DAX ®13.241,75+0,47%TecDAX ®2.998,92+0,73%Dow Jones28.004,89+0,80%NASDAQ 1008.315,52+0,70%
finanztreff.de

MÄRKTE USA/Brexit-Hoffnung beflügelt - Banken-Zahlen durchwachsen

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Nachdem in den vergangenen Tagen vorrangig die Entwicklung im US-chinesischen Handelsstreit die Richtung für die Wall Street vorgegeben hatte, richten sich die Blicke der Anleger am Dienstag nach Europa. Im Streit um den Austritt Großbritanniens aus der EU nähern sich beide Seiten an, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Daraufhin zogen in Europa die Aktienkurse kräftig an und in ihrem Windschatten auch die US-Börsen. Gegen Mittag (Ortszeit New York) steigt der Dow-Jones-Index um 1,0 Prozent auf 27.048 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite rücken um 1,1 bzw. 1,2 Prozent vor.

Einen ersten Höhepunkt der gerade anlaufenden Bilanzsaison in den USA markierten die vorbörslich veröffentlichten Quartalszahlen der vier großen US-Banken Goldman Sachs, Wells Fargo, Citigroup und JP Morgan. Dabei ergab sich ein durchwachsenes Bild. Gleichwohl sind Banken mit durchschnittlichen Kursgewinnen von 2,8 Prozent stärkster Sektor, wozu die Brexit-Nachrichten und die wieder leicht gestiegenen Anleiherenditen beitragen dürften.

Am Mittwoch wird noch die Bank of America ihre Quartalszahlen veröffentlichen, als Abschluss folgt am Donnerstag Morgan Stanley. Jedoch könnten Schlagzeilen rund um den Handelsstreit jederzeit Bewegung in die Märkte bringen, warnt ein Beobachter.

Die Agenda an US-Konjunkturdaten ist überschaubar. Es wurde lediglich der Empire State Manufacturing Index für Oktober veröffentlicht, der besser als erwartet ausfiel. Der Index erhöhte sich auf plus 4,0. Volkswirte hatten einen Rückgang auf plus 0,8 prognostiziert. Im Vormonat hatte der Index bei plus 2,0 gelegen.


Bankenergebnisse mit Licht und Schatten

JP Morgan hat den Gewinn im dritten Quartal trotz sinkender Zinsen und eines sich eintrübenden Umfelds gesteigert. Die Bank profitierte unter anderem von einem starken Anleihengeschäft. Die Erwartungen wurden übertroffen. Die Aktie steigt um knapp 4 Prozent.

Die Citigroup hat im dritten Quartal von einer niedrigeren Steuerlast und leicht höheren Erträgen profitiert. Der Nettogewinn erreichte 4,9 Milliarden Dollar, 6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Je Aktie verdiente das Institut 2,07 Dollar. Analysten hatten im Factset-Konsens 1,95 Dollar prognostiziert. Allerdings stiegen die Kosten, und das Aktiengeschäft lief schwach. Die Titel machen anfängliche Verluste wett und steigen um 2,2 Prozent.

Wells Fargo hat im dritten Quartal dagegen bei etwas höheren Einnahmen unerwartet weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Eine Rückstellung in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar für weitere Rechtskosten im Skandal um die Eröffnung fingierter Konten belastete die Bilanz. Der Nettogewinn ging auf 4,6 Milliarden Dollar zurück von 6,0 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Je Aktie verdiente Wells Fargo 0,92 Dollar nach 1,13 Dollar im Vorjahr. Analysten hatten laut Factset mit einem Gewinnanstieg auf 1,24 Dollar gerechnet. Die Aktie gewinnt 3,3 Prozent.

Goldman Sachs hat im dritten Quartal vor allem wegen niedrigerer Einnahmen und einer höheren Risikovorsorge deutlich weniger verdient. Das Ergebnis fiel unter den Erwartungen der Analysten aus. Die Aktie dreht knapp ins Plus.


Ölpreise weiter mit Abgaben - Pfund legt zu

Die Ölpreise geben erneut nach, allerdings gibt es Stabilisierungsansätze. Zum Wochenausklang hatten noch Hoffnungen auf eine Einigung im US-chinesischen Handelsstreit und die Nachricht, dass ein iranischer Öltanker offenbar von zwei Raketen getroffen wurde, für Gewinne gesorgt. Doch die andauernde Skepsis von chinesischer Seite hinsichtlich eines Handelsabkommens drücke nun auf die Ölpreise, heißt es. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fällt um 0,5 Prozent auf 53,43 Dollar, Brent hat anfängliche Verluste aufgeholt und tendiert kaum verändert bei 59,34 Dollar.

