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MÄRKTE USA/Brexit-Deal stützt etwas - Unsicherheit bleibt

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Einigung auf einen Austrittsvertrag zwischen Großbritannien und der EU sorgt an der Wall Street am Donnerstag zur Eröffnung für ein leichtes Plus. Doch trotz der Zuversicht von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Premierminister Boris Johnson, einen für beide Seiten überzeugenden Deal erreicht zu haben, bleiben Unsicherheiten. So zeigen sich Diplomaten skeptisch, ob es durch das britische Parlament und die EU-Länder bis zum 31. Oktober noch eine Zustimmung geben werde.

Zudem es gibt erneut Widerstand von der nordirischen Partei DUP, auf deren Zustimmung Premierminister Johnson im Unterhaus angewiesen ist. Auch der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, rief die Abgeordneten auf, das Abkommen abzulehnen. Damit wird eine Zustimmung durch das Parlament unsicherer. Die Sitzung ist für Samstag geplant.

Vor diesem Hintergrund legt sich die zwischenzeitliche Freude an den europäischen Aktienmärkten zum größten Teil wieder und auch das Pfund, das mit der Einigung auf den höchsten Stand seit fünf Monaten bei knapp 1,30 Dollar gestiegen war, kommt wieder deutlicher zurück.

Der Dow-Jones-Index gewinnt kurz nach der Eröffnung 0,3 Prozent auf 27.081 Punkte. Der S&P-500 klettert um 0,5 Prozent und der Nasdaq-Composite verbessert sich um 0,6 Prozent.

Zudem bleibt der US-chinesische Handelsstreit ungelöst. Daneben dominiert die Berichtssaison weiterhin das Sentiment. Hier hatte am Mittwoch nachbörslich IBM mit den Quartalszahlen enttäuscht.

Die am Berichtstag veröffentlichten US-Konjunkturdaten haben bislang mehrheitlich enttäuscht. So hat sich die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia im Oktober spürbar eingetrübt. Der Philly-Fed-Index sank auf plus 5,6 Punkte von plus 12,0 im September. Volkswirte hatten einen Rückgang auf plus 6,4 erwartet. Zur Begründung verweisen Händler vor allem auf den starken Rückgang der Preiskomponente. Die Komponenten für den Auftragseingang und die Beschäftigung seien dagegen gestiegen.

Auch die Neubautätigkeit in den USA hat sich im September deutlich abgeschwächt. Die Zahl der Neubauten verringerte sich im Vergleich zum Vormonat um 9,4 Prozent. Volkswirte hatten eine Abnahme um 3,2 Prozent prognostiziert. Zudem ging die Industrieproduktion im September doppelt so stark zurück wie erwartet. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen im Rahmen der Erwartungen aus.


Pfund kommt wieder zurück - In der Spitze bei 1,30 USD

Das britische Pfund schoss mit der Einigung zwischen der EU und Großbritannien auf 1,2990 Dollar nach oben, den höchsten Stand seit fünf Monaten. Doch mit den verstärkt skeptischen Kommentaren und der wieder schwindenden Zuversicht auf eine Zustimmung im britischen Parlament kommt das Pfund wieder zurück und rutscht an die Marke von 1,28 Dollar zurück.

Der Goldpreis legt mit der andauernden Brexit-Ungewissheit nach zwischenzeitlichen Abgaben wieder zu. Auch die Renditen am US-Rentenmarkt geben deutlichere Gewinne wieder ab. Die Feinunze kostet 1.491 Dollar, ein Plus von 0,1 Prozent. Im Tagestief notiert das Edelmetall bei 1.483 Dollar. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen steigt um 2,2 Basispunkte auf 1,76 Prozent.

Die Ölpreise geben einen Großteil der Vortagesgewinne wieder ab. Auslöser waren die wöchentlichen US-Lagerdaten des Branchenverbandes API, die einen neuerlichen und noch deutlicheren Anstieg für die Vorwoche verzeichnet hatten. Nun werde auf die offiziellen Lagerdaten am Nachmittag gewartet, heißt es. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fällt um 0,9 Prozent auf 52,90 Dollar, Brent gibt um 0,7 Prozent auf 59,02 Dollar nach.


