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MÄRKTE USA/Hoffnung auf Konjunkturpaket treibt Kurse auf Rekordhochs

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Hoffnungen auf ein US-Konjunkturpaket haben den US-Börsen auch am Donnerstag zu Gewinnen verholfen. Der S&P-500 und die Nasdaq-Indizes schafften dabei im Verlauf neue Rekordhochs. Der Dow-Jones-Index näherte sich seinem bisherigen Allzeithoch knapp.

Enttäuschende Konjunkturdaten wurden erneut ignoriert. Vielmehr fokussierten sich die Anleger auf eine kräftige wirtschaftliche Erholung im kommenden Jahr, wie es im Handel hieß.

Der Dow-Jones-Index gewann 0,5 Prozent auf 30.303 Punkte. Der S&P-500 legte um 0,6 Prozent zu. Der Nasdaq-Composite stieg um 0,8 Prozent. Dabei wurden 2.037 (Mittwoch: 1.589) Kursgewinner und 1.108 (1.520) -verlierer gesehen. Unverändert gingen 94 (124) Titel aus dem Handel.

Bereits am Vortag hieß es zu einem etwaigen neuen Konjunkturprogramm aus informierten Kreisen, dass sich die führenden Politiker einer Vereinbarung angenähert hätten. Das Hilfspaket soll die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abmildern. Außerdem hatte die US-Notenbank am Vorabend signalisiert, dass sie noch längere Zeit an ihrer ultraexpansiven Geldpolitik festhalten wolle.

Das Stimuluspaket ist der Schlüssel", sagte Mary Nicola, Portfolio-Managerin bei PineBridge Investments. "Dies wird der Erholung ein wenig mehr Auftrieb geben." Edward Park, Chief Investment Officer bei Brooks Macdonald, gab allerdings zu bedenken: "Wir nähern uns offensichtlich dem Zeitraum, in dem es ziemlich schwierig wird, einen Deal noch über die Ziellinie zu bringen."


Schwache US-Konjunkturdaten

Die vor der Startglocke veröffentlichten US-Daten enttäuschten mehrheitlich. So stiegen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe entgegen der Erwartung. Auch für die Vorwoche wurde der Wert nach oben revidiert. Der Philadelphia-Fed-Index verzeichnete für Dezember einen wesentlich deutlicheren Rückgang als prognostiziert. Der Index fiel auf plus 11,1 Punkte, während Volkswirte lediglich einen Rückgang auf 20,0 Punkte erwartet hatten. Im Vormonat hatte der Index noch bei 26,3 Punkten gelegen. Die Daten könnten Ausdruck dafür sein, dass sich die stark steigenden Infektionszahlen in den USA zunehmend negativ auf die Wirtschaft auswirken, heißt es.

Einen kleinen Lichtblick lieferten dagegen die US-Baubeginne. Die Neubautätigkeit hat sich im November stärker als von Ökonomen erwartet ausgeweitet.


Ölpreise legen weiter zu - Dollar bleibt unter Druck

Für die Ölpreise ging es weiter nach oben. Händler verwiesen zur Begründung auf die neuesten gesunkenen Öl-Vorratsdaten sowie Stimulus- und Impfstoffhoffnungen, die zu einer anziehenden Nachfrage führen dürften. Dazu komme der schwache Dollar, hieß es. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 1,1 Prozent auf 48,36 Dollar, Brent gewann 0,8 Prozent auf 51,50 Dollar.

Der US-Dollar blieb unter Abgabedruck. Der Dollar-Index fiel um 0,7 Prozent. Der Euro notierte weiter klar über der Marke von 1,22 Dollar. Das Pfund kam nach den höchsten Wechselkursen seit Mai 2018 nach den Entscheidungen der Bank of England (BoE) leicht zurück, blieb aber im Aufwind. Die BoE hatte ihren Leitzins stabil gehalten und signalisiert, dass sie zu weiteren Hilfen für die Wirtschaft bereit sei, sollte die Lage es erfordern. Börsianer und Ökonomen hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Getragen wurde der Höhenflug des Pfund durch die Hoffnung auf eine Einigung bei den Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien.

Für den Goldpreis ging es weiter nach oben. Neben der Aussicht auf längere Zeit niedrige Zinsen stützte vor allem der schwache Dollar. Der Preis für die Feinunze kletterte um 1,0 Prozent auf 1.884 Dollar.

Die US-Anleihen fielen nach einer anfänglichen Erholung zurück. Die Rendite zehnjähriger Titel stieg um 1,8 Basispunkte auf 0,93 Prozent.


Alphabet-Aktie von neuen Klagen gegen Google unbeeindruckt

Für die Papiere der Google-Mutter Alphabet ging es um 0,9 Prozent nach unten, nachdem der Konzern in den USA juristisch weiter unter Druck geraten war. Zehn Bundesstaaten reichten am Vortag Klage bei einem Bundesgericht in Texas gegen den Internet-Konzern wegen des Vorwurfs illegaler Praktiken bei Werbeanzeigen ein. Google wies die Anschuldigungen als "haltlos" zurück. Positiv ist dagegen die Genehmigung der Fitbit-Übernahme durch die EU unter Auflagen.

Die Lennar-Aktie gewann 7,6 Prozent. Das auf Eigenheimbau spezialisierte Unternehmen hatte mit den Ergebnissen für das vierte Quartal überzeugt.

Nach Vorlage von Geschäftszahlen verloren Navistar 0,2 Prozent. Die künftige Traton-Tochter ist als Folge der Corona-Pandemie im Geschäftsjahr 2019/20 in die roten Zahlen gerutscht.

Überraschend gut hat sich hingegen Rite Aid im dritten Geschäftsquartal geschlagen. Die Apotheken- und Drogeriemarktkette hob überdies ihre Jahresziele an. Das wurde mit einem Kurssprung von 17,4 Prozent belohnt.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 30.303,37 0,49 148,83 6,18
S&P-500 3.722,48 0,58 21,31 15,22
Nasdaq-Comp. 12.764,75 0,84 106,56 42,26
Nasdaq-100 12.752,06 0,66 83,90 46,02

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,12 0,0 0,12 -108,1
5 Jahre 0,38 1,8 0,36 -154,8
7 Jahre 0,65 1,2 0,64 -159,8
10 Jahre 0,93 1,8 0,91 -151,2
30 Jahre 1,68 2,6 1,65 -138,9

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:37 h Mi, 17:04 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2264 +0,53% 1,2233 1,2188 +9,4%
EUR/JPY 126,50 +0,25% 126,25 126,18 +3,8%
EUR/CHF 1,0849 +0,49% 1,0806 1,0788 -0,1%
EUR/GBP 0,9041 +0,09% 0,9015 0,9032 +6,8%
USD/JPY 103,15 -0,29% 103,29 103,53 -5,2%
GBP/USD 1,3565 +0,46% 1,3575 1,3493 +2,4%
USD/CNH (Offshore) 6,5166 +0,09% 6,5107 6,5095 -6,5%
Bitcoin
BTC/USD 22.737,00 +6,22% 22.098,50 20.721,94 +215,3%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 48,45 47,82 +1,3% 0,63 -13,5%
Brent/ICE 51,54 51,08 +0,9% 0,46 -14,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.884,57 1.865,30 +1,0% +19,27 +24,2%
Silber (Spot) 25,98 25,38 +2,4% +0,60 +45,5%
Platin (Spot) 1.048,55 1.037,00 +1,1% +11,55 +8,7%
Kupfer-Future 3,60 3,55 +1,3% +0,05 +27,5%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln

END) Dow Jones Newswires

December 17, 2020 16:11 ET ( 21:11 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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