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MÄRKTE USA/Dow hinkt trotz Rekord dem Aktienmarkt hinterher

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Rekordjagd an der Wall Street geht zur Wochenmitte weiter, wenn auch mit gebremstem Tempo. Dow-Jones-Index, S&P-500 und Nasdaq-Composite markieren neue Allzeithochs, die Aufwärtsdynamik ist aber moderat. Die Zuversicht auf ein Teil-Handelsabkommen zwischen China und den USA bleibt zwar hoch, doch zeigen sich Investoren im Vorfeld des Feiertages "Thanksgiving" am Donnerstag sowie der verkürzten Sitzung am Freitag nicht sehr risikofreudig - trotz überwiegend positiver Konjunkturdaten.

Gegen Mittag US-Ostküstenzeit notiert der Dow-Jones-Index nahezu unverändert bei 28.128 Punkten, die neue Rekordmarke liegt nun bei 28.156 Zählern. S&P-500 und Nasdaq-Composite verbessern sich um 0,3 bzw. 0,5 Prozent.

Gebremst wird der Dow durch die Schwäche der Industriewerte Caterpillar und Boeing, die 0,8 bzw. 0,7 Prozent abgeben - belastet von einer Gewinnwarnung durch Deere & Co. Die Titel des Land- und Baumaschinenherstellers stürzen um 5,2 Prozent ab. Boeing selbst hat bei der Wiederzulassung der Maschinen vom Typ 737 Max eine weitere Hürde zu nehmen. Die zuständige US-Regulierungsbehörde FAA will nun jede Maschine einzeln begutachten und freigeben, bevor diese ausgeliefert werden.

Mit Blick auf die Zukunft kann zusätzliche Vorsicht geboten sein. Da die Märkte immer neue Rekorde wegen der Signale eines näherrückenden Handelsabkommens markiert haben, ist es ratsam zu fragen, wie viel Aufwärtspotenzial überhaupt noch vorhanden ist, sollte eine Vereinbarung offiziell geschlossen werden", warnt Analyst Marios Hadjikyriacos von XM. Ein Abkommen könnte daher längst eingepreist sein, insofern könnte der Markt bei einem Deal negativ reagieren.

Die überwiegend positiven Konjunkturdaten aus den USA stützen tendenziell. So hat das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal in zweiter Lesung leicht über der Erwartung gelegen. Einen überraschenden Anstieg verzeichneten die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter, wohingegen Ökonomen einen Rückgang prognostiziert hatten. Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fallen etwas besser als gedacht aus. Der Chicago Einkaufsmanager-Index für November legte gegenüber dem Vormonat zwar leicht zu, blieb aber unter der Erwartung. Darüber hinaus haben die US-Haushalte im Oktober ihre Ausgaben erhöht, aber ein Großteil dieses Anstiegs beruhte auf höheren Ausgaben für Strom und Gas. Die Einkommen stagnierten, während Volkswirte auf eine Zunahme gesetzt hatten. Am Abend publiziert die Fed schließlich mit dem "Beige Book" ihren Konjunkturbericht.


Technologiewerte im Fokus

Unter den Einzelwerten stehen insbesondere Technologiewerte im Mittelpunkt. HP zeigen sich 1,0 Prozent schwächer, nachdem die Viertquartalszahlen auf bereinigter Basis etwas besser als erwartet ausgefallen waren. Allerdings macht dem Konzern - wie auch Dell - die Chip-Knappheit zu schaffen. Dell übertraf gewinnseitig zwar die Prognosen, verfehlte diese jedoch beim Umsatz knapp. Unter anderem profitierte das Ergebnis vom guten Geschäft der Software-Tochter VMware, die ebenfalls ihre Ergebnisse vorgelegt hatte. Hier fielen Gewinn und Umsatz besser als von Analysten geschätzt aus. Wegen dem geringen Chip-Angebot im Sektor wurde zudem der Ausblick gesenkt. Dell geben um 4,5 Prozent nach, VMware steigen dagegen um 0,6 Prozent.

Die Aktien des Chipherstellers Intel geben 0,8 Prozent nach, AMD legen hingegen 0,5 Prozent zu. Apple erhöhen sich um 0,8 Prozent. Der Technologiegigant will laut einem Bericht die Fertigung der In-Ear-Kopfhörer AirPods in China verdoppeln.

Box ziehen um 1,5 Prozent an, die Software-Gesellschaft wartet mit Quartalsumsätzen über Prognose auf. Hudson's Bay haussieren in Toronto mit einem Bieterkampf um die Handelsgesellschaft um 12,7 Prozent.


Pfund weiter im Bann der Parlamentswahl

Am Devisenmarkt legt der ICE-Dollarindex leicht zu. Das Pfund erholt sich von anfänglich leichten Verlusten. Die Devise geht aktuell mit 1,2882 Dollar um nach 1,2838 am Morgen. Die Chancen für einen günstigen Wahlausgang für Labour sind offenbar gestiegen. Dieser Umstand hatte die britische Währung belastet.

Am Ölmarkt geht es mit den Preisen nach unten - volle US-Lager belasten. Die Rohölvorräte in den USA haben sich in der Vorwoche unerwartet ausgeweitet. Auch das private American Petroleum Institute (API) hatte eine deutliche Zunahme gemeldet. US-Leichtöl der Sorte WTI gibt 1,0 Prozent nach auf 57,83 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent verbilligt sich um 0,8 Prozent auf 63,76 Dollar.

Mit den Hoffnungen auf eine baldige Einigung im Handelsstreit reduziert sich die Nachfrage für die vermeintlich sicheren Anlagen etwas. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen steigt mit sinkenden Notierungen um 1,8 Basispunkte auf 1,76 Prozent. Der Goldpreis verliert 0,4 Prozent auf 1.455 Dollar.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 28.128,26 0,02 6,58 20,58
S&P-500 3.148,60 0,26 8,08 25,60
Nasdaq-Comp. 8.693,36 0,53 45,42 31,02
Nasdaq-100 8.432,47 0,56 46,72 33,22

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,62 3,2 1,58 41,3
5 Jahre 1,62 2,2 1,59 -30,8
7 Jahre 1,71 3,1 1,68 -53,4
10 Jahre 1,76 1,8 1,74 -68,3
30 Jahre 2,19 0,8 2,18 -88,0

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8.20 Uhr Di, 18.40 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1000 -0,21% 1,1011 1,1017 -4,1%
EUR/JPY 120,34 +0,11% 120,20 120,19 -4,3%
EUR/CHF 1,0999 +0,03% 1,0994 1,0989 -2,3%
EUR/GBP 0,8541 -0,35% 0,8577 0,8572 -5,1%
USD/JPY 109,40 +0,31% 109,17 109,10 -0,2%
GBP/USD 1,2878 +0,14% 1,2838 1,2852 +0,9%
USD/CNH (Offshore) 7,0191 +0,05% 7,0242 7,0129 +2,2%
Bitcoin
BTC/USD 7.565,76 +5,89% 7.084,76 7.078,01 +103,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 57,67 58,41 -1,3% -0,74 +18,9%
Brent/ICE 63,70 64,27 -0,9% -0,57 +15,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.455,05 1.461,35 -0,4% -6,31 +13,4%
Silber (Spot) 16,99 17,10 -0,7% -0,11 +9,6%
Platin (Spot) 894,15 908,06 -1,5% -13,91 +12,3%
Kupfer-Future 2,68 2,68 -0,1% -0,00 +1,1%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/err

END) Dow Jones Newswires

November 27, 2019 12:37 ET ( 17:37 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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