IBM schwach - Netflix übertrifft Neukunden-Prognose

Mit einem kräftigen Minus von 6 Prozent zeigt sich die IBM-Aktie. Der Konzern schaffte in seinem Berichtsquartal trotz der Erstkonsolidierung des milliardenschweren Zukaufs Red Hat erneut kein Wachstum. Der Umsatz sank bereits das fünfte Quartal in Folge. Das bereinigte Ergebnis je Aktie fiel jedoch etwas besser aus als erwartet.

Bei Alcoa konnten die Quartalsergebnisse den Markt ebenfalls nicht überzeugen. Allerdings wurde die Ankündigung, das Portfolio auf mögliche Verkäufe hin abzuklopfen, um wieder nachhaltig Gewinne zu erzielen, positiv aufgenommen. Die Aktie klettert um 8,1 Prozent.

Die Netflix-Aktie schießt um 7,4 Prozent nach oben. Der Streaminganbieter hatte im dritten Quartal mit fast 6,8 Millionen mehr Abonnenten hinzugewonnen als Analysten erwartet hatten. Der Umsatz stieg um 31 Prozent auf 5,25 Milliarden Dollar, der Nettogewinn erhöhte sich um 65 Prozent auf 665 Millionen Dollar.

Der US-Tabakkonzern Philip Morris International hat im dritten Quartal 2019 zwar wegen steigender Werbe- und Verwaltungskosten weniger verdient, allerdings schrumpfte der Gewinn weniger stark als befürchtet. Die Aktie steigt um 0,6 Prozent.

Morgan Stanley hat ihren Gewinn im dritten Quartal trotz etwas höherer Kosten gesteigert. Die Bank übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Unter dem Strich verdiente Morgan Stanley 2,2 Milliarden US-Dollar nach 2,1 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,27 Dollar. Analysten hatten im Factset-Konsens mit 1,11 Dollar gerechnet. Für die Papiere geht es um 3,3 Prozent aufwärts.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.081,34 0,29 79,36 16,09
S&P-500 3.003,47 0,46 13,78 19,81
Nasdaq-Comp. 8.173,31 0,60 49,13 23,18
Nasdaq-100 7.974,53 0,69 54,32 25,98

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,60 2,1 1,58 39,6
5 Jahre 1,58 1,8 1,56 -34,4
7 Jahre 1,67 2,0 1,65 -57,6
10 Jahre 1,76 2,2 1,74 -68,0
30 Jahre 2,25 2,5 2,22 -81,8

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 7:57 Uhr Mi, 17:06 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1123 +0,45% 1,1071 1,1048 -3,0%
EUR/JPY 120,89 +0,41% 120,39 120,23 -3,9%
EUR/CHF 1,0996 -0,17% 1,1006 1,1014 -2,3%
EUR/GBP 0,8679 +0,48% 0,8671 0,8632 -3,6%
USD/JPY 108,66 -0,06% 108,74 108,83 -0,9%
GBP/USD 1,2815 -0,03% 1,2768 1,2801 +0,4%
USD/CNH (Offshore) 7,0790 -0,31% 7,1028 7,1025 +3,1%
Bitcoin
BTC/USD 8.067,26 +1,21% 7.974,76 7.947,75 +116,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 52,90 53,36 -0,9% -0,46 +9,7%
Brent/ICE 59,02 59,42 -0,7% -0,40 +6,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.491,48 1.489,77 +0,1% +1,71 +16,3%
Silber (Spot) 17,53 17,39 +0,8% +0,15 +13,2%
Platin (Spot) 888,06 886,50 +0,2% +1,56 +11,5%
Kupfer-Future 2,60 2,59 +0,5% +0,01 -1,6%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/cln

END) Dow Jones Newswires

October 17, 2019 09:44 ET ( 13:44 GMT)

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Morgan Stanley 42,71 -0,23%
EUR -0,10
Netflix Inc. 395,40 -0,18%
EUR -0,70
Dow Jones Industrial Average ( 27.657,42 -0,88%
PKT -244,56
NASDAQ 100 10.936,98 -1,30%
PKT -143,97
S&P 500 I 3.327,10 -0,92%
PKT -30,85
NASDAQ Composite 10.793,28 -1,07%
PKT -116,99
Philip Morris International 66,20 -1,18%
EUR -0,79
BTC/EUR 9.240,6600 +0,08%
EUR +7,8100
BTC/USD 10.940,7550 +0,08%
USD +8,7500
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