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MÄRKTE USA/Corona-Ausbreitung in den USA belastet Wall Street

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Mit kräftigen Abgaben dürfte die Wall Street zur Wochenmitte in den Handel starten. In den USA breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. Die Zahl der Todesopfer hat sich innerhalb von vier Tagen mehr als verdoppelt. Zudem verzeichnet das Land die weltweit höchste Zahl an Infektionen. US-Präsident Donald Trump sprach von schmerzhaften zwei Wochen, die dem Land im Kampf gegen das Virus bevorstünden.

In den USA befinden wir uns in einer Abschwungphase", so Steven Englander, Stratege bei Standard Chartered. "Wir erleben möglicherweise eine höhere Arbeitslosigkeit und eine frühe Bodenbildung Anfang Mai, was aber sehr spekulativ ist. Damit das so kommt, benötigen wir jede Menge Glück und eine ernsthafte Umsetzung der ökonomischen sowie gesundheitspolitischen Maßnahmen", ergänzt der Teilnehmer.

Der Future auf den S&P-500 reduziert sich aktuell um 3,5 Prozent.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie werden sich in den US-Konjunkturdaten der kommenden Wochen widerspiegeln. Der am Berichtstag veröffentlichte ADP-Arbeitsmarktbericht fiel mit einem Rückgang von 27.000 Stellen besser als das erwartete Minus von 125.000 Stellen aus.

ADP wies jedoch darauf hin, dass der Erhebungszeitraum lediglich bis zum 12. März reichte, die gleiche Zeitspanne, wie sie auch für den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht für März gilt, der am Freitag veröffentlicht wird. Daher seien die jüngsten Auswirkungen der Pandemie noch nicht erfasst, auch nicht der massive Sprung bei den Erstanträgen in der vergangenen Woche.

Dazu kommt kurz nach der Eröffnung der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im März. Hier wird mit einem deutlichen Rückgang gerechnet.


Ölmarkt richtet Blick auf die Lagerdaten

Mit Abgaben zeigen sich die Ölpreise. Die bestehenden Sorgen in Bezug auf ein Öl-Überangebot erhielten durch die jüngsten US-Lagerdaten neue Nahrung. Die Lagerbestände sind in der zurückliegenden Woche um 10,5 Millionen Barrel gestiegen, wie aus Daten des privaten American Petroleum Institute (API) hervorgeht. Mit Spannung wird nun auf die offiziellen Daten am Nachmittag gewartet. Für ein Barrel der US-Sorte WTI geht es um 1,0 Prozent auf 20,27 Dollar nach unten, Brent verliert 3,6 Prozent auf 25,41 Dollar.

Gold verzeichnet nach den Abgaben der vergangenen Tage wieder Zulauf. Marktteilnehmer verweisen zur Begründung auf die weiter rasante Ausbreitung des Coronavirus, vor allem in den USA. Hier dürften weitere negative Nachrichten drohen. Auch seien die konjunkturellen Folgen weiter nicht absehbar. Der Preis für die Feinunze steigt um 0,8 Prozent auf 1.586 Dollar.

Etwas leichter zum Dollar aber fester zum Euro zeigt sich der Franken. Der Euro fällt von 1,6006 zum Monatsultimo auf aktuell 1,0560 Franken zurück. Die Stärke des Franken im März unterstreicht laut den Devisenexperten von MUFG, dass die Schweizer Notenbank (SNB) Probleme damit hat, die eigene Währung im Zaum zu halten, die als sicherer Hafen in der Coronavirus-Krise starken Zulauf erfahre. Der Franken habe die G10-Währungen hinter sich gelassen und das, obwohl es nach der größten Intervention der SNB seit Aufgabe der Untergrenze von 1,20 Franken je Euro im Januar 2015 aussehe, sagt Analyst Derek Halpenny. Die SNB soll am Vorabend am Devisenmarkt interveniert haben.

Mit der sich weiter verschärfenden Coronavirus-Pandemie bleibt der "sichere Hafen" der US-Anleihen bei den Investoren stark gesucht. Die Rendite zehnjähriger Papiere gibt um 6,8 Basispunkte auf 0,61 Prozent nach.


Xerox bläst HP-Übernahme ab

Bei den Einzelwerten dürften Xerox und HP im Fokus stehen. Die Coronavirus-Krise hat Xerox bei seinem feindlichen Übernahmeversuch des PC- und Druckerherstellers HP einen Strich durch die Rechnung gemacht. Xerox kündigte an, das seit fünf Monaten verfolgte Vorhaben aufzugeben. Der Konzern wäre angesichts der Marktverwerfungen nicht in der Lage, den Deal im Volumen von über 30 Milliarden US-Dollar wegen der damit verbundenen hohen Schuldenlast über die Bühne zu bringen. Xerox verlieren vor der Startglocke 5,0 Prozent und HP geben um 4,4 Prozent nach.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,24 -0,0 0,24 -96,1
5 Jahre 0,35 -3,0 0,38 -157,4
7 Jahre 0,50 -4,9 0,55 -175,1
10 Jahre 0,61 -6,8 0,68 -183,7
30 Jahre 1,25 -6,9 1,32 -181,4

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 9:21 Di, 17:11 % YTD
EUR/USD 1,0923 -0,98% 1,0978 1,0992 -2,6%
EUR/JPY 117,47 -0,98% 118,10 118,44 -3,6%
EUR/CHF 1,0560 -0,44% 1,0579 1,0611 -2,7%
EUR/GBP 0,8828 -0,58% 0,8893 0,8842 +4,3%
USD/JPY 107,54 -0,01% 107,58 107,76 -1,1%
GBP/USD 1,2375 -0,43% 1,2346 1,2429 -6,6%
USD/CNH (Offshore) 7,1112 +0,27% 7,1069 7,0884 +2,1%
Bitcoin
BTC/USD 6.237,51 -3,33% 6.317,01 6.483,26 -13,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 20,27 20,48 -1,0% -0,21 -66,2%
Brent/ICE 25,41 26,35 -3,6% -0,94 -60,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.585,88 1.573,58 +0,8% +12,31 +4,5%
Silber (Spot) 13,99 14,00 -0,1% -0,01 -21,6%
Platin (Spot) 716,10 725,45 -1,3% -9,35 -25,8%
Kupfer-Future 2,18 2,24 -2,7% -0,06 -22,3%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/err

END) Dow Jones Newswires

April 01, 2020 08:51 ET ( 12:51 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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