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MÄRKTE USA/Handelsstreit-Sorgen drücken Wall Street ins Minus

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Der US-chinesische Handelsstreit rückt am Mittwoch wieder in den Fokus der Wall Street. Es verstärkt sich die Sorge, dass die Unterstützung eines Gesetzes zum Schutz von Demokratie und Menschenrechten in Hongkong durch das US-Repräsentantenhaus einen Deal im Handelsstreit erschweren könnte. Die Reaktion aus Peking kam prompt - die Regierung äußerte sich "empört", sprach von einer Einmischung in innere Angelegenheiten und drohte "starke" Gegenmaßnahmen an.

Zwar stehe die US-Berichtssaison derzeit im Fokus, doch der Handelsstreit und die abermalige Senkung der Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft durch den IWF am Vortag zeigten, dass die Situation angespannt bleibe, so ein Teilnehmer. Die Brexit-Verhandlungen scheinen sich dagegen auf der Zielgeraden zu befinden, wenngleich die Lage eher undurchsichtig ist. Im Handel wird auf Medienberichte verwiesen, denen zufolge die Democratic Unionist Party (DUP) den jüngsten Brexit-Vorschlägen positiv gegenübersteht. Die DUP gilt als der wichtigste Verbündete von Premierminister Boris Johnson. Allerdings soll die Parteivorsitzende Arlene Foster den Bericht mittlerweile als unzutreffend bezeichnet haben. Die Zeit, um einen ungeregelten Austritt aus der EU noch zu vermeiden, wird zunehmend knapp.

Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 0,1 Prozent auf 27.004 Punkte. Der S&P-500 fällt um 0,2 Prozent und der Nasdaq-Composite büßt 0,4 Prozent ein.

Der US-Einzelhandelsumsatz für September enttäuschte indes. Dieser ging um 0,3 Prozent zurück, während die Analysten mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet hatten. Es war der ersten Rückgang seit Februar. Im Verlauf folgt noch das Beige Book, der Konjunkturbericht der US-Notenbank. Nachbörslich stehen zudem die US-Erdöllagerbestände des privaten American Petroleum Institute (API) für August an.


Bank of America mit Sonderbelastung

Mit der Bank of America legte vorbörslich ein weiteres US-Institut Geschäftszahlen vor. Die Bank hat im dritten Quartal wegen eines Sondereffekts in Höhe von 2,1 Milliarden Dollar deutlich weniger verdient als vor Jahresfrist. Die Bank verdiente 5,8 Milliarden Dollar nach 7,2 Milliarden im Vorjahr. Bereinigt um den Sondereffekt belief sich der Gewinn auf 7,5 Milliarden Dollar. Das Ergebnis je Aktie lag bei 56 Cent bzw. 75 Cent bereinigt. Analysten hatten laut Factset-Konsens einen Gewinn je Aktie von 54 Cent prognostiziert. Die Aktie legt um 2,9 Prozent zu.

Die US-Finanzholding U.S. Bancorp hat ihren Gewinn im dritten Quartal stärker gesteigert als erwartet. Der Gewinn legte auf 1,91 Milliarden Dollar oder 1,15 Dollar je Aktie zu nach 1,82 Milliarden oder 1,06 Dollar je Anteil im Vorjahresquartal, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten laut Factset nur mit einem Ergebnis von 1,11 Dollar je Aktie gerechnet. Die Aktie gewinnt 2,9 Prozent.

Der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories hat im dritten Quartal mit der Umsatzentwicklung enttäuscht. Bereinigt um Einmaleffekte verbesserte sich das Ergebnis je Aktie von 75 Cent auf 84 Cent und traf damit die Analystenschätzung auf den Punkt. Die Aktie fällt um 1,7 Prozent.

Die Aktien von United Airlines Holdings steigen um 1,3 Prozent. Die Fluggesellschaft übertraf nicht nur mit dem bereinigten Gewinn die Analystenprognosen, sondern hob auch den Ausblick an.


