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MÄRKTE USA/Etwas leichter - Autowerte schwach - Ölpreise ziehen an

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Steffen Gosenheimer

NEW YORK (Dow Jones)Die Börsianer an der Wall Street warten am Mittwoch auf die US-Notenbank. Sie wird um 19.00 Uhr MEZ die Ergebnisse ihrer zweitägigen Beratungen bekannt geben. Im Vorfeld herrscht Zurückhaltung, die Indizes liegen leicht in negativem Terrain. Der Dow-Jones-Index verliert zur New Yorker Mittagszeit 0,5 Prozent auf 25.750 Punkte. Der S&P-500 gibt um 0,5 Prozent nach und der Nasdaq-Composite büßt 0,4 Prozent ein.

Überwiegend wird am Markt mit einer eher taubenhaften Notenbank gerechnet. Die Geldpolitiker könnten sich endgültig von Zinserhöhungen in diesem Jahr verabschieden, nachdem sie im Januar betont hatten, bei weiteren Zinserhöhungen geduldig und datenabhängig agieren zu wollen angesichts der global eingetrübten Konjunkturaussichten. Gespannt wartet der Markt auf mögliche Aussagen zur Schrumpfung der Notenbank-Bilanz, die während der Finanzkrise im Zuge von massiven Anleihekäufen extrem aufgebläht wurde. Bislang hieß es von der Fed, sie wolle den Abbau in diesem Jahr beenden. Sollte sie dafür einen schon sehr baldigen Termin nennen, wäre dies ein taubenhaftes Signal, das am Aktienmarkt positiv ankommen dürfte.

Vom Fortgang der Handelsgespräche zwischen den USA und China kommen keine kursbewegenden Signale. Die Aussagen, wie dicht man sich vor einer Vereinbarung befindet, variieren. US-Präsident Donald Trump bekräftigte am Dienstag seine Zuversicht, bald eine Einigung zu erreichen. Am Markt hieß es dazu zuletzt lapidar, irgendeine Art von Einigung werde man wohl treffen.



Autoaktien im Rückwärtsgang


Ähnlich wie in Europa liegen auch an den US-Börsen die Autoaktien am Ende. Der S&P-500-Autoindex verliert 2,3 Prozent, für GM geht es um 3,5 Prozent, für Ford um 2,4 Prozent und für Fiat Chrysler um 2,2 Prozent abwärts. In Europa belastet unter anderem ein enttäuschender Ausblick von BMW. Übergeordnet herrscht im Autosektor weiter große Unsicherheit mit Blick auf die Kosten der Umstellung auf Elektromobilität und Digitalisierung sowie die Nachfrageentwicklung. Ford hat nun mitgeteilt, bis zu 900 Millionen Dollar dafür investieren zu wollen, ein Fertigungswerk in Michigan umzuwandeln in die US-Basis für Elektro-Fahrzeuge.

Fedex verbilligen sich um 5,2 Prozent, nachdem der Logistikkonzern seine Jahresziele zum zweiten Mal binnen drei Monaten gesenkt hat. Ferner lag der Umsatz des dritten Geschäftsquartals unter den Erwartungen des Marktes. Laut den Analysten von AJ Bell wirft der Fedex-Ausblick ein möglicherweise bezeichnendes Licht auf die globale Konjunktur. Der Kurs des Wettbewerbers UPS kommt um 2,8 Prozent zurück.



Google-Aktie steckt Milliardenstrafe locker weg


Dass Google wegen wettbewerbswidriger Praktiken in der EU erneut eine Milliardenstrafe zahlen muss - diesmal von 1,49 Milliarden Euro - , steckt die Aktie problemlos weg. Der Kurs der Google-Mutter Alphabet steigt sogar um 0,7 Prozent. Google will die Strafe im ersten Quartal verbuchen, hat sich bislang aber nicht weiter dazu geäußert.

General Mills verbessern sich um 3,6 Prozent. Der Nahrungsmittelhersteller konnte in seinem jüngsten Quartal die Preise anheben und sagt nun für das laufende Jahr ein besseres Geschäft voraus.

Tencent Music Entertainment verlieren 8,5 Prozent, nachdem der erste Quartalsausweis des Unternehmens nach dem Börsengang im Dezember mit Enttäuschung aufgenommen worden war. In den zurückliegenden drei Monaten hat die Aktie allerdings um 53 Prozent zugelegt.



