DAX ®13.105,61-0,46%TecDAX ®3.053,18-0,06%Dow Jones27.909,60-0,38%NASDAQ 1008.362,74-0,41%
finanztreff.de

MÄRKTE USA/Gut behauptet - Trumpscher Strafzoll-Tweet verunsichert

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Steffen Gosenheimer

NEW YORK (Dow Jones)Ermutigende und zudem wieder auf Wirtschaftswachstum hindeutende Konjunktursignale aus China vom Wochenende dürften am Montag für einen leicht positiven Start an der Wall Street sorgen. Am Anleihemarkt, wo der Handel bereits läuft, fallen die Kurse dagegen deutlich, die Renditen steigen also, wie bereits in Europa zu beobachten. Die Zehnjahresrendite steigt um 5,4 Basispunkte auf 1,83 Prozent.

Allerdings stehen in den USA kurz nach Handelsbeginn ebenfalls diverse Konjunkturdaten zur Veröffentlichung auf dem Programm, die noch Einfluss auf die Tagestendenz nehmen dürften. Berichtet wird insbesondere der viel beachtete Einkaufsmanagerindex (ISM) für das verarbeitende Gewerbe im November. Er wird mit 49,4 Punkten erwartet, deutlich über dem Oktoberwert von 48,3, damit aber immer noch unter der Expansionsschwelle von 50. In China ist ein ähnlicher Index nun über die 50er Marke gestiegen.

Es gibt nun einen breiten Konsens unter den Investoren, dass die schlimmsten Auswirkungen des Handelsstreits hinter uns liegen, wenn man sieht, wie die globalen Volkswirtschaften synchron in einen neuen Wachstumszyklus schwenken, während die USA und China weiter verhandeln und die Situation nicht mit noch weiteren Strafzöllen verschärfen", kommentiert Boris Schlossberg von BK Asset Management.


Trump verteuert Stahlimporte aus Brasilien und Argentinien

Im Hintergrund schwelt derweil weiter das Ringen um ein US-chinesisches Abkommen zur Entschärfung des Handelsstreits. Ein Dämpfer hierfür dürfte sein, dass China wegen der US-Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong Sanktionen gegen die USA verhängt hat. Unter anderem dürfen US-Kriegsschiffe nicht mehr in Hongkong Zwischenstation machen.

Wie fragil die Stimmungslage in Sachen internationaler Handel weiter ist, zeigen die von den Tageshochs deutlich zurückgekommenen US-Aktienindex-Futures, nachdem US-Präsident Donald Trump per Twitter mit sofortiger Wirkung Strafzölle auf Stahlimporte aus Brasilien und Argentinien angekündigt hat. Trump wirft beiden Ländern Abwertungen ihrer jeweiligen Währungen vor, womit sich deren Stahl verbilligt.

Die Kurse von US-Stahlherstellern reagieren darauf reflexartig zunächst positiv. US Steel liegen in der Vorbörse auf Nasdaq.com gut 1,5 Prozent im Plus, AK Steel über 2,9 Prozent und Nucor 0,7 Prozent.

Unter den Einzelwerten gewinnen Fiat Chrysler 0,5 Prozent, nachdem laut der Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) beim letzten von drei Streitthemen eine erste Einigung erzielt wurde. Dabei geht es um neue Investitionen und Arbeitsplätze. Fiat Chrysler hat dies bestätigt, bislang aber keine Details genannt.

Citi Research hat Philip Morris auf "Neutral" von "Buy" gesenkt, die Aktie gibt um gut ein halbes Prozent nach.


