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MÄRKTE USA/Fester - Nasdaq bleibt vor Fed-Aussagen zurück

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die US-Börsen zeigen sich zur Wochenmitte mehrheitlich mit Aufschlägen. Während der Dow- und der S&P-500-Index etwas deutlichere Gewinne verbuchen, bleibt der Nasdaq-Composite jedoch zurück. Geprägt wird der Handel von Zurückhaltung angesichts der mit Spannung erwarteten Ergebnisse der US-Notenbanksitzung am Abend.

Gegen Mittag (Ortszeit New York) steigt der Dow-Jones-Index um 0,8 Prozent auf 28.216 Punkte, während der S&P-500 um 0,5 Prozent zulegt. Der Nasdaq-Composite notiert indessen nahezu unverändert.

Die Anleger wägen ab: Einerseits die Perspektive eines anhaltenden Begleitschutzes durch die US-Notenbank, andererseits die nicht willkommene Verzögerung des staatlichen Hilfspakets. Vor Handelsstart wurden zudem noch Einzelhandelsdaten publiziert, die mit einem Plus von 0,6 Prozent unter den erwarteten plus 1,1 Prozent lagen. Die Daten werden angesichts der Corona-Krise besonders kritisch beäugt. Die Lagerbestände stiegen im Juli wie erwartet um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat an.

Die New York Fed sieht indessen ein besseres Geschäftsumfeld. Der Index für die künftige Geschäftsaktivität ist auf positives Terrain vorgedrungen und um nahezu 10 Punkte auf 6,8 gestiegen. Auch der Index für das künftige Geschäftsklima hat sich verbessert, blieb jedoch im negativen Bereich.

Hauptthema ist aber die Fed-Sitzung. Unlängst war eine Modifizierung des Inflationsziels mitgeteilt worden, nun erhoffen sich Teilnehmer Details. Hier könne es Enttäuschungen geben, wenn die Notenbank keine zusätzlichen Angaben macht, vermutet Chefstrategin Seema Shah von Principal Global Investors.

Doch damit nicht genug: "Wir erwarten eine Erhöhung der Wachstumsprognosen", sagt etwa Edward Park von Brooks Macdonald zur Fed-Sitzung. Zuletzt habe die Notenbank sich recht bearish geäußert verglichen mit dem, was der Markt erwartet hatte.

Die Einigung auf ein staatliches Stimulierungspaket verkompliziert sich indes zunehmend, weil sich die Verhandlungen nun mehr und mehr mit dem Kalkül rund um die nahenden Präsidentschaftswahlen vermengen. Am Dienstag hatte Repräsentantenhaus-Sprecherin Nancy Pelosi gefordert, die Kammer solle tagen, bis eine beiderseitige Übereinkunft gefunden werde.


Fedex nach Zahlen steil aufwärts

Überraschend gute Quartalszahlen verhelfen der Aktie von Fedex zu deutlichen Kursgewinnen von 6,2 Prozent, nachdem der Logistikkonzern in seinem ersten Geschäftsquartal mit Umsatz und Ergebnis die Erwartungen des Marktes übertroffen hatte. Auch bei Adobe fielen Umsatz und Ergebnis überraschend gut aus. Die Aktie kann hieraus jedoch kein Kapital schlagen und gibt 2,7 Prozent nach. Einen Grund hierfür sehen Marktteilnehmer in Gewinnmitnahmen, da die Aktie seit Jahresbeginn rund 50 Prozent an Wert gewonnen hat.

Facebook verlieren 1,2 Prozent. Die US-Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) bereite eine Klage gegen Facebook wegen möglicher Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht vor, die möglicherweise Ende des Jahres eingereicht werden könnte, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf ungenannte Quellen.

Raytheon rücken 2,8 Prozent vor. Der Konzern hat den Abbau von mehr als 15.000 Arbeitsplätzen im Luftfahrtgeschäft angekündigt, rund doppelt so viel wie ursprünglich geplant. Als Grund führt das Unternehmen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Luffahrtssektor an.