Sinkende US-Öl-Lagervorräte treiben Ölpreise


Unerwartet stark gesunkene US-Ölvorräte sorgen für Auftrieb bei den Ölpreisen. Mit einem Minus von annähernd 10 Millionen Barrel fiel der Rückgang rund 12 mal so hoch aus, wie Experten im Vorfeld geschätzt hatten. Das privaten American Petroleum Institute (API) hatte am Vorabend einen Rückgang um 2,1 Millionen gemeldet. Der WTI-Preis legt um 1,6 Prozent zu auf 59,95 Dollar, Brentöl legt um 1,2 Prozent zu auf 68,43 Dollar. WTI ist damit so teuer wie zuletzt im November 2018. Technisch orientierte Marktteilnehmer sehen Widerstände für die Preise bei 60 bzw 70 Dollar.

Auch am Devisenmarkt sind die Blicke auf die US-Notenbank gerichtet. Der Dollar dürfte eher keine größere Reaktion zeigen, wenn die US-Währungshüter taubenhaft klingen sollten, denn dies werde erwartet, so die Experten der Unicredit. Der Euro notiert mit 1,1348 Dollar kaum verändert. Ebenso sieht es beim Währungspaar Dollar/Yen aus.

Neue Unsicherheiten um den Brexit lasten auf dem Pfund, das mit 1,3192 Dollar gehandelt wird nach Ständen von fast 1,3270 am Morgen. Die britische Regierung hat nun in Brüssel um eine Verzögerung des Austritttermins Großbritanniens aus der EU bis zum 30. Juni gebeten, was in Brüssel auf wenig Begeisterung stößt. Die EU-Kommission sieht "ernsthafte rechtliche und politische Risiken" für die Europäische Union, wenn diese einer Verschiebung des Brexit-Datums bis Ende Juni zustimmt, wie aus einem internen EU-Dokument hervorgeht. Insbesondere mit Blick auf die Europawahl im Mai ergäben sich daraus Risiken.

Der Goldpreis verliert im Vorfeld der Entscheidungen der US-Notenbank 6 auf 1.300 Dollar je Feinunze. Die Rendite zehnjähriger Titel reduziert sich um 2,6 Basispunkte auf 2,59 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 25.750,50 -0,53 -136,88 10,39
S&P-500 2.818,96 -0,48 -13,61 12,45
Nasdaq-Comp. 7.694,08 -0,39 -29,87 15,96
Nasdaq-100 7.337,29 -0,16 -11,99 15,91

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,46 -0,8 2,47 125,6
5 Jahre 2,41 -2,5 2,43 48,1
7 Jahre 2,49 -2,8 2,52 24,7
10 Jahre 2,59 -2,6 2,62 14,7
30 Jahre 3,01 -1,9 3,03 -6,1

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:31 Uhr Di 17.03 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1353 -0,01% 1,1347 1,1351 -1,0%
EUR/JPY 126,49 +0,03% 126,65 126,41 +0,6%
EUR/CHF 1,1326 -0,14% 1,1346 1,1347 +0,6%
EUR/GBP 0,8609 +0,61% 0,8561 0,8554 -4,3%
USD/JPY 111,42 +0,04% 111,54 111,37 +1,6%
GBP/USD 1,3190 -0,60% 1,3254 1,3267 +3,3%
Bitcoin
BTC/USD 4.003,76 +0,33% 3.986,52 3.978,56 +7,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 60,02 59,03 +1,7% 0,99 +30,3%
Brent/ICE 68,35 67,61 +1,1% 0,74 +25,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.301,46 1.306,73 -0,4% -5,27 +1,5%
Silber (Spot) 15,32 15,37 -0,3% -0,05 -1,1%
Platin (Spot) 857,81 850,50 +0,9% +7,31 +7,7%
Kupfer-Future 2,92 2,92 -0,0% -0,00 +10,8%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/ros

END) Dow Jones Newswires

March 20, 2019 12:22 ET ( 16:22 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR +5,12
GENL MILLS DL -,10 46,62 +0,80%
EUR +0,37
UPS 103,92 -2,18%
EUR -2,32
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PKT +220,75
NASDAQ 100 8.466,89 +0,77%
PKT +64,28
S&P 500 3.169,75 +0,81%
PKT +25,50
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