nach unten. Das Unternehmen hatte vor dem Börsengang von Datadog angekündigt, den Cloud-Spezialisten übernehmen zu wollen. Cisco bot zwar mehr als die 7 Milliarden Dollar, die Datadog bei seinem Börsengang angestrebt hat, das Unternehmen lehnte die Offerte laut informierten Personen aber ab.

Navistar gewannen 2,4 Prozent. Der US-Nutzfahrzeughersteller erwartet bis 2022 eine Verbesserung seiner Vorsteuermarge auf 10 Prozent, 2024 soll sie schon 12 Prozent erreichen, teilte das Unternehmen mit, an dem die Volkswagen-Tochter Traton eine Beteiligung von 17 Prozent hält.

Für die Aktie des Stahlherstellers U.S. Steel ging es um 11,2 Prozent abwärts. Der Konzern hatte die Prognose für die Auslieferungen im laufenden Jahr erneut gesenkt. Im Schlepptau fielen Nucor um 0,3 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.094,79 -0,19 -52,29 16,15
S&P-500 3.006,79 0,00 0,06 19,94
Nasdaq-Comp. 8.182,88 0,07 5,49 23,32
Nasdaq-100 7.901,79 0,17 13,24 24,83

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,74 -1,2 1,75 54,0
5 Jahre 1,66 -1,7 1,68 -26,5
7 Jahre 1,74 -1,2 1,76 -50,5
10 Jahre 1,79 -0,2 1,80 -65,1
30 Jahre 2,24 -0,9 2,24 -83,2

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 7:35 Uhr Mi, 17:26 % YTD
EUR/USD 1,1044 +0,10% 1,1040 1,1063 -3,7%
EUR/JPY 119,31 -0,24% 119,09 119,69 -5,1%
EUR/CHF 1,0964 -0,28% 1,0998 1,1002 -2,6%
EUR/GBP 0,8820 -0,28% 0,8851 0,8862 -2,0%
USD/JPY 108,05 -0,33% 107,87 108,19 -1,5%
GBP/USD 1,2522 +0,38% 1,2474 1,2484 -1,9%
USD/CNY 7,0966 +0,15% 7,103 7,0860 +3,2%
Bitcoin
BTC/USD 10.107,50 -0,77% 9.868,82 10.158,94 +171,8%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 58,38 58,11 +0,5% 0,27 +21,5%
Brent/ICE 64,54 63,60 +1,5% 0,94 +16,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.498,44 1.494,00 +0,3% +4,44 +16,8%
Silber (Spot) 17,77 17,78 -0,1% -0,01 +14,7%
Platin (Spot) 939,11 932,50 +0,7% +6,61 +17,9%
Kupfer-Future 2,60 2,60 -0,1% -0,00 -2,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err/ros

END) Dow Jones Newswires

September 19, 2019 16:21 ET ( 20:21 GMT)

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