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MÄRKTE USA/Daten und Geopolitik dürften Wall Street belasten

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)In Asien hat der neuerdings von US-Präsident Donald Trump angeschlagene versöhnliche Ton im Handelsstreit mit China noch für Aufschläge gereicht, doch in Europa bewegen sich die Indizes schon wieder klar im Minus. Wenn die Zeit reif sei, werde es ein Abkommen mit China geben, versuchte Trump erneut Optimismus zu verbreiten. Er betonte seinen Respekt und seine Freundschaft zu Chinas Machthaber Xi Jinping. Allerdings habe er diesem immer wieder erklärt, es müsse einen großartigen Deal für die Vereinigten Staaten geben, sonst habe die Sache keinen Sinn. Anleger bleiben skeptisch, der Aktienterminmarkt suggeriert einen leichteren Handelsbeginn am US-Kassamarkt - auch weil geopolitische Spannungen zunehmen und Daten enttäuschen.

Da Donald Trump die Handelsspannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China als "kleines Gezänk" herunterspielt, besteht vorsichtiger Optimismus, dass beide Seiten schließlich ein Handelsabkommen abschließen werden, wobei Investoren möglicherweise das G20-Treffen im nächsten Monat in Japan als mögliches Ziel für einen Durchbruch in den Handelsbeziehungen betrachten werden", mutmaßt Marktanalyst Han Tan von FXTM.



Geopolitik und Daten drücken


Gedrückt wird die Stimmung am Aktienmarkt von den wachsenden geopolitischen Spannungen. Die USA ziehen große Teile ihres diplomatischen Personals aus dem Irak ab. Die USA hatten dem Iran vorgeworfen, "unmittelbar" bevorstehende Angriffe in der Region zu planen, und hatten Kriegsschiffe und Langstreckenbomber in die Golfregion verlegt. Auch Daten aus China animieren nicht zu Käufen. Dort hat sich das Wachstum der Industrieproduktion im April stärker als erwartet verlangsamt. Zudem stieg der Einzelhandelsumsatz im April nicht im erhofften Ausmaß.

Aber auch Daten aus den USA belasten die Börse: Die Umsätze der US-Einzelhändler sind im April überraschend gesunken. Volkswirte hatten mit einem Anstieg gerechnet. Ein deutlich über den Erwartungen ausgefallener Empire State Index spielt hingegen eine untergeordnete Rolle. Angesichts der Wichtigkeit des privaten Konsums für die US-Wirtschaft gelten die Einhandelsumsätze mit als die wichtigste Datenreihe überhaupt. Vor der Startglocke wird die Industrieproduktion veröffentlicht. Im frühen Handel folgen dann noch die weniger wichtigen Lagerbestände - zumal aus dem März.

Zinssenkungsfantasie, geopolitische Spannungen und vor allem die schwachen Daten aus China und den USA steigern die Attraktivität des vermeintlich sicheren US-Rentenmarktes. Dort fällt die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 4,1 Basispunkte auf 2,37 Prozent. Im Handel verweist man zudem auf die italienische Fiskalpolitik, die Anlass zur Sorge liefere.

Diese Sorgen und die Spannungen am Persischen Golf stützen auch den Goldpreis, die Feinunze des Edelmetalls verteuert sich um 0,2 Prozent auf 1.299 Dollar. Am Devisenmarkt bewegt sich der ICE-Dollarindex kaum. Der Euro zeigt sich zum Greenback leicht schwächer. Hier verweist man auf Italien, wo der stellvertretende Ministerpräsident, Matteo Salvini, in den EU-Wahlkampfmodus geschaltet und einen möglichen Bruch der EU-Fiskalregeln in Aussicht gestellt habe.

Am Ölmarkt überwiegen die Wachstumssorgen, die geopolitischen Spannungen am ölreichen Persischen Golf werden eher ausgeblendet. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich je Fass um 1,0 Prozent auf 61,14 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent um 0,7 Prozent auf 70,71 Dollar.

Unter den Einzelaktien brechen Agilent Technologies vorbörslich um 9,9 Prozent ein. Schwache Quartalszahlen und ein enttäuschender Ausblick setzen dem Kurs zu. Für die Aktie von Walt Disney geht es um 0,4 Prozent nach unten. Der Medienkonzern übernimmt die operative Kontrolle über den US-Streamingdienst Hulu und beendet damit jahrelange komplizierte Eigentumsverhältnisse bei dem Videoportal. Walt Disney bekommt die Option, dem verbliebenen Partner NBCUniversal, eine Tochter von Comcast, dessen Anteil von rund einem Drittel frühestens 2024 abzukaufen.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,16 -4,1 2,20 95,3
5 Jahre 2,14 -5,2 2,19 21,7
7 Jahre 2,25 -4,4 2,29 -0,1
10 Jahre 2,37 -4,1 2,41 -7,5
30 Jahre 2,82 -2,8 2,85 -24,5

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 9:30 Uhr Di, 18:11 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1184 -0,20% 1,1207 1,1207 -2,4%
EUR/JPY 122,21 -0,55% 122,78 122,92 -2,8%
EUR/CHF 1,1273 -0,25% 1,1286 1,1308 +0,2%
EUR/GBP 0,8697 +0,18% 0,8683 0,8674 -3,4%
USD/JPY 109,28 -0,34% 109,57 109,68 -0,3%
GBP/USD 1,2859 -0,39% 1,2906 1,2920 +0,8%
Bitcoin
BTC/USD 7.998,51 +2,78% 8.012,51 7.844,51 +115,1%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 61,10 61,78 -1,1% -0,68 +30,2%
Brent/ICE 70,79 71,24 -0,6% -0,45 +28,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.299,31 1.296,98 +0,2% +2,33 +1,3%
Silber (Spot) 14,80 14,80 -0,0% -0,00 -4,5%
Platin (Spot) 846,25 857,00 -1,3% -10,75 +6,3%
Kupfer-Future 2,73 2,73 -0,1% -0,00 +3,6%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/kla

END) Dow Jones Newswires

May 15, 2019 09:23 ET ( 13:23 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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