Zudem steht ein Börsengang auf der Agenda. Die Aktien vom Cloud-Software-Anbieter Snowflake werden bei einem Ausgabepreis von 120 US-Dollar ihr Debüt feiern. Der Emissionspreis lag wegen der hohen Nachfrage deutlich über der erhöhten Preisspanne, die Snowflake nach Aussage von informierten Personen am Dienstag auf 100 bis 110 Dollar hochgenommen haben soll.


Dollar weiter nicht gefragt

Am Devisenmarkt zeigt sich der Dollar etwas schwächer, der Dollar-Index gibt 0,1 Prozent nach. Die Commerzbank rechnet damit, dass der Greenback gegen den Euro mit den Fed-Aussagen am Abend weiter nachgeben könnte. Dann werde die Bank ihre neue Inflationsstrategie in ihre Kommunikation einbauen. Gegenwärtig fällt der Euro indes etwas zurück auf 1,1836 Dollar gegenüber 1,1847 am Dienstagabend.

Der Ölpreis verbucht den zweiten Tag in Folge deutliche Aufschläge. Die offiziellen Daten zu den US-Rohöllagerbeständen haben entgegen den Erwartungen einen Rückgang um 4,4 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche verzeichnet, was auf eine höhere Nachfrage hindeutet. Die Benzinbestände nahmen um rund 0,4 Millionen Barrel ab. Bereits am Vortag hatte das private American Petroleum Institute (API) überraschend einen deutlichen Rückgang der Lagerbestände vermeldet. Aber auch die Hurrikan-Saison und der tendenziell nachgebende Dollar treiben die Preise. Der Preis für ein Fass der Sorte WTI steigt um 4,0 Prozent auf 39,81 Dollar, Brent gewinnt 3,6 Prozent auf 41,97 Dollar.

Der Goldpreis berappelt sich von seinem Rückschlag am Dienstag, bleibt aber in seiner Spanne gefangen. Über 1.980 und unter 1.920 Dollar gehe momentan wenig, sagen Teilnehmer. Der Preis für die Feinunze rückt um 0,6 Prozent auf 1.968 Dollar vor.

Anleihen stoßen auf ein gewisses Kaufinteresse. Steigende Notierungen drücken die Zehnjahresrendite um 1,1 Basispunkte auf 0,67 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 28.215,51 0,79 219,91 -1,13
S&P-500 3.417,72 0,49 16,52 5,79
Nasdaq-Comp. 11.194,22 0,03 3,90 24,76
Nasdaq-100 11.414,28 -0,22 -24,59 30,70

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,14 0,0 0,14 -106,5
5 Jahre 0,27 -0,2 0,27 -165,5
7 Jahre 0,46 -0,3 0,46 -179,0
10 Jahre 0,67 -1,1 0,68 -177,5
30 Jahre 1,41 -1,8 1,43 -165,3

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:16 Uhr Di, 17:30 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1836 -0,11% 1,1844 1,1847 +5,5%
EUR/JPY 124,16 -0,61% 124,79 125,01 +1,9%
EUR/CHF 1,0747 -0,13% 1,0758 1,0762 -1,0%
EUR/GBP 0,9119 -0,79% 0,9188 0,9216 +7,8%
USD/JPY 104,91 -0,49% 105,27 105,51 -3,6%
GBP/USD 1,2980 +0,69% 1,2891 1,2858 -2,1%
USD/CNH (Offshore) 6,7539 -0,37% 6,7713 6,7806 -3,1%
Bitcoin
BTC/USD 11.009,01 +1,45% 10.770,76 10.778,51 +52,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 39,81 38,28 +4,0% 1,53 -30,5%
Brent/ICE 41,97 40,53 +3,6% 1,44 -31,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.967,98 1.955,38 +0,6% +12,60 +29,7%
Silber (Spot) 27,37 27,23 +0,5% +0,15 +53,3%
Platin (Spot) 979,58 977,95 +0,2% +1,63 +1,5%
Kupfer-Future 3,06 3,06 +0,1% +0,00 +8,5%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err/raz

END) Dow Jones Newswires

September 16, 2020 12:18 ET ( 16:18 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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