DAX ®12.398,90+0,32%TecDAX ®2.915,87+0,08%S&P FUTURE2.837,80-0,11%Nasdaq 100 Future7.449,75-0,11%
finanztreff.de

MÄRKTE USA/Höhere US-Inflationsdaten drücken Wall Street ins Minus

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Thomas Rossmann

NEW YORK (Dow Jones)Ein unerwartet deutlicher Anstieg der US-Verbraucherpreise drückt die Wall Street zu Handelsbeginn am Mittwoch ins Minus - allerdings nicht so stark wie es sich vorbörslich abgezeichnet hatte. Denn mit den Daten sind die Inflationssorgen wieder stärker auf dem Radar der Investoren, verbunden mit der Befürchtung, dass die US-Notenbank eine schnellere Straffung der Geldpolitik vornehmen könnte. Bislang werden vom Markt drei Zinsschritte für dieses Jahr erwartet. Entsprechend deutlich fallen die Reaktionen an den Märkten aus. Für den Dollar ging es kräftig nach oben, allerdings hat der Greenback die Gewinne mittlerweile größtenteils wieder abgegeben.

Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 0,6 Prozent auf 24.505 Punkte. Für den S&P-500 geht es um 0,5 Prozent nach unten und der Nasdaq-Composite reduziert sich um 0,3 Prozent.

Die Verbraucherpreise stiegen im Januar um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat, während Ökonomen nur mit einem Anstieg von 0,4 Prozent gerechnet hatten. Dadurch ergab sich eine Jahresteuerung von 2,1 (Vormonat: 2,1) Prozent. Volkswirte hatten hier einen Rückgang auf 1,9 Prozent erwartet. Die US-Notenbank peilt eine Inflationsrate von rund 2 Prozent an. In der Kernrate, die die besonders volatilen Preise für Energie und Lebensmittel außen vor lässt, stiegen die Preise um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten hier 0,2 Prozent erwartet. Die Jahresteuerung betrug wie im Vormonat 1,8 Prozent. Die Prognose hatte auf 1,7 Prozent gelautet.

Der heutige Inflationsbericht hat im Gefolge der kürzlich stark gestiegenen Stundenlöhne eine ganz neue Bedeutung erlangt", so Michael Hewson, Chief Market Analyst bei CMC Markets. "Jedoch beobachtet die US-Notenbank nicht nur diese Daten zur Einschätzung der Inflation", ergänzt der Marktteilnehmer. "Nichtsdestotrotz hat die Fokussierung auf die Inflation, nicht nur in den USA, sondern weltweit, Befürchtungen geweckt, dass die Notenbanken bei der Einschätzung der Aussichten für die nächsten Monate etwas zurückliegen könnten."

Nach Meinung eines Händlers könnte die Volatilität an den Finanzmärkten nach den US-Preisdaten nun wieder zunehmen. Ein anderer Marktteilnehmer warnt indes vor einer Dramatisierung. Letztlich indizierten die steigenden Inflationszahlen eine stärkere Wirtschaft.

Für Enttäuschung sorgten auch die US-Einzelhandelsumsätze, die im Januar entgegen der Prognose gesunken sind. Die Handelsunternehmen hatten 0,3 Prozent weniger Geld in den Kassen als noch im Vormonat. Das ist der größte Rückgang seit elf Monaten. Volkswirte hatten dagegen im Konsens mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Die Realeinkommen in den USA sind im Januar gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent gefallen. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, war im Dezember ein Anstieg um 0,2 Prozent zu verzeichnen.

Im weiteren Handelsverlauf folgen noch die Lagerbestände für Dezember und die wöchentlichen US-Öllagerdaten.



Dollar legt nach US-Daten kräftig zu - Euro zeitweise klar unter 1,23 USD


Der Dollar reagierte mit einem Satz nach oben auf die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten. Im Gegenzug rutschte die Gemeinschaftswährung auf ein Tagestief bei 1,2276 Dollar. Aktuell erholt sich die Devise wieder auf 1,2318 Dollar, nach 1,2345 Dollar vor Veröffentlichung der Daten.

Der Goldpreis rutschte zwischenzeitlich ins Minus und markierte bei 1.318 Dollar ein Tagestief. Aktuell liegt das Edelmetall jedoch wieder mit 0,3 Prozent im Plus bei 1.334 Dollar je Feinunze. Vor der Bekanntgabe der Inflationsdaten hatte Gold bei 1.331 Dollar gelegen.

Auch am Anleihemarkt ist eine deutliche Reaktion auszumachen. Die Rendite zehnjähriger Papiere zieht kräftig an und legt aktuell um 5 Basispunkte auf 2,87 Prozent zu. Zuvor hatte sie um 1 Basispunkt auf 2,82 Prozent nachgegeben.

Die Ölpreise bauen ihre zwischenzeitlichen Abgaben noch aus, ausgelöst durch den deutlichen Dollar-Anstieg. Für einen weiteren Impuls könnten im Handelsverlauf auch noch die wöchentlichen US-Lagerdaten sorgen. Hier wird erneut mit einer Zunahme gerechnet. Die Analysten prognostizieren im Schnitt ein Plus von 2,6 Millionen Barrel. Bei den bereits veröffentlichten Daten des privaten American Petroleum Institute (API) wurde ein Anstieg von 3,9 Millionen Barrel vermeldet. Übergeordnet belastet auch weiterhin die Befürchtung einer Ausweitung der US-Ölförderung. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI sinkt um 1,5 Prozent auf 58,28 Dollar. Für Brent geht es um 0,9 Prozent auf 62,17 Dollar nach unten.



