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MÄRKTE USA/Heftige Kursschwankungen am vierfachen Hexensabbat

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Wall Street befindet sich am Freitag auf einer Achterbahnfahrt. Die Indizes schwanken erheblich zwischen Gewinnen und Verlusten hin und her. Teilnehmer verweisen auf den großen Verfalltag, der oftmals zu abrupten Bewegungen führe, weil die Anleger Aktienkurse und Indexstände in eine für sie günstige Richtung zerren wollen.

Der Dow-Jones-Index liegt zur Mittagszeit mit 22.850 Punkten auf dem Vortagesniveau. Der S&P-500 liegt knapp im Minus, der Nasdaq-Composite verliert dagegen 1,3 Prozent. Beim Dollar tut sich wenig. Er tendiert zum Yen auf der am Donnerstag deutlich verbilligten Basis seitwärts, macht aber immerhin zum Euro etwas Boden gut.

Die Nachrichtenlage ist eher unfreundlich. Kaum sind die von vielen Anlegern als enttäuschend, weil nicht so taubenhaft wie erhofft, empfundenen Aussagen zum künftigen Zinskurs der US-Notenbank halbwegs verdaut, rückt die Furcht vor einem möglichen Regierungsstillstand als Belastungsfaktor in den Fokus. US-Präsident Donald Trump hat sich bislang geweigert, eine Vereinbarung zur Abwendung eines Stillstands zu unterschreiben. Er droht sogar einen Shutdown "für eine sehr lange Zeit" an, wenn die Demokraten nicht für ein Ausgabengesetz stimmen, das die Finanzierung einer Mauer entlang der mexikanischen Grenze beinhaltet. Sollte bis Mitternacht keine Einigung erfolgen, werden am Wochenende mehr als 380.000 Regierungsmitarbeiter die Arbeit ruhen lassen.

Für Verunsicherung sorgt der Rücktritt des US-Verteidigungsministers - offenbar aus Uneinigkeit mit dem Trumpschen Kurs. Nach dem abrupten Rückzug der US-Truppen aus Syrien, mit dem Trump verbündete Staaten vor den Kopf gestoßen und viel Kritik hervorgerufen hat, soll er nun auch Truppen aus Afghanistan abziehen wollen. Unter den Aktien im Rüstungssektor verlieren Lockheed Martin 2,5 und Northrop Grumman 3,5 Prozent.

Derweil gibt es neue Spannungen zwischen den USA und China, die den laufenden Handelsgesprächen nicht hilfreich sein dürften. Die USA haben zwei Chinesen wegen angeblich staatlich unterstützter Hacker-Angriffe angeklagt und Washington beschuldigt Peking, ein Abkommen gegen Wirtschaftsspionage verletzt zu haben.

Konjunkturseitig sind die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im November etwas schlechter ausgefallen als erwartet. Immerhin wurde der Anstieg der Unternehmensgewinne im dritten Quartal leicht nach oben revidiert. Der niedrig ausgefallene PCE-Preisindex im November könnte die Kritik an der US-Notenbank befeuern, die für kommendes Jahr eine weitere Straffung vorsieht.



Nike sehr fest - Perrigo-Kurs stürzt ab


Unter den Einzelwerten legen Nike um rund 8 Prozent zu. Der US-Sportartikelhersteller hat im zweiten Geschäftsquartal abermals besser abgeschnitten als erwartet. Im Berichtsquartal steigerte Nike den Gewinn um gut 10 Prozent auf 847 Millionen Dollar gesteigert. Der Umsatz kletterte ebenfalls um 10 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar. Under Armour gewinnen im Nike-Sog 0,9 Prozent.

Accenture liegen 1,6 Prozent im Minus, nachdem der Unternehmensberater den Kauf des Datenanalytikers Knowledgent Group mitgeteilt hat. Perrigo leiden darunter, dass Irland 1,64 Milliarden Euro an Steuern von dem Arzneimittelhersteller eintreiben will. Der Kurs sackt um knapp 25 Prozent ab.

Zynga legen um 4,7 Prozent zu. Der Videospiel-Hersteller hat angekündigt, 80 Prozent an Small Giant Games für 560 Millionen Dollar zu erwerben. Die restlichen 20 Prozent an dem finnischen Unternehmen sollen in den kommenden drei Jahren erworben werden. Zudem hat das Unternehmen seinen Ausblick auf das vierte Quartal angehoben.

Um 0,6 Prozent aufwärts geht es für Cintas, nachdem der Berufsbekleidungshersteller seinen Ausblick angehoben und Quartalsergebnisse vorgelegt hat, die die Markterwartungen übertreffen.

Die Aktien des Steakhaus-Betreibers Del Frisco's Restaurant schnellen um 3 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat angekündigt, strategische Alternativen zu prüfen, die auch einen möglichen Verkauf der gesamten Restaurantkette oder eines Teils einschließen.



Ölpreise fallen weiter


Die Ölpreise fangen sich im Verlauf etwas. Zwar drücken tendenziell die eingetrübten Konjunkturerwartungen und das zu hohe Ölangebot. Doch nach anfänglich erneut deutlichen Rückschlägen zeigen sich die Preise nun nur noch mit kleineren Veränderungen. Für eine gewisse Stabilisierung sorgt, dass Saudi-Arabien möglicherweise seine Ölförderung stärker drosseln will, als noch Anfang des Monats beim Opec-Treffen vereinbart. Laut Dokumenten, in die das Wall Street Journal Einblick hatte, sollen 322.000 Barrel täglich weniger gepumpt werden statt 250.000.

Brentöl verbilligt sich um 0,3 Prozent auf 54,16 Dollar je Barrel, WTI rückt um 0,6 Prozent vor auf 46,17 Dollar.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 22.869,81 0,04 10,21 -7,48
S&P-500 2.461,21 -0,25 -6,21 -7,94
Nasdaq-Comp. 6.442,19 -1,32 -86,21 -6,68
Nasdaq-100 6.155,64 -1,40 -87,56 -3,76

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:24 Do, 17:03 % YTD
EUR/USD 1,1404 -0,40% 1,1463 1,1414 -5,1%
EUR/JPY 126,84 -0,46% 127,59 127,44 -6,2%
EUR/CHF 1,1309 +0,03% 1,1306 1,1339 -3,4%
EUR/GBP 0,9002 -0,48% 0,9045 0,9032 +1,3%
USD/JPY 111,22 -0,06% 111,30 111,67 -1,3%
GBP/USD 1,2668 +0,08% 1,2674 1,2638 -6,3%
Bitcoin
BTC/USD 3.966,13 -2,73% 4.003,37 4.014,75 -72,4%

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,66 -0,9 2,67 146,0
5 Jahre 2,66 -1,1 2,67 73,3
7 Jahre 2,73 -0,4 2,73 47,8
10 Jahre 2,80 -0,8 2,81 35,5
30 Jahre 3,04 -0,7 3,05 -2,8

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 46,17 45,88 +0,6% 0,29 -19,6%
Brent/ICE 54,16 54,35 -0,3% -0,19 -14,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.257,83 1.259,86 -0,2% -2,03 -3,5%
Silber (Spot) 14,68 14,77 -0,6% -0,08 -13,3%
Platin (Spot) 794,10 795,50 -0,2% -1,40 -14,6%
Kupfer-Future 2,68 2,70 -0,6% -0,02 -20,1%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz/gos

END) Dow Jones Newswires

December 21, 2018 12:05 ET ( 17:05 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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