Ölpreise auf Erholungskurs

Die Ölwerte dürften sich tendenziell erholen, denn am Ölmarkt sorgen die positiven Daten von der Konjunkturfront für eine kräftige Erholung der Preise, die am Freitag allerdings noch stärker nachgegeben hatten. Hinzu kommt die Spekulation, dass beim Opec-Treffen am Donnerstag und Freitag in Wien eine Ausweitung der bereits geltenden Förderkürzungen beschlossen werden könnte. Offenbar will Saudi-Arabien sich dafür stark machen die geltende Drosselungsvereinbarung bis Mitte 2020 zu verlängern. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI verteuert sich um 2,2 Prozent auf 53,39 Dollar.



Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,63 2,4 1,60 42,6
5 Jahre 1,67 4,1 1,62 -25,9
7 Jahre 1,78 4,9 1,73 -47,0
10 Jahre 1,83 5,4 1,78 -61,0
30 Jahre 2,27 7,0 2,20

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8.27 Uhr Fr, 18.07 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1023 +0,02% 1,1020 1,1019 -3,9%
EUR/JPY 120,72 +0,01% 120,79 120,59 -4,0%
EUR/CHF 1,0994 -0,27% 1,1018 1,1018 -2,3%
EUR/GBP 0,8523 -0,15% 0,8527 0,8517 -5,3%
USD/JPY 109,51 -0,00% 109,61 109,44 -0,1%
GBP/USD 1,2933 +0,16% 1,2923 1,2934 +1,3%
USD/CNH (Offshore) 7,0407 +0,17% 7,0350 7,0311 +2,5%
Bitcoin
BTC/USD 7.300,51 -1,10% 7.236,26 7.744,26 +96,3%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,21 55,17 +1,9% 1,04 +15,9%
Brent/ICE 61,53 60,49 +1,7% 1,04 +11,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.459,64 1.463,91 -0,3% -4,27 +13,8%
Silber (Spot) 16,93 17,02 -0,5% -0,09 +9,3%
Platin (Spot) 895,00 896,02 -0,1% -1,02 +12,4%
Kupfer-Future 2,65 2,64 +0,1% +0,00 +0,0%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/ros

END) Dow Jones Newswires

December 02, 2019 08:31 ET ( 13:31 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

AK STEEL HLDG DL-,01
AK STEEL HLDG      DL-,01 - Performance (3 Monate) 2,88 +8,20%
EUR +0,22
Porträt - Chart - Kennzahlen
Fundamentale Analysen Urteil
23.09. JPMORGAN Negativ
Nachrichten
03.12. MÄRKTE USA/Erneute Handelssorgen belasten die Wall Street APPLE 240,30 -2,08%
02.12. MÄRKTE USA/Schwache US-Daten und neue Handelsstreit-Sorgen belasten AK STEEL HLDG DL-,01 2,88 +8,20%
02.12. MÄRKTE USA/Trump-Tweet und schwache US-Daten drücken Wall Street ins Minus AK STEEL HLDG DL-,01 2,88 +8,20%
Weitere Wertpapiere...
NUCOR CORP. DL-,40 51,00 +0,99%
EUR +0,50
US STEEL 12,42 +5,94%
EUR +0,70
Dow Jones 27.909,60 -0,38%
PKT -105,46
NASDAQ 100 8.362,74 -0,41%
PKT -34,62
S&P 500 3.133,25 -0,43%
PKT -13,50
NASDAQ COMP. 8.621,83 -0,40%
PKT -34,70
PHILIP MORRIS INTL INC. 75,51 +0,40%
EUR +0,30
BTC/CHF 7.315,6550 +1,01%
CHF +73,2150
BTC/EUR 6.675,0300 +1,01%
EUR +66,9650
BTC/USD 7.359,2550 +0,38%
USD +27,5000
FIAT CHRYSLER AUTOM. 0,01 13,13 -1,07%
EUR -0,14
+ alle anzeigen

News-Suche

Suchbegriff:
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Die Zahl der Börsengänge ist 2019 so niedrig wie seit der Finanzkrise vor zehn Jahren. Nächstes Jahr soll aber besser werden, meint das Beratungsunternehmen Kirchhoff. Glauben Sie das?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen