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MÄRKTE USA/Gegenbewegung an Wall Street nach Verlusten erwartet

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)An den US-Börsen zeichnet sich am Mittwoch eine Gegenreaktion auf die heftigen Verluste des Vortags ab. Die Futures auf die wichtigen Indizes deuten eine freundliche Eröffnung an.

Allerdings scheint fraglich, ob die Gewinne nachhaltig sein werden, denn es gibt begründete Zweifel daran, dass bei den anstehenden Verhandlungen zwischen USA und China zur Beilegung des Handelsstreits ein Durchbruch erzielt werden kann. Bevor es überhaupt losgeht, haben beide Seiten mit wechselseitigen Sanktionen die Stimmung vergiftet.

Schon am Wochenende hatte es Medienberichte gegeben, wonach China eine kleinteilige Lösung anstrebt, die im Gegensatz zum Anspruch der USA steht, die einen Durchbruch anvisierten. Die USA wiederum haben weitere chinesische Unternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt, denen sie Menschenrechtsverstöße im chinesischen Uiguren-Gebiet vorwerfen, und wollen Investitionen in China einschränken. Wegen des Vorwurfs der Menschenrechtsverletzungen soll ferner die Vergabe von US-Visa an Mitarbeiter der chinesischen Regierung und der Kommunistischen Partei eingeschränkt werden.

China soll daraufhin am Mittwoch angekündigt haben, seinerseits die Visa-Vergabe an US-Bürger einzuschränken, die Verbindungen zu "anti-chinesischen Gruppen" haben, berichtet Reuters. Dazu zähle Peking etwa Geheimdienste, aber auch Menschenrechtsorganisationen.

Erst einmal seien die Anleger aber froh, dass beide Parteien überhaupt noch verhandeln wollten, heißt es.

Abseits der Handelsgespräche gilt das Interesse dem Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung vom September. Analysten verweisen allerdings darauf, dass die Aussagen des Protokolls inzwischen veraltet sein dürften, denn die seither veröffentlichten Konjunkturdaten hätten von einer deutlichen Eintrübung der Wirtschaftslage gezeugt.

Aufschlüsse darüber, ob die Fed aufgrund der zuletzt schwächeren Daten nunmehr stärker in Richtung weiterer geldpolitischer Lockerungen tendiert, könnte daher vielleicht eher ein Auftritt des US-Notenbankchefs Jerome Powell geben, der noch vor Veröffentlichung des Fed-Protokolls auf einer Veranstaltung in Kansas City sprechen wird.


Hoffnung auf Konjunkturstimuli stützt Ölpreise

Hoffnungen auf Fortschritte im Handelsstreit und weitere Wirtschaftsstimuli der US-Notenbank geben den Ölpreisen Auftrieb. Die Daten des Branchenverbands API vom Vorabend, die von einem überraschend starken Aufbau der US-Ölvorräte zeugen, belasten nicht. Die Akteure warten vielmehr auf die offiziellen Daten der US-Regierung, die im Tagesverlauf veröffentlicht werden. Der Preis für ein Barrel US-Rohöl der Sorte WTI steigt um 1,2 Prozent auf 53,27 Dollar. Brent verteuert sich um 1,2 Prozent auf 58,93 Dollar.

Das Interesse an sogenannten sicheren Häfen lässt derweil nach. Sinkende Notierungen lassen die Zehnjahresrendite am Anleihemarkt um 2,4 Basispunkte auf 1,56 Prozent steigen. Der Goldpreis tritt mit 1.507 Dollar auf der Stelle.

Am Devisenmarkt tendiert der Euro zum Dollar kaum verändert bei etwa 1,0980. Die Währungsanalysten der Societe Generale halten nach der Ankündigung der US-Notenbank, kurzfristige Anleihen zu kaufen, Wechselkurse oberhalb von 1,10 Dollar je Euro für möglich. Die Fed hatte am Dienstag angekündigt, die Käufe sogenannter T-Bills zu erhöhen. Notenbankpräsident Jerome Powell will damit jüngsten Verspannungen am Geldmarkt begegnen. Das könne Reaktionen auslösen, die den Euro zum Dollar kurzfristig stärkten und ihm den Weg auf über 1,10 Dollar ebnen, sagt SocGen-Experte Kit Juckes.