Der "sichere Hafen" Gold gibt nach anfänglichen Gewinnen nun nach. Der Preis für die Feinunze fällt um 0,8 Prozent auf 1.481 Dollar.

Für die US-Anleihen geht es nach dem Feiertag zu Wochenbeginn leicht abwärts. Die Rendite zehnjähriger Papiere steigt um 1,1 Basispunkte auf 1,74 Prozent.

Das Pfund zieht mit den neuen Nachrichten zum Brexit an. Die britische Währung springt in der Spitze bis auf die Marke von 1,28 Dollar nach Ständen um 1,2550 Dollar am Vorabend. Auslöser sind neben der Bloomberg-Meldung Aussagen von EU-Chefunterhändler Michel Barnier, dass ein Vertrag mit Großbritannien noch in dieser Woche möglich sei. Dies wird dahingehend gewertet, dass die Gespräche erfolgreich verliefen. Der Euro erholt sich im Windschatten des Pfunds auf 1,1030 Dollar, nachdem er vorübergehend unter 1,10 Dollar gefallen war.


United Health haussieren nach überzeugenden Zahlen

Angeführt wird der Dow-Jones-Index von United Health, die um fast 8 Prozent nach oben springen. Zahlen und Ausblick des Krankenversicherers haben positiv überrascht.

Auch der Gesundheitskonzern Johnson & Johnson hat mit den Geschäftszahlen für das dritte Quartal überzeugt, die Titel legen um 2 Prozent zu. Der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf mit 2,12 Dollar die laut FactSet bei 2,01 Dollar liegende Erwartung. Entgegen den Erwartungen ist auch der Umsatz gestiegen. Den Ausblick hat das Unternehmen angehoben.

Der US-Fahrdienstvermittler Uber baut erneut Stellen ab - insgesamt werden 350 Jobs gestrichen. Dies entspricht etwa 1 Prozent der Belegschaft. Es ist bereits das dritte Mal, dass der US-Konzern Stellen streicht. Uber hatte im August wegen verstärkten Wettbewerbsdrucks und Kosten für den Börsengang den höchsten Quartalsverlust in der Unternehmenshistorie verbucht. Die Geschäftszahlen für das dritte Quartal werden am 4. November vorgelegt. Die Aktie gewinnt 2,9 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.048,04 0,97 260,68 15,95
S&P-500 2.999,47 1,12 33,32 19,65
Nasdaq-Comp. 8.148,24 1,24 99,59 22,80
Nasdaq-100 7.940,89 1,26 98,55 25,45

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,60 1,2 1,59 40,0
5 Jahre 1,57 1,3 1,56 -35,4
7 Jahre 1,65 0,8 1,64 -59,8
10 Jahre 1,74 1,1 1,73 -70,3
30 Jahre 2,22 2,2 2,20 -84,9

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 7:49 Uhr Mo, 17:15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1036 +0,10% 1,1031 1,1020 -3,7%
EUR/JPY 120,09 +0,50% 119,42 119,50 -4,5%
EUR/CHF 1,1015 +0,18% 1,0985 1,0986 -2,2%
EUR/GBP 0,8666 -0,72% 0,8757 0,8754 -3,7%
USD/JPY 108,82 +0,41% 108,27 108,44 -0,8%
GBP/USD 1,2734 +0,83% 1,2597 1,2587 -0,2%
USD/CNH (Offshore) 7,0855 +0,23% 7,0606 7,0694 +3,2%
Bitcoin
BTC/USD 8.292,50 -0,19% 8.318,75 8.274,50 +123,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 53,43 53,59 -0,3% -0,16 +10,8%
Brent/ICE 59,34 59,35 -0,0% -0,01 +7,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.481,11 1.492,80 -0,8% -11,69 +15,5%
Silber (Spot) 17,42 17,67 -1,4% -0,26 +12,4%
Platin (Spot) 884,16 893,00 -1,0% -8,84 +11,0%
Kupfer-Future 2,61 2,63 -0,8% -0,02 -1,3%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/ros

END) Dow Jones Newswires

October 15, 2019 12:17 ET ( 16:17 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
Werbung

