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MÄRKTE USA/Etwas fester - Alle Blicke auf Powell-Rede gerichtet

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Mit leichten Gewinnen hat die Wall Street am Donnerstag eröffnet. Doch sind die Blicke vor allem auf die Rede von US-Notenbankpräsident Jerome Powell am Freitag gerichtet. Dagegen hatte das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung am Vorabend etwas enttäuscht. Im Anschluss waren die Indizes am Vorabend von ihren Tageshochs leicht zurückgekommen, schlossen aber gleichwohl deutlicher im Plus. Die US-Währungshüter hatten die Zinssenkung im Juli eher als "Neukalibrierung" und nicht als den Beginn eines aggressiveren Lockerungszyklus gesehen. Einige Marktteilnehmer hatten jedoch genau darauf gesetzt.

Wir wussten bereits, dass die Fed-Zinssenkung im vergangenen Monat wahrscheinlich eine umstrittene Entscheidung sein würde, da die unterschiedlichen Ansichten bereits im Vorfeld geäußert wurden", sagt Michael Hewson, Chief Market Analyst bei CMC Markets. Dies sei durch das Protokoll bestätigt worden.

Gute Geschäftszahlen gibt es erneut aus dem Einzelhandelssektor, die auch den Gesamtmarkt weiter stützen. Nach Lowe's und Target hat nun auch Nordstrom mit Quartalszahlen überzeugt. Der Einzelhändler meldete zwar einen Umsatz- und Gewinnrückgang, doch fielen die Kennziffern besser als befürchtet aus. Die Aktie steigt um 11,8 Prozent. Schon die guten Ergebnisse von Lowe's und Target hatten für einen erhöhten Konjunkturoptimismus gesorgt, denn der private Konsum hat eine hohe Bedeutung für das US-BIP. Die Aktien von Lowe's legen nach der Vortagesrally um weitere 0,1 Prozent zu, Target um weitere 1,4 Prozent.

Der Dow-Jones-Index verbessert sich kurz nach der Eröffnung um 0,5 Prozent auf 26.336 Punkte. Der S&P-500 steigt um 0,4 Prozent und der Nasdaq-Composite legt um 0,3 Prozent zu.

Die vorbörslich veröffentlichte Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hat etwas stärker abgenommen als erwartet. Im Vergleich zur Vorwoche fiel deren Zahl auf saisonbereinigter Basis um 12.000 auf 209.000. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 217.000 vorhergesagt.

Die Markit-Einkaufsmanagerindizes für den Service-Bereich und das verarbeitende Gewerbe für August und der Index der Frühindikatoren für Juli an.



Bessere Einkaufsmanagerindizes stützen Euro nur kurz


Nur kurzzeitig profitiert der Euro von besser als erwartet ausgefallenen Juli-Einkaufsmanagerindizes aus Frankreich, Deutschland und der Eurozone. Für den Euro geht es in der Folge bis auf 1,1113 Dollar nach oben, aktuell ist er allerdings wieder auf 1,1085 Dollar zurückgefallen und liegt damit auf dem Niveau vor den Daten. Denn die Geschäftsaussichten fielen binnen Jahresfrist auf den tiefsten Wert seit über sechs Jahren. Das Protokoll der jüngsten EZB-Sitzung sorgte kaum für Bewegung des Euro. Demnach besteht bei den Notenbankern keine Einigkeit über ein geldpolitisches "Paket" im September.

Die Ölpreise zeigen sich mit leichten Gewinnen. Die UBS rechnet auf Sicht von drei Monaten mit einem Brent-Anstieg bis auf 65 Dollar. Langfristig sind die Analysten allerdings nicht so optimistisch und verweisen zur Begründung auf die anhaltenden Handelsstreitigkeiten, die sich als Belastung erweisen dürften. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI steigt um 0,9 Prozent auf 56,16 Dollar, für Brent geht es um 0,6 Prozent auf 60,60 Dollar nach oben.

Der Goldpreis notiert weiter um die Marke von 1.500 Dollar. Die Blicke seien nun auf die Rede von US-Notenbankpräsident Powell gerichtet, heißt es. Die Feinunze reduziert sich um 0,2 Prozent auf 1.500 Dollar.

Am Anleihemarkt setzen die Renditen ihre Aufwärtstendenz fort. Teilnehmer verweisen auf die besser als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes aus Europa. Die Blicke seien zudem ebenfalls auf die Powell-Rede gerichtet, heißt es auch hier. Die Rendite zehnjähriger Papiere legt um 1,3 Basispunkte auf 1,60 Prozent zu.



Tesla-Aktie mit Aussage von Großaktionär gesucht


Für die Tesla-Aktie geht es um 2,0 Prozent aufwärts. Der Tesla-Aktionär Baillie-Gifford regt einen Wechsel an der Unternehmensspitze an. "Wir glauben nicht, dass Elon Musk unbedingt CEO sein muss", sagte Baillie-Gifford-Manager James Anderson dem Manager Magazin. Dem Fonds gehören 7,5 Prozent der Aktien; nur Vorstandschef und Gründer Elon Musk persönlich hält einen höheren Anteil an dem Elektroautohersteller.

Anderson sagte zwar, er unterstütze Tesla-Chef Musk weiterhin. Zugleich legt er ihm laut dem Magazin aber nahe, sich verstärkt aus dem operativen Tagesgeschäft zurückzuziehen. Musks Einmischung in alle Belange des Unternehmens, etwa der Kommunikation mit den Aktionären, sei "nicht notwendigerweise hilfreich".



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 26.336,08 0,51 133,35 12,90
S&P-500 2.936,51 0,41 12,08 17,14
Nasdaq-Comp. 8.042,78 0,28 22,58 21,21
Nasdaq-100 7.756,39 0,30 23,18 22,53

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,59 2,0 1,57 39,1
5 Jahre 1,49 1,3 1,48 -43,3
7 Jahre 1,55 1,8 1,53 -69,7
10 Jahre 1,60 1,3 1,59 -84,3
30 Jahre 2,09 0,9 2,08 -98,2

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:32 Mi, 17:15 % YTD
EUR/USD 1,1085 -0,04% 1,1078 1,1097 -3,3%
EUR/JPY 118,10 -0,08% 117,77 118,13 -6,1%
EUR/CHF 1,0906 +0,15% 1,0876 1,0888 -3,1%
EUR/GBP 0,9056 -0,93% 0,9137 0,9138 +0,6%
USD/JPY 106,54 -0,05% 106,31 106,44 -2,8%
GBP/USD 1,2242 +0,91% 1,2123 1,2145 -4,1%
USD/CNY 7,084 +0,29% 7,0754 7,0626 +3,0%
Bitcoin
BTC/USD 10.084,75 +0,44% 10.009,00 10.005,75 +171,1%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,16 55,68 +0,9% 0,48 +16,9%
Brent/ICE 60,60 60,30 +0,5% 0,30 +9,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.500,12 1.502,40 -0,2% -2,28 +17,0%
Silber (Spot) 17,09 17,15 -0,4% -0,06 +10,3%
Platin (Spot) 855,50 852,55 +0,3% +2,95 +7,4%
Kupfer-Future 2,58 2,59 -0,4% -0,01 -2,6%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/flf

END) Dow Jones Newswires

August 22, 2019 09:44 ET ( 13:44 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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