Die Nachrichtenlage um den Brexit hat derweil das Pfund auf eine Berg- und Talfahrt geschickt. Es zog am Vormittag kurz auf 1,2292 Dollar an, nachdem The Times berichtet hatte, dass die EU zu Zugeständnissen bereit sei. Im Handel zeigte man sich skeptisch: Dies könnte sich als weiterer Zug im "Brexit Blame Game" erweisen, so XTB. Mittlerweile hat das Pfund fast alle Gewinne wieder abgegeben.


Schadensersatzzahlung belastet Johnson & Johnson

Die Aktien von Johnson & Johnson verlieren im vorbörslichen Handel 2 Prozent. Der Pharmahersteller ist zur Zahlung von 8 Milliarden Dollar Schadensersatz verurteilt worden. Eine Jury in Philadelphia sprach die Summe einem Mann aus Maryland zu, der geltend gemacht hatte, dass die Einnahme des Antipsychotikums Risperdal von J&J in der Kindheit bei ihm zu vergrößerten Brüsten geführt habe. Auf dieses Risiko habe der Konzern ihn nicht angemessen hingewiesen.

Die Apple-Aktie steigt um 1,1 Prozent. Die Analysten von Canacord Genuity haben das Kursziel für Apple auf 260 von 240 Dollar erhöht und die Kaufempfehlung bekräftigt.

Daneben stehen PG&E im Blick. Der Versorger hat bestätigt, dass er wegen eines drohenden Sturms vorsichtshalber den Strom in Teilen Kaliforniens abschaltet, um zu verhindern, dass erneut durch beschädigte Leitungen verheerende Großbrände ausgelöst werden, wie dies 2017 und 2018 der Fall war. Betroffen sind voraussichtlich rund 800.000 Kunden. PG&E hatte deshalb im Januar dieses Jahres Gläubigerschutz nach Chapter 11 angemeldet. Die Aktie wird vorbörslich 0,8 Prozent höher gestellt, hatte aber am Dienstag nach einer Vorwarnung des Unternehmens schon über 5 Prozent eingebüßt.



Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,42 0,4 1,42 22,1
5 Jahre 1,36 1,3 1,35 -56,0
7 Jahre 1,46 2,1 1,44 -78,4
10 Jahre 1,56 2,4 1,53 -88,9
30 Jahre 2,06 2,7 2,03 -101,0

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:24 Di, 17:15 % YTD
EUR/USD 1,0982 +0,24% 1,0957 1,0950 -4,2%
EUR/JPY 117,91 +0,51% 117,46 117,30 -6,2%
EUR/CHF 1,0924 +0,41% 1,0893 1,0882 -3,0%
EUR/GBP 0,8985 +0,22% 0,8980 0,8969 -0,2%
USD/JPY 107,37 +0,28% 107,20 107,11 -2,1%
GBP/USD 1,2223 +0,02% 1,2202 1,2208 -4,2%
USD/CNY 7,1274 -0,24% 7,143 7,1428 +3,6%
Bitcoin
BTC/USD 8.162,50 +0,01% 8.145,25 8.210,75 +119,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 53,27 52,63 +1,2% 0,64 +10,5%
Brent/ICE 58,93 58,24 +1,2% 0,69 +6,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.506,52 1.505,51 +0,1% +1,01 +17,5%
Silber (Spot) 17,88 17,74 +0,8% +0,14 +15,4%
Platin (Spot) 891,58 889,49 +0,2% +2,09 +11,9%
Kupfer-Future 2,57 2,57 +0,0% +0,00 -3,1%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/smh

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October 09, 2019 08:38 ET ( 12:38 GMT)

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