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MÄRKTE USA/Impulsarmer Seitwärtshandel trotz Dow-Rekord

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Rekordserie an der Wall Street geht am Dienstag weiter, wenn auch in Trippelschritten. Nachdem die großen Indizes zu Wochenbeginn Allzeithochs markiert hatten, ist es nun zunächst nur der Dow-Jones-Index, der eine neue Rekordmarke setzt. Diese liegt aber nur wenige Punkte über der vorigen. Sowohl neue Zahlen aus der Bankenbranche als auch Konjunkturdaten enthielten Licht und Schatten.

Gegen Mittag New Yorker Zeit steigt der Dow-Jones-Index um 3 Punkte auf 27.363. Der S&P-500 gibt wie der Nasdaq-Composite 0,2 Prozent nach.

Mit Goldman Sachs, JP Morgan und Wells Fargo haben vor Handelsbeginn drei Banken-Schwergewichte Quartalszahlen vorgelegt. Alle drei haben mehr verdient als erwartet, gleichwohl fallen die Kursreaktionen unterschiedlich aus. Die Aktien von JP Morgan steigen um 0,9 Prozent. Ähnlich wie der Zahlenausweis der Citigroup am Montag zeichnete sich der Quartalsbericht durch ein starkes Privatkundengeschäft und ein schwächeres Investmentbanking aus.

Goldman legen um 1,2 Prozent zu. Hier dürfte wohl die Anhebung der Quartalsdividende um 47 Prozent stützen. Der Kurs von Wells Fargo zeigt sich nach den Zahlen 2,1 Prozent niedriger.

Über den US-Banken hängt das Damoklesschwert niedriger und demnächst wohl noch weiter sinkender Zinsen. Die Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell vor dem US-Kongress in der vergangenen Woche und das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung haben am Markt die Überzeugung gefestigt, dass die Notenbank noch in diesem Monat die Zinsen senken wird.

An Konjunkturdaten wurden vor Börsenbeginn Juni-Daten zu Einzelhandelsumsatz sowie Import- und Exportpreisen veröffentlicht. Der viel beachtete Einzelhandelsumsatz stieg im vergangenen Monat stärker als erwartet. Die Importpreise gingen etwas stärker zurück als prognostiziert. Die Industrieproduktion stagnierte im Juni, während Volkswirte einen kleinen Anstieg erwartet hatten.



ZEW bremst Euro - Brexit-Angst drückt Pfund


Am Devisenmarkt kommt der Euro zum Dollar etwas zurück, belastet unter anderem von dem schwächeren ZEW-Index für Juli. Mit den starken US-Einzelhandelsumsätzen kommt zusätzlich etwas Druck auf. "Durch die Datenveröffentlichung werden die Spekulationen auf eine EZB-Zinssenkung Ende dieses Monats tendenziell verstärkt", heißt es von der Helaba zum ZEW. Mehrere Banken rechnen nun schon mit zwei Zinssenkungen a 10 Basispunkten im EZB-Einlagensatz in diesem Jahr. Die Gemeinschaftswährung fällt auf 1,1214 Dollar von Kursen um 1,1260 am Morgen.

Noch stärker unter Druck steht das britische Pfund. Die jüngste Debatte zwischen den beiden Top-Bewerbern um das Amt des Premierministers habe die Angst vor einem abrupten Brexit befeuert, sagen Devisenhändler. Sowohl Boris Johnson als auch Jeremy Hunt hatten gesagt, dass sie die sogenannte Backstop-Regelung für die Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland nicht akzeptieren würden, die zuvor mit der Europäischen Union ausgehandelt worden war. Mit dieser Haltung dürften sie bei den europäischen Regierungschefs auf Widerstand stoßen und ein Ausscheiden Großbritanniens aus der EU ohne Vertrag riskieren.

Die Ölpreise tendieren behauptet, nachdem der Sturm Barry den Golf von Mexiko am Montag passiert hat, ohne viel Schaden anzurichten. Barry hatte nur kurze Zeit den Status eines Hurrikans genossen. Die Degradierung zum gewöhnlichen Sturm in Verbindung mit der noch immer hohen Ölförderung in den USA bremsten die Preise, so die Analysten der London Capital Group. Das Barrel US-Rohöl der Sorte WTI kostet 59,56 Dollar und damit so viel wie am Montag. Brentöl notiert 0,3 Prozent höher bei 66,66 Dollar.

Etwas leichter zeigt sich der Goldpreis. Die Feinunze ermäßigt sich um 0,3 Prozent auf 1.409 Dollar. Der Aufwärtstrend des Edelmetalls sei intakt, trotz der jüngsten Rekorde an den Aktienmärkten, sagen Marktteilnehmer. Edward Moya, Senior Market Analyst bei Oanda, sieht den kurzfristigen Widerstand des Goldpreises bei 1.500 Dollar. Das zinslos gehaltene Gold dürfte von den voraussichtlich weiter sinkenden Zinsen profitieren.

Am Anleihemarkt geben die Notierungen nach den Einzelhandelsdaten nach. Die Zehnjahresrendite steigt um 3,8 Basispunkte auf 2,13 Prozent.



Johnson & Johnson trotz höherer Umsatzprognose schwach


Außer den drei Großbanken hat Johnson & Johnson über den Verlauf des zweiten Quartals berichtet. Der Konsumgüterkonzern meldete ein kräftiges Gewinnplus und hob sein Umsatzziel leicht an. Die Aktie gibt dennoch um 1,4 Prozent nach. Beobachter verweisen auf Prozesse gegen das Unternehmen, unter anderem wegen eines mutmaßlich krebserregenden Babypuders und wegen opiodhaltiger Medikamente.

Mit einem Minus von 6,6 Prozent reagiert die Aktie von Domino's Pizza auf die Zahlen der Pizzakette. Der Umsatz lag im zweiten Quartal unter den Erwartungen.

Kochboxenversender Blue Apron erweitert sein Angebot mit den fleischlosen Produkten von Beyond Meat. Das wird mit einem Kursplus von 34 Prozent honoriert. Beyond Meat liegen 5,9 Prozent im Plus.

JB Hunt Transport Services hat mit starken Zahlen aufgewartet. Die Aktie des Transportdienstleisters rückt um 6,9 Prozent vor. Andere Werte der Branche laufen mit, so Knight-Swift (+1,4 Prozent), Hub's (+3,2 Prozent) und Werner's (+5,6 Prozent).



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.362,60 0,01 3,44 17,30
S&P-500 3.009,64 -0,15 -4,66 20,06
Nasdaq-Comp. 8.244,45 -0,17 -13,74 24,25
Nasdaq-100 7.945,02 -0,27 -21,90 25,51

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,87 3,7 1,83 66,4
5 Jahre 1,89 4,5 1,84 -3,5
7 Jahre 2,00 4,0 1,96 -24,5
10 Jahre 2,13 3,8 2,09 -31,5
30 Jahre 2,64 2,9 2,61 -42,8

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 7:48 Uhr Mo, 17.20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1214 -0,42% 1,1260 1,1257 -2,2%
EUR/JPY 121,46 -0,02% 121,61 121,53 -3,4%
EUR/CHF 1,1087 +0,06% 1,1092 1,1085 -1,5%
EUR/GBP 0,9040 +0,48% 0,8999 0,8995 +0,5%
USD/JPY 108,32 +0,40% 107,99 107,94 -1,2%
GBP/USD 1,2405 -0,88% 1,2514 1,2515 -2,8%
Bitcoin
BTC/USD 10.538,00 -1,98% 10.764,75 10.486,25 +183,3%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 59,56 59,58 -0,0% -0,02 +25,1%
Brent/ICE 66,66 66,48 +0,3% 0,18 +20,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.409,31 1.414,00 -0,3% -4,69 +9,9%
Silber (Spot) 15,66 15,39 +1,8% +0,27 +1,1%
Platin (Spot) 850,74 844,50 +0,7% +6,24 +6,8%
Kupfer-Future 2,73 2,71 +0,6% +0,02 +3,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/cln

END) Dow Jones Newswires

July 16, 2019 11:55 ET ( 15:55 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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