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MÄRKTE USA/Dow wieder über 27.000 Punkte - Ölpreise unter Druck

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Nach einem zögerlichen Start ist es am Mittwoch an der Wall Street deutlich nach oben gegangen. Der Dow-Jones-Index eroberte dabei erstmals seit Juli die Marke von 27.000 Punkten zurück. Dass China Listen mit Importprodukten veröffentlicht hat, die im Handelsstreit mit den USA von höheren Zöllen ausgenommen sein sollen, weil sich beide Seiten auf die nächste Runde der Handelsgespräche im Oktober vorbereiten, ließ die Anleger Zutrauen fassen.

Der Dow stieg um 0,8 Prozent auf 27.137 Punkte. Der S&P-500 rückte um 0,7 Prozent vor. Der Nasdaq-Composite verbuchte ein Plus von 1,1 Prozent. Den 2.028 Kursgewinnern standen nur 925 -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 87 Titel.

Nur leicht dämpfend wirkte laut Marktbeobachtern, dass die Erwartungen an das EZB-Treffen am Donnerstag zuletzt etwas zurückgeschraubt worden seien. So rechneten viele Akteure nun mit weniger geldpolitischen Stimuli für die lahmende Wirtschaft als noch vor einigen Tagen. Dabei geht es besonders darum, ob die EZB erneut damit beginnt, Wertpapiere zu kaufen, sogenanntes Quantative Easing.


Dollar steigt

Ein festerer Dollar bremste den Anstieg der Aktienmärkte nur anfangs etwas. Mit einem Eurokurs um 1,1010 Dollar bewegte sich der Greenback weiter im Bereich eines Zweieinhalbjahreshochs. Der Euro wurde wegen der erwarteten geldpolitischen Lockerungen verkauft. Unter dem Strich verteuert das US-Exporte in die Eurozone. Dass US-Präsident Donald Trump erneut von der US-Notenbank drastisch niedrigere Zinsen eingefordert hatte, wurde am Devisenmarkt lediglich zur Kenntnis genommen, den Dollar belastete es nicht. Kommende Woche findet das nächste Zinstreffen der US-Notenbank statt.

Am Anleihemarkt zeigten sich die Renditen wenig verändert, nachdem sie am Dienstag erneut gestiegen waren. Die US-Zehnjahresrendite lag im späten Handel bei 1,74 Prozent. Darin spiegelt sich laut Händlern die leichte Entspannung im Handelsstreit ebenso wider wie die gesunkenen Erwartungen an die EZB.

Der Goldpreis erholte sich etwas vom Rücksetzer der vergangenen Tage. Beobachter machten dafür die neuerliche Forderung des US-Präsidenten an die Fed verantwortlich, die Zinsen zu senken. Niedrige Zinsen machen das zinslos gehaltene Gold attraktiver. Die Feinunze legte um 0,6 Prozent zu auf 1.496 Dollar.

Dass die US-Erzeugerpreise im August einen Tick stärker als erwartet gestiegen waren, spielte an den Finanzmärkten keine erkennbare Rolle.


Apple wieder über 1 Billion Dollar wert

Unter den Einzelwerten zeigten sich Apple 3,2 Prozent fester. Erstmals seit zehn Monaten war das Unternehmen damit an der Börse wieder mehr als 1 Billion Dollar wert. Am Dienstag hatte die Aktie auf die Präsentation neuer Produkte - darunter drei neue iPhone-Modelle - eher moderat reagiert und gut 1 Prozent fester geschlossen.

Boeing verbesserten sich um 3,6 Prozent. CEO Muilenberg hatte bekräftigt, dass der Konzern unverändert mit der Wiederinbetriebnahme des Flugzeugtyps 737 MAX im vierten Quartal rechnet. Die 737 MAX müssen nach zwei Abstürzen mit zahlreichen Toten schon seit Monaten weltweit am Boden bleiben, bis Boeing den Softwarefehler behoben hat, der die Unglücke verursachte.

Baker Hughes kamen um 7,5 Prozent zurück, nachdem General Electric mitgeteilt hatte, die Kontrollmehrheit an dem Ölfelddienstleister aufzugeben und damit rund 3 Milliarden Dollar einzunehmen. General Electric gewannen 2,4 Prozent

Gamestop brachen um 9,8 Prozent ein. Der Videospieleinzelhändler will 180 bis 200 seiner insgesamt 5.700 Geschäfte schließen, weil er darunter leidet, dass Kunden vermehrt Spiele auf ihre Konsolen laden und vom Kauf der Software auf Datenträgern absehen. Das Unternehmen hatte zuvor einen Verlust von mehr als 400 Millionen Dollar mitgeteilt.


Iran-Spekulation drückt Ölpreise

Die Ölpreise gaben deutlicher nach, nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg gemeldet hatte, US-Präsident Trump erwäge eine Lockerung der Sanktionen gegen Iran. Erst am Dienstag hatte der Präsident seinen Nationalen Sicherheitsberater John Bolton entlassen, der als Hardliner im Konflikt mit Teheran gilt.

Das Barrel US-Rohöl der Sorte WTI verbilligte sich um 2,9 Prozent auf 55,75 Dollar. Die europäische Referenzsorte Brent gab 2,5 Prozent nach auf 60,81 Dollar. Die Rohölvorräte der USA sind derweil in der Vorwoche zwar stärker als erwartet geschrumpft, doch hatten dies die Daten des US-Branchenverbands API am Dienstagabend schon angedeutet. Daher fällt neben den Iran-Spekulationen auch die pessimistischere Prognose der Opec stärker ins Gewicht. Das Kartell hat in seinem Monatsbericht die Wachstumsprognose für die Ölnachfrage 2019 den zweiten Monat in Folge gesenkt hat, weil es von einem schwächeren Wachstum der Weltwirtschaft ausgeht.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.137,04 0,85 227,61 16,33
S&P-500 3.000,91 0,72 21,52 19,71
Nasdaq-Comp. 8.169,68 1,06 85,52 23,12
Nasdaq-100 7.887,58 0,93 72,84 24,61

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,67 -0,4 1,68 47,2
5 Jahre 1,60 0,0 1,60 -32,8
7 Jahre 1,68 1,0 1,67 -56,6
10 Jahre 1,74 1,1 1,73 -70,1
30 Jahre 2,22 0,7 2,22 -84,3

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 7:40 h Di, 17:30 h % YTD
EUR/USD 1,1011 -0,34% 1,1049 1,1048 -4,0%
EUR/JPY 118,73 -0,05% 119,12 118,51 -5,6%
EUR/CHF 1,0932 -0,22% 1,0964 1,0935 -2,9%
EUR/GBP 0,8929 -0,15% 0,8938 0,8945 -0,8%
USD/JPY 107,83 +0,29% 107,80 107,28 -1,7%
GBP/USD 1,2333 -0,18% 1,2366 1,2352 -3,4%
USD/CNY 7,1168 +0,06% 7,1104 7,1126 +3,5%
Bitcoin
BTC/USD 10.059,25 -0,30% 10.010,87 10.174,50 +170,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 55,99 57,40 -2,5% -1,41 +16,6%
Brent/ICE 61,01 62,38 -2,2% -1,37 +10,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.496,06 1.486,00 +0,7% +10,06 +16,6%
Silber (Spot) 18,12 18,02 +0,6% +0,10 +16,9%
Platin (Spot) 944,42 931,00 +1,4% +13,42 +18,6%
Kupfer-Future 2,60 2,61 -0,5% -0,01 -1,8%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln

END) Dow Jones Newswires

September 11, 2019 16:11 ET ( 20:11 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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