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MÄRKTE USA/Indizes nähern sich dank guter Bilanzsaison Rekordhochs

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Mehrheitlich überzeugende Quartalszahlen haben den US-Börsen am Dienstag ins Plus geholfen und die Kurse wieder in die Nähe ihrer Rekordstände getrieben. Auch im weiteren Verlauf der Woche werden die Ergebnisse der US-Unternehmen das Geschehen dominieren. Rund 150 Unternehmen aus dem S&P-500 werden bis Freitag ihre Zahlen vorlegen. Andere Themen, wie die weiterhin laufenden Verhandlungen im Handelsstreit zwischen den USA und China, traten dagegen etwas in den Hintergrund.

Für den Dow-Jones-Index ging es um 0,5 Prozent auf 26.656 Punkte nach oben. Der S&P-500 gewann 0,9 Prozent. Der Nasdaq-Composite verbesserte sich um 1,3 Prozent. Alle drei Indizes markierten im Verlauf neue Jahreshochs. Auf Schlusskursbasis erreichten S&P-500 und Nasdaq-Composite sogar neue Rekordstände.

Umgesetzt wurden 820 (Montag: 722) Millionen Aktien. Dabei waren die Kursgewinner mit 2.198 Titeln klar in der Überzahl. Ihnen standen nur 741 Verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 96 Titel.

Angeführt wurden die Gewinner vom Sektor Konsumgüter des gehobenen Bedarfs, der um 1,6 Prozent zulegte. Dicht dahinter folgten Aktien der Gesundheitsbranche, die im Schnitt um 1,59 Prozent stiegen. Sie hatten in den zurückliegenden Wochen unter der Debatte um "Medicare for all" - eine allgemeine staatliche Krankenversicherung mit niedrigeren Erstattungssätzen für medizinische Leistungen - gelitten. Analysten zweifeln aber daran, dass ein solches Modell die notwendige Mehrheit im US-Kongress erhalten würde. Das habe einige Gelegenheitskäufer angelockt, sagten Marktbeobachter.

Die Agenda der US-Konjunkturdaten war übersichtlich. Eine halbe Stunde nach dem Start wurden lediglich die Daten für die Neubauverkäufe im März veröffentlicht. Sie fielen deutlich besser aus als erwartet, nachdem die Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser am Montag noch enttäuscht hatten.



Überzeugende Quartalszahlen - von Coca-Cola bis Twitter


Den Takt gaben aber die Quartalszahlen vor. Hier überzeugte unter anderem Twitter. Das soziale Netzwerk erzielte im ersten Quartal einen Rekord bei den täglich aktiven Nutzern. Zudem stiegen Gewinn und Umsatz. Es war nach jahrelangen Verlusten schon das sechste profitable Quartal in Folge. Die Twitter-Aktie schoss um 15,6 Prozent nach oben.

Die Titel von Coca-Cola gewannen 1,7 Prozent. Der Brausehersteller hat mit seinen Erstquartalszahlen die Markterwartungen übertroffen. Den Jahresausblick bestätigte der US-Konzern.

Die Aktien von Hasbro haussierten um 14,2 Prozent. Der US-Spielzeughersteller hat es im ersten Quartal überraschend in die schwarzen Zahlen geschafft. Analysten hatten dagegen einen Verlust erwartet.

Die Papiere von United Technologies stiegen um 2,3 Prozent. Der Industriekonzern hat im ersten Quartal mehr verdient als erwartet und den Jahresausblick leicht angehoben.

Für die Aktie von Procter & Gamble ging es dagegen um 2,7 Prozent abwärts. Zwar konnte das Unternehmen mit den Ergebnissen für das erste Quartal überzeugen, doch der Ausblick für das Geschäftsjahr blieb unter den Erwartungen. Zudem ist die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten um gut 45 Prozent gestiegen, so dass es zu leichten Gewinnmitnahmen kam.

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin hat seine Gewinnprognose für das laufende Jahr aufgrund voller Auftragsbücher angehoben. Die Aktie stieg um 5,7 Prozent. Auch die Papiere der Mitbewerber im Sektor legten im Gefolge zu.

Der Telekomkonzern Verizon hat im ersten Quartal mehr verdient als erwartet. Beim Ergebnis je Aktie für 2019 zeigte sich das Unternehmen zuversichtlicher. Allerdings seien die Kundenzahlen hinter den Prognosen geblieben, hieß es. Die Aktie fiel um 2,1 Prozent.



Ölpreise legen weiter zu - aber mit gebremstem Tempo


Die Ölpreise setzten ihre Aufwärtstendenz fort, wenn auch nicht mehr so deutlich wie am Vortag. Immerhin markierten Brent und WTI neue Jahreshochs. Kurzfristig dürften die Preise weiter steigen, so die Commerzbank. Die USA setzten offenbar darauf, dass Saudi-Arabien und andere Anbieter in die Bresche sprängen. Eine weitere Frage sei, ob China den USA Folge leisten und die Käufe von iranischem Öl einstellen werde. In einer ersten Reaktion habe China das Ansinnen der USA zurückgewiesen. Ob die USA tatsächlich so weit gehen und Sanktionen gegen China verhängen würden, sei auch im Hinblick auf die laufenden Handelsgespräche eine spannende Frage, hieß es weiter. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 1,1 Prozent auf 66,30 Dollar. Brent erhöhte sich um 0,6 Prozent auf 74,51 Dollar.

Der Euro kam leicht unter Druck und fiel zeitweise unter 1,12 Dollar. Im späten US-Handel notierte die Gemeinschaftswährung knapp über dieser Marke. Einen nachrichtlichen Grund für die Schwäche des Euro konnten Händler nicht ausmachen. Die überraschend guten Daten zu den US-Neubauverkäufen hätten dem Dollar nur etwas zusätzlichen Rückenwind gegeben. Ein Beobachter vermutete jedoch einen Zusammenhang mit der geringen Volatilität am Devisenmarkt. Sie treibe Anleger in renditestärkere Währungen. Niedrigzinswährungen wie der Euro, der Yen oder der Franken blieben dabei außen vor.

Der Dollar stieg derweil zum Franken auf ein Zweijahreshoch. Händler verwiesen zur Begründung auf das höhere Wirtschaftswachstum in den USA, während die SNB ihren Leitzins von minus 0,75 Prozent bis weit ins nächste Jahr auf diesem Stand belassen dürfte. Damit dürfte die Zinsdifferenz bis auf weiteres Bestand haben.

Der Goldpreis war mit 1.268 Dollar auf den tiefsten Stand seit vier Monaten gefallen. Im späten US-Handel notierte das Edelmetall bei 1.271 Dollar, ein Minus von 0,1 Prozent. "Gold könnte nun die 200-Tage-Linie testen", sagte ein Teilnehmer. Sie verläuft bei 1.251 Dollar. Vor allem der festere Dollar habe belastet, hieß es. Zudem habe es eine größere Verkaufsorder bei Gold-Futures gegeben.

Die US-Anleihen legten leicht zu. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel um 2 Basispunkte auf 2,57 Prozent. Anleger hätten die zuletzt gesunkenen Notierungen zum Einstieg genutzt, berichteten Händler. Anstehende Neuemissionen hätten aber verhindert, dass die Investoren stärker zugriffen. Am Dienstag verkaufte das US-Finanzministerium zweijährige Anleihen im Volumen von 40 Milliarden Dollar. Am Mