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MÄRKTE USA/Gute Quartalszahlen schieben Indizes auf Jahreshochs

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Mehrheitlich überzeugende Quartalszahlen verhelfen den US-Börsen am Dienstag ins Plus und treiben die Kurse wieder in die Nähe ihrer Rekordstände. Am Berichtstag und auch im weiteren Verlauf der Woche dominieren die Ergebnisse der US-Unternehmen das Geschehen. Rund 150 Unternehmen aus dem S&P-500 werden bis Freitag ihre Zahlen vorlegen. Andere Themen, wie die weiterhin laufenden Verhandlungen im Handelsstreit zwischen den USA und China, treten dagegen etwas in den Hintergrund.

Für den Dow-Jones-Index geht es gegen Mittag (Ortszeit New York) um 0,5 Prozent auf 26.635 Punkte nach oben. Der S&P-500 gewinnt 0,7 Prozent. Der Nasdaq-Composite verbessert sich um 1,1 Prozent. Alle drei Indizes markierten im Verlauf neue Jahreshochs.

Der Sektor der Energiewerte zeigt sich kaum verändert, auch wenn die Ölpreise weiter zulegen - jedoch in gebremstem Tempo. Am Vortag hatte der Sektor mit einem Plus von 2,1 Prozent die Gewinnerliste noch klar angeführt.

Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist übersichtlich. Eine halbe Stunde nach dem Start wurden lediglich die Daten für die Neubauverkäufe im März veröffentlicht. Sie fielen deutlich besser aus als erwartet, nachdem die Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser am Montag noch enttäuscht hatten.



Überzeugende Quartalszahlen - von Coca-Cola bis Twitter


Den Takt geben aber die Quartalszahlen vor. Hier konnte unter anderem Twitter überzeugen. Das soziale Netzwerk erzielte im ersten Quartal einen Rekord bei den täglich aktiven Nutzern. Zudem stiegen Gewinn und Umsatz. Es war nach jahrelangen Verlusten schon das sechste profitable Quartal in Folge. Die Twitter-Aktie schießt um fast 17 Prozent nach oben.

Die Titel von Coca-Cola gewinnen 2,1 Prozent. Der Brausehersteller hat mit seinen Erstquartalszahlen die Markterwartungen übertroffen. Den Jahresausblick bestätigte der US-Konzern.

Die Aktien von Hasbro haussieren um 15 Prozent. Der US-Spielzeughersteller hat es im ersten Quartal überraschend in die schwarzen Zahlen geschafft. Analysten hatten dagegen einen Verlust erwartet.

Die Papiere von United Technologies steigen um 2,2 Prozent. Der Industriekonzern hat im ersten Quartal mehr verdient als erwartet und den Jahresausblick leicht angehoben.

Für die Aktie von Procter & Gamble geht es dagegen um 2,5 Prozent abwärts. Zwar konnte das Unternehmen mit den Ergebnissen für das erste Quartal überzeugen, doch der Ausblick für das Geschäftsjahr blieb unter den Erwartungen. Zudem ist die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten um gut 45 Prozent gestiegen, so dass es zu leichten Gewinnmitnahmen kommt.

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin hat seine Gewinnprognose für das laufende Jahr aufgrund voller Auftragsbücher angehoben. Die Aktie steigt um 6,2 Prozent. Auch die Papiere der Mitbewerber im Sektor legen im Gefolge zu.

Der Telekomkonzern Verizon hat im ersten Quartal mehr verdient als erwartet. Beim Ergebnis je Aktie für 2019 zeigt sich das Unternehmen zuversichtlicher. Allerdings seien die Kundenzahlen hinter den Prognosen geblieben, heißt es. Die Aktie fällt um 2,2 Prozent.



Ölpreise legen weiter zu - aber mit gebremstem Tempo


Die Ölpreise setzen ihre Aufwärtstendenz fort, wenn auch nicht mehr so deutlich wie am Vortag. Immerhin markierten Brent und WTI neue Jahreshochs. Kurzfristig dürften die Preise weiter steigen, so die Commerzbank. Die USA setzten offenbar darauf, dass Saudi-Arabien und andere Anbieter in die Bresche sprängen. Eine weitere Frage sei, ob China den USA Folge leisten und die Käufe von iranischem Öl einstellen werde. In einer ersten Reaktion habe China das Ansinnen der USA zurückgewiesen. Ob die USA tatsächlich so weit gehen und Sanktionen gegen China verhängen würden, ist auch im Hinblick auf die laufenden Handelsgespräche eine spannende Frage, heißt es weiter. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI steigt um 1,1 Prozent auf 66,27 Dollar. Brent erhöht sich um 0,4 Prozent auf 74,34 Dollar.

Der Euro kommt leicht unter Druck und fällt zeitweise unter 1,12 Dollar. Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung knapp über dieser Marke. Einen nachrichtlichen Grund für die Schwäche des Euro können Händler nicht ausmachen. Ein Beobachter vermutet jedoch einen Zusammenhang mit der geringen Volatilität am Devisenmarkt. Sie treibe Anleger in renditestärkere Währungen. Niedrigzinswährungen wie der Euro, der Yen oder der Franken blieben dabei außen vor.

Der Dollar steigt derweil zum Franken auf ein Zweijahreshoch. Händler verweisen zur Begründung auf das höhere Wirtschaftswachstum in den USA, während die SNB ihren Leitzins von minus 0,75 Prozent bis weit ins nächste Jahr auf diesem Stand belassen dürfte. Damit dürfte die Zinsdifferenz bis auf weiteres Bestand haben.

Der Goldpreis ist mit 1.268 Dollar auf den tiefsten Stand seit vier Monaten gefallen. Aktuell notiert das Edelmetall bei 1.270 Dollar, ein Minus von 0,3 Prozent. "Gold könnte nun die 200-Tage-Linie testen", sagt ein Teilnehmer. Sie verläuft bei 1.251 Dollar. Vor allem der festere Dollar belaste, heißt es. Zudem habe es eine größere Verkaufsorder bei Gold-Futures gegeben, so ein Teilnehmer.

Die US-Anleihen legen leicht zu. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fällt um 1,4 Basispunkte auf 2,58 Prozent. Anleger nutzten die gesunkenen Notierungen zum Einstieg, heißt es aus dem Handel. Anstehende Neuemissionen verhinderten aber, dass die Investoren stärker zugriffen. Im Tagesverlauf wird das US-Finanzministerium zweijährige Anleihen im Volumen von 40 Milliarden Dollar verkaufen. Am Mittwoch und Donnerstag folgen Auktionen fünf- und siebenjähriger Schuldtitel.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 26.635,35 0,47 124,30 14,18
S&P-500 2.928,74 0,71 20,77 16,83
Nasdaq-Comp. 8.099,81 1,05 84,54 22,07
Nasdaq-100 7.789,86 0,99 76,37 23,06

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,36 -2,9 2,39 116,0
5 Jahre 2,36 -2,7 2,39 43,7
7 Jahre 2,47 -2,1 2,49 22,1
10 Jahre 2,58 -1,4 2,59 13,1
30 Jahre 2,98 -0,6 2,99 -8,3

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:21 Mo, 17:30 % YTD
EUR/USD 1,1208 -0,45% 1,1247 1,1258 -2,2%
EUR/JPY 125,42 -0,47% 125,85 126,02 -0,3%
EUR/CHF 1,1457 +0,22% 1,1430 1,1432 +1,8%
EUR/GBP 0,8664 -0,09% 0,8665 0,8672 -3,7%
USD/JPY 111,90 -0,02% 111,90 111,94 +2,1%
GBP/USD 1,2937 -0,35% 1,2981 1,2983 +1,4%
Bitcoin
BTC/USD 5.562,38 +3,39% 5.537,26 5.321,01 +49,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 66,27 65,55 +1,1% 0,72 +41,2%
Brent/ICE 74,34 74,04 +0,4% 0,30 +35,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.269,82 1.273,20 -0,3% -3,39 -1,0%
Silber (Spot) 14,79 15,01 -1,5% -0,22 -4,6%
Platin (Spot) 887,73 898,50 -1,2% -10,77 +11,5%
Kupfer-Future 2,89 2,90 -0,6% -0,02 +9,4%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

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April 23, 2019 12:01 ET ( 16:01 GMT)

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