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MÄRKTE USA/Hoffen auf Corona-Ende sorgt für Rekorde

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Wall Street hat zur Wochenmitte ihre jüngsten Aufschläge noch weiter ausgebaut. Neben der an Fahrt gewinnenden Berichtssaison sorgten vor allem gut aufgenommene Meldungen zum Coronavirus für Bewegung an den Märkten. Auch starke Wirtschaftsdaten beförderten das Sentiment. S&P-500 und Nasdaq-Composite schlossen auf Rekordhoch.

Der Dow-Jones-Index gewann 1,7 Prozent auf 29.291 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite stiegen um 1,1 bzw. 0,4 Prozent. Auf 2.213 (Dienstag: 2.166) Kursgewinner an der Nyse kamen 715 (795) -verlierer. Unverändert schlossen 80 (57) Titel.

Die Weltbank will zwar wegen der Virusausbreitung ihre globalen Wachstumsprognosen für dieses Jahr senken. Bei den Anlegern setzte sich allerdings zunehmend die Überzeugung durch, dass das Virus zwar die weltwirtschaftliche Erholung beeinträchtigen, jedoch nicht zum Stillstand bringen dürfte. Berichten zufolge sollen Wissenschaftler in Großbritannien und China erhebliche Fortschritte bei der Bekämpfung des Virus gemacht haben. Die Nachricht über einen möglichen Impfstoff weckten bei Investoren Optimismus, so SEB-Chef-Rohstoffanalyst Bjarne Schieldrop.

Starke Konjunkturdaten rundeten das freundliche Bild ab. So fiel der ASP-Jobbericht deutlich besser aus als erwartet. Und laut IHS Markit und ISM hat sich die Geschäftsaktivität in der US-Dienstleistungsbranche im Januar lebhafter als im Vormonat gezeigt und dabei die Prognosen übertroffen. Derweil ist das Defizit in der US-Handelsbilanz im Dezember gestiegen.


Ölpreise auf Erholungskurs

Am Ölmarkt profitierten die Ölpreise von der Entspannung um den Coronavirus. Ein Treffen der Ölländer weckte die Hoffnung auf preisstützende Maßnahmen. Der Preis für die europäische Sorte Brent stieg um 2,7 Prozent auf 55,42 Dollar, die US-Referenzsorte WTI um 3,0 Prozent auf 51,09 Dollar. Die wöchentlichen offiziellen Zahlen zur Entwicklung der US-Rohöllagerbestände erbrachten keine zusätzlichen Impulse.

Die Nachfrage nach Gold erholte sich nur leicht nach den kräftigen Verlusten an den Vortagen. Der Preis für die Feinunze Gold stieg um 0,3 Prozent auf 1.557 Dollar, blieb damit aber unter dem Tageshoch von rund 1.562 Dollar. Die Anleihenotierungen sackten angesichts der positiven Stimmung weiter ab, die Zehnjahresrendite stieg um 5,3 Basispunkte auf 1,65 Prozent.

Auch am Devisenmarkt machte sich das positive Sentiment der Anleger über einen stärkeren Dollar bemerkbar. Der Euro notiert aktuell bei 1,10 Dollar gegenüber 1,1039 am Mittwochmorgen. Auch die Yen-Schwäche belegte die gestiegene Zuversicht.


Berichtssaison läuft auf vollen Touren - Ford knicken ein

General Motors gewannen 1,9 Prozent. Der US-Autobauer ist im vierten Quartal wegen eines langen Streiks der Arbeiter in die Verlustzone gerutscht. Im laufenden Jahr soll sich die Geschäftsentwicklung jedoch wieder bessern. Ford knickten um 9,5 Prozent ein. Schwächere Absätze in China und ein intensiverer Wettbewerb auf dem Heimatmarkt haben dem US-Autobauer im vierten Quartal zu schaffen gemacht.

Walt Disney hat mit dem Gewinn für das erste Geschäftsquartal die Erwartungen des Marktes übertroffen und konnte zudem mit dem starken Start seines neuen Streamingdienstes punkten. Allerdings monieren Experten, dass die Zahl der Neukunden für den Streamingdienst Disney+ angesichts des günstigen Preises nicht besonders beeindruckend sei. Nachdem die Aktie zuletzt gut gelaufen war, gab sie nun 2,3 Prozent nach.

Die US-Kaufhauskette Macy's will in den kommenden drei Jahren 125 Filialen schließen und 10 Prozent der Belegschaft streichen. Bei den Anlegern kamen die Pläne gut an, der Aktienkurs legte 6 Prozent zu.

Der Musik-Streamingdienst Spotify hat die Zahl seiner Abonnenten im vierten Quartal stärker als erwartet gesteigert. Unter dem Strich rutschte das Unternehmen allerdings wegen Investitionen in Podcasts in die Verlustzone. Die Aktie gab 4,7 Prozent nach. Snap brachen knapp 15 Prozent ein, nachdem der Betreiber des Instant-Messaging-Dienstes Snapchat einen enttäuschenden Ausblick gegeben hatte.

Die Tesla-Aktie beendete vorläufig ihren Höhenflug. Nachdem sich die Titel seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt hatten, ging es nun um 17 Prozent abwärts. Belastend wirkten Meldungen, dass es in China wegen des Coronavirus zu verzögerten Auslieferungen kommt.

Auch Nike hat in China wegen der Coronaepidemie Probleme, der Sportartikelherstteler muss jeden zweiten Laden dort schließen. Die Aktie verlor 0,8 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 29.290,85 1,68 483,22 2,64
S&P-500 3.334,69 1,13 37,10 3,22
Nasdaq-Comp. 9.508,68 0,43 40,71 5,97
Nasdaq-100 9.367,48 0,36 33,43 7,26

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,44 3,2 1,41 24,1
5 Jahre 1,46 3,8 1,42 -46,3
7 Jahre 1,57 5,2 1,52 -67,7
10 Jahre 1,65 5,3 1,60 -79,1
30 Jahre 2,14 5,6 2,08 -93,2

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:26 Uhr Di, 17.31 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1000 -0,41% 1,1039 1,1035 -1,9%
EUR/JPY 120,80 -0,09% 120,69 120,74 -0,9%
EUR/CHF 1,0708 +0,03% 1,0693 1,0706 -1,4%
EUR/GBP 0,8465 -0,12% 0,8482 0,8471 +0,0%
USD/JPY 109,82 +0,32% 109,33 109,41 +1,0%
GBP/USD 1,2995 -0,28% 1,3014 1,3027 -1,9%
USD/CNH (Offshore) 6,9775 -0,22% 7,0032 6,9883 +0,2%
Bitcoin
BTC/USD 9.681,00 +5,59% 9.265,26 9.205,76 +34,3%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 51,09 49,61 +3,0% 1,48 -15,9%
Brent/ICE 55,42 53,96 +2,7% 1,46 -15,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.557,47 1.552,75 +0,3% +4,72 +2,6%
Silber (Spot) 17,63 17,60 +0,2% +0,03 -1,2%
Platin (Spot) 984,30 964,90 +2,0% +19,40 +2,0%
Kupfer-Future 2,58 2,54 +1,7% +0,04 -7,6%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz

END) Dow Jones Newswires

February 05, 2020 16:17 ET ( 21:17 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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