Groupon-Aktie steht nach Zahlenvorlage unter Druck


Der Gutscheinvermittler Groupon hat im vierten Quartal zwar schwarze Zahlen geschrieben. Die Gewinnerwartungen hat das Unternehmen aber verfehlt. Im laufenden Jahr erwartet Groupon einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 260 bis 270 Millionen Dollar. Der Factset-Analystenkonsens lautet aktuell auf 277 Millionen Dollar. Die Aktie bricht um 10,2 Prozent ein.

Für die Titel des chinesischen Internetriesen Baidu geht es um knapp 6 Prozent nach oben. Mit den Geschäftszahlen wurden die Markterwartungen für das vierte Quartal übertroffen. Sowohl Umsatz als auch bereinigtes Ergebnis lagen über den Schätzungen der Analysten.

Nach US-Handelsschluss legt noch Cisco die Ergebnisse für das zweite Quartal vor. Die Papiere zeigen sich kurz nach der Startglocke wenig verändert.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 24.504,54 -0,55 -135,91 -0,87
S&P-500 2.650,89 -0,45 -12,05 -0,85
Nasdaq-Comp. 6.993,43 -0,29 -20,09 1,30
Nasdaq-100 6.533,92 -0,30 -19,94 2,15

US-Anleihen
Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD
2 Jahre 2,15 4,1 2,11 94,9
5 Jahre 2,61 6,8 2,54 68,4
7 Jahre 2,80 5,9 2,74 55,1
10 Jahre 2,87 4,5 2,83 42,9
30 Jahre 3,15 3,4 3,11 7,8

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8.06 Uhr Di, 17:14 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2318 -0,26% 1,2374 1,2365 +2,5%
EUR/JPY 132,15 -0,77% 132,67 132,85 -2,3%
EUR/CHF 1,1536 -0,13% 1,1543 1,1541 -1,5%
EUR/GBP 0,8901 +0,09% 0,8903 1,1236 +0,1%
USD/JPY 107,24 -0,55% 107,22 107,49 -4,8%
GBP/USD 1,3836 -0,36% 1,3897 1,3897 +2,4%
Bitcoin
BTC/USD 9.227,49 +7,91% 8.813,87 8.655,75 -35,76

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 58,28 59,19 -1,5% -0,91 -3,6%
Brent/ICE 62,17 62,72 -0,9% -0,55 -6,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.333,68 1.329,16 +0,3% +4,52 +2,4%
Silber (Spot) 16,63 16,58 +0,3% +0,05 -1,8%
Platin (Spot) 980,95 975,00 +0,6% +5,95 +5,5%
Kupfer-Future 3,18 3,16 +0,6% +0,02 -3,6%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln

END) Dow Jones Newswires

February 14, 2018 09:52 ET ( 14:52 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
Werbung

Passende Hebelprodukte von

WKN Bezeichnung Hebel
DM7Q8B Baidu.com WaveXXL L 196.5 (DBK) 7,218
DS55TD Baidu.co WaveUnlimited S 239.9755 (DBK) 7,940
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

BAIDU
BAIDU - Performance (3 Monate) 189,20 -0,90%
EUR -1,71
Porträt - Chart - Kennzahlen - Firmenprofil
Nachrichten
11.08. Wochenrückblick KW32: Türkei lässt DAX-Anleger nicht mehr los. Tesla-Chaos könnte ein Nachspiel haben
08.08. Baidu: Bereit für Kampf gegen Google!
08.08. Baidu: Das große Erwachen!
Weitere Wertpapiere...
CISCO 38,61 -0,10%
EUR -0,04
Dow Jones 25.299,92 +0,45%
PKT +112,22
NASDAQ 100 7.447,17 +0,62%
PKT +46,00
S&P 500 I 2.837,32 -0,15%
PKT -4,16
NASDAQ COMP. 7.870,89 +0,65%
PKT +51,19
GROUPON INC. DL-,0001 3,92 +2,35%
EUR +0,09
BTC/CHF 6.283,7500 -0,38%
CHF -23,9700
BTC/EUR 5.610,6500 +4,64%
EUR +248,9000
BTC/USD 6.356,2500 +4,50%
USD +273,5000
+ alle anzeigen
Werbung
Werbung

News-Suche

Suchbegriff:
Werbung
Werbung

Werbung
Börse Stuttgartschliessen
Börse Stuttgart

Gewinnen Sie pures Gold!

Unter allen Teilnehmern an der Anlegerumfrage verlost der Börse Stuttgart Anlegerclub Gold im Gesamtwert von über 1000 Euro.

Jetzt kostenlos anmelden und mitmachen!
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook, Google+ oder Twitter
Aktuelle Umfrageschliessen
Amsterdam geht gegen Touristen vor, die sich auf den Straßen schlecht benehmen. Bis zu 140 Euro können Vergehen kosten; wie bspw. das Trinken von Alkohol auf der Straße, Wildpinkeln, Grölen und Müll auf die Straße werfen. Sollte so etwas auch in Städten Deutschlands eingeführt werden?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen
schliessen