Passende Hebelprodukte von

WKN Bezeichnung Hebel
Long  DC5VFS Goldm.Sa WaveUnlimited L 192.9585 (DBK) 7,547
Short  DC475Q Goldm.Sachs WaveXXL S 235.5 (DBK) 7,723
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

GOLDMAN SACHS
GOLDMAN SACHS - Performance (3 Monate) 199,00 +0,17%
EUR +0,34
Porträt - Chart - Kennzahlen - Firmenprofil
Fundamentale Analysen Urteil
07.10. RBC Neutral
17.07. JPMORGAN Positiv
16.07. RBC Neutral
Nachrichten

12.11.
boerse.ARD.de
Goldman Sachs: Frauendiskriminierung? Niemals! APPLE 240,05 +0,44%
11.11. Goldman Sachs weist Diskriminierungsverdacht bei Apple Card zurück APPLE 240,05 +0,44%
06.11. Allianz beteiligt sich an chinesischem Versicherer Taikang ALLIANZ 218,75 +0,44%
Weitere Wertpapiere...
JOHNS. & JOHNS. 121,22 +1,71%
EUR +2,04
J.P. MORGAN 116,58 -0,31%
EUR -0,36
UNITEDHEALTH GROUP DL-,01 244,45 +5,41%
EUR +12,55
WELLS FARGO 48,48 +0,55%
EUR +0,26
Dow Jones 28.004,89 +0,80%
PKT +222,93
NASDAQ 100 8.315,52 +0,70%
PKT +57,69
S&P 500 3.119,75 ±0,00%
PKT ±0,00
NASDAQ COMP. 8.540,83 +0,73%
PKT +61,81
CITIGROUP INC. DL -,01 67,38 -0,94%
EUR -0,64
BTC/CHF 8.560,9950 -1,22%
CHF -105,9150
BTC/EUR 7.865,0400 -1,05%
EUR -83,2850
BTC/USD 8.447,2550 -2,29%
USD -198,0000
UBER TECH. DL-,00001 24,27 +3,06%
EUR +0,72
+ alle anzeigen

Weitere Nachrichten

Quelle: Dow Jones Newswire Web
23:00 PTA-DD: Weng Fine Art AG: Mitteilung über Eigengeschäfte von Führungskräften gem. Art. 19 MAR WENG FINE ART AG NA O.N. 10,00 +4,17%
23:00 PTA-DD: Weng Fine Art AG: Mitteilung über Eigengeschäfte von Führungskräften gem. Art. 19 MAR WENG FINE ART AG NA O.N. 10,00 +4,17%
23:00 PTA-DD: Weng Fine Art AG: Mitteilung über Eigengeschäfte von Führungskräften gem. Art. 19 MAR WENG FINE ART AG NA O.N. 10,00 +4,17%
22:43 NACHBÖRSE (22:00)/XDAX unv. bei 13.247 Pkt - Qiagen stark gesucht EVOTEC SE INH O.N. 18,80 +0,11%
22:30 MÄRKTE USA/Dow-Jones steigt erstmals über 28.000 Punkte APPLE 240,05 +0,44%
Rubrik: Finanzmarkt
23:05 BUSINESS WIRE: C-Band Alliance reicht „Treasury Contribution Proposal“ bei der Federal Communications Commission ein
22:33 ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Rekordrally hält an - Dow über 28 000 Punkten Dow Jones 28.004,89 +0,80%
22:26 IRW-News: Aurania Resources: Update zu Bohrungen auf Auranias Gold-Silber-Ziel Yawi AURANIA RES CAD R.S. 1,76 +11,39%
22:22 IRW-News: AMPD Ventures Inc: AMPD Ventures Inc. meldet die Lancierung des Remote Render Service von AMPD und unterzeichnet einen mehrjährigen Vertrag mit Bardel Entertainment, einem mit dem Emmy Award® ausgezeichneten Animationsstudio AMPD VENTURES INC 0,392 +4,313%
22:19 BUSINESS WIRE: QIAGEN erhält mehrere nicht verbindliche und unter Bedingungen stehende Interessensbekundungen und entscheidet, Gespräche über mögliche stra-tegische Alternativen zu führen QIAGEN NV EO -,01 36,70 +8,48%

News-Suche

Suchbegriff:
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Elon Musk hat vor in der Nähe von Berlin eine Gigafabrik zu bauen. Ist das eher ein Segen für die Region und Deutschland oder eher eine Kampfansage an die deutschen Autobauer?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen