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MÄRKTE USA/Erleichterung über begrenzte US-Maßnahmen gegen China

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Wall Street hat mit verhaltener Erleichterung auf neue Maßnahmen der USA gegen China im Hongkong-Konflik reagiert. Demzufolge hat US-Präsident Donald Trump bis jetzt nicht das Handelsabkommen zwischen beiden Ländern thematisiert. Die angekündigten Sanktionen beschränken sich auf Einreiseverbote einzelner chinesischer Personen und beinhalten auch die Rücknahme von Vorzugsrechten, die die USA Hongkong im Rahmen eines Sonderstatus gewährt haben. Zudem soll eine Arbeitsgruppe die Praktiken chinesischer Unternehmen untersuchen, die an US-Börsen gelistet sind. Zugleich werden die USA ihre Beziehungen zur Weltgesundheitsorganisation WHO beenden.

Die Wall Street reagierte nervös auf die Mitteilung, zeigte sich aber letztlich höher als im Vorfeld der Aussagen Trumps. Die wirtschaftlichen Folögen der Maßnahmen sind begrenzt, im Vorfeld waren neue Handelssanktionen befürchtet worden. Die Aktie von Alibaba, dem größten in den USA gelisteten chinesischen Unternehmen, rückte vor und gewann schließlich 3 Prozent. Dennoch ist davon auszugehen, dass sich nun die Beziehungen zu China weiter verschlechtern. Die US-Regierung reagierte mit den Maßnahmen auf ein in Peking geplantes Sicherheitsgesetz, durch das nach Ansicht von Kritikern massiv in die Autonomierechte eingegriffen werden soll.

Der Dow-Jones-Index verlor 0,1 Prozent auf 25.383 Punkte, das war gut 300 Punkte über Tagestief. Der S&P-500 stieg um 0,5 Prozent, und der Nasdaq-Composite um 1,3 Prozent. Dabei gab es 1.322 (Donnerstag: 1.270) Kursgewinner und 1.625 (1.697) -verlierer. Unverändert schlossen 59 (42) Titel.

Die US-Konjunkturdaten traten dagegen in den Hintergrund. Der Konsum der US-Bürger hat im April einen Rekordrückgang erlitten, während die Einkommen inmitten der Pandemie einen überraschenden Zuwachs um 10,5 Prozent verbuchten. In erster Linie beruhe dieser starke Anstieg auf den staatlichen Sozialleistungen durch die Coronavirus-Konjunkturprogramme, hieß es vom US-Handelsministerium. Sowohl der Einkaufsmanagerindex aus Chicago für Mai als auch die zweite Lesung des Index des Verbrauchervertrauens der Uni Michigan verfehlte die Erwartungen.


Ölpreise drehen ins Plus

Die Ölpreisen drehten im Handelsverlauf nach oben. Zunächst lastete noch der unerwartet deutlichen Anstieg der US-Lagerbestände vom Vortag. Doch am Freitag stützte, dass die Zahl der aktiven Bohranlagen in den USA auf Wochenbasis weiter gefallen ist. Der WTI-Ölpreis hat in den USA im nun zu Ende gehenden Monat 88 Prozent zugelegt, das war der stärkste Gewinn überhaupt. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 4,4 Prozent auf 35,21 Dollar, für Brent ging es um 0,1 Prozent auf 35,31 Dollar nach oben.

Der Euro tendierte volatil und kletterte vorübergehend erstmals seit zwei Monaten wieder über die Marke von 1,11 Dollar. Zu Wochenbeginn hatte die Gemeinschaftswährung noch bei 1,09 Dollar gelegen. Weiterhin trieb unter anderem das von der EU-Kommission vorgeschlagene Wiederaufbaupaket. Dazu kamen die vorläufigen Verbraucherpreise aus der Eurozone, die einen weiter geringen Inflationsdruck zeigten. Im späteh Geschäft gab die Gemeinschaftswährung dann einen großen Teil der Gewinne wieder ab. Allerdings zeigte sich der Dollar auf breiter Front schwächer. Der Dollar-Index verlor 0,1 Prozent. Der Euro notierte im späten Geschäft bei 1,1092 Dollar.

Mit den jüngsten Entwicklungen um Hongkong waren die "sicheren Häfen" Gold und Anleihen gesucht. Der Preis für die Feinunze stieg um 0,7 Prozent auf 1.732 Dollar. Die Rendite zehnjähriger Papiere fiel um 4,2 Basispunkte auf 0,65 Prozent.


Dell legen nach Zahlen zu

Bei den Einzelwerten ging es für die Dell-Aktie um 8,2 Prozent nach oben. Der PC-Hersteller hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Das Unternehmen profitierte nach eigenen Angaben von der Coronavirus-Krise und der daraus folgenden Schließung von Büros und Schulen, die viele Menschen dazu zwingt, zuhause zu arbeiten oder zu lernen.

Dagegen fiel die Aktie von Salesforce um 4,2 Prozent. Zwar lagen die Quartalsergebnisse des Software-Herstellers ebenfalls über den Markterwartungen, doch der Konzern senkte seine Jahresprognose. Außerdem habe man Kunden wegen der Coronavirus-Pandemie Zahlungsaufschub gewährt.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 25.383,11 -0,07 -17,53 -11,06
S&P-500 3.044,31 0,48 14,58 -5,77
Nasdaq-Comp. 9.489,87 1,29 120,88 5,76
Nasdaq-100 9.555,53 1,47 138,81 9,42

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,16 0,8 0,15 -104,2
5 Jahre 0,30 -3,5 0,34 -162,4
7 Jahre 0,50 -3,0 0,53 -175,0
10 Jahre 0,65 -4,2 0,69 -179,3
30 Jahre 1,41 -4,0 1,45 -165,6

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:41 h Do, 17:22 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1101 +0,20% 1,1091 1,1056 -1,0%
EUR/JPY 119,67 +0,37% 118,93 119,01 -1,8%
EUR/CHF 1,0675 -0,04% 1,0690 1,0670 -1,7%
EUR/GBP 0,8988 -0,02% 0,8990 0,8972 +6,2%
USD/JPY 107,81 +0,18% 107,21 107,63 -0,9%
GBP/USD 1,2351 +0,23% 1,2334 1,2324 -6,8%
USD/CNH (Offshore) 7,1386 -0,47% 7,1634 7,1571 +2,5%
Bitcoin
BTC/USD 9.404,01 -0,30% 9.527,76 9.457,26 +30,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 35,21 33,71 +4,4% 1,50 -40,2%
Brent/ICE 35,31 35,29 +0,1% 0,02 -44,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.732,06 1.719,65 +0,7% +12,41 +14,2%
Silber (Spot) 17,86 17,50 +2,0% +0,36 +0,0%
Platin (Spot) 836,10 838,25 -0,3% -2,15 -13,4%
Kupfer-Future 2,45 2,41 +1,4% +0,03 -13,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz

END) Dow Jones Newswires

May 29, 2020 16:13 ET ( 20:13 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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