Ölpreise leicht im Plus - Pfund im "Brexit-Bann"

Die Ölpreise zeigen sich uneinheitlich und erneut volatil. Die Sorgen um eine globale Konjunktur-Abschwächung und in der Folge eine sinkende Nachfrage bleiben dominierend. Kurzfristig stützten Aussagen von Opec-Generalsekretär Mohammad Barkindo, wonach das Erdölkartell alles in seiner Macht Stehende tun werde, um die Stabilität des Ölmarktes über 2020 hinaus zu gewährleisten. Doch der IWF hatte seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft am Vortag erneut nach unten genommen und das vor allem mit zunehmenden Handelsbarrieren und einer steigenden Unsicherheit in Bezug auf Außenhandel und Geopolitik begründet. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI steigt um 0,2 Prozent auf 52,92 Dollar, Brent fällt dagegen um 0,1 Prozent auf 58,68 Dollar.

Das Pfund bleibt mit den Brexit-Entwicklungen im Fokus. Mit den jüngsten Meldungen schießt das Pfund im Tageshoch auf 1,2840 Dollar nach oben. Aktuell kommt es wieder auf 1,2718 Dollar zurück. Weiter werde die Währung von den Schlagzeilen um die Brexit-Entwicklung getrieben, so ein Beobachter. Die nordirische Partei DUP soll laut Berichten einem Kompromiss zum Brexit zugestimmt haben, anschließend wurde das jedoch wieder dementiert.

Bei den US-Anleihen sorgt die Unsicherheit über den EU-Austritt Großbritanniens für leichten Zulauf - neben dem weiter ungelösten US-chinesischen Handelsstreit. Es ist unklar, ob es zu einem neuem Abkommen kommt, das einen ungeregelten Brexit verhindert. "Der Optimismus, dass ein Brexit-Abkommen in Sicht ist, wurde von den EU-Diplomaten über Nacht als verfrüht bezeichnet, so dass es ein angespanntes Finale mit mehr Wendungen und Wendungen sein dürfte", so Stratege Kenneth Broux von der Societe Generale. Die Rendite zehnjähriger Papiere fällt um 1,1 Basispunkte auf 1,76 Prozent.

Der Goldpreis holt einen Teil seiner Vortagesverluste wieder auf. Der Preis für die Feinunze verteuert sich um 0,3 Prozent auf 1.486 Dollar.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.003,54 -0,08 -21,26 15,76
S&P-500 2.990,36 -0,18 -5,32 19,29
Nasdaq-Comp. 8.120,44 -0,35 -28,27 22,38
Nasdaq-100 7.913,92 -0,36 -28,93 25,02

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,60 -1,6 1,61 39,6
5 Jahre 1,58 -1,7 1,59 -34,7
7 Jahre 1,66 -1,7 1,68 -58,3
10 Jahre 1,76 -1,1 1,77 -68,3
30 Jahre 2,25 0,9 2,24 -82,1

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 7:54 Uhr Di, 17:08 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1047 +0,14% 1,1036 1,1038 -3,6%
EUR/JPY 120,08 +0,01% 119,94 120,09 -4,5%
EUR/CHF 1,1010 -0,07% 1,1010 1,1018 -2,2%
EUR/GBP 0,8618 -0,33% 0,8653 0,8634 -4,2%
USD/JPY 108,70 -0,12% 108,69 108,80 -0,9%
GBP/USD 1,2818 +0,47% 1,2754 1,2781 +0,4%
USD/CNH (Offshore) 7,1064 +0,31% 7,1010 7,0827 +3,5%
Bitcoin
BTC/USD 7.986,25 -1,94% 8.162,00 8.262,50 +114,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 52,92 52,81 +0,2% 0,11 +9,8%
Brent/ICE 58,68 58,74 -0,1% -0,06 +5,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.486,07 1.481,13 +0,3% +4,94 +15,9%
Silber (Spot) 17,36 17,42 -0,4% -0,06 +12,0%
Platin (Spot) 888,30 885,00 +0,4% +3,30 +11,5%
Kupfer-Future 2,58 2,61 -1,2% -0,03 -2,4%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/cln

END) Dow Jones Newswires

October 16, 2019 09:49 ET ( 13:49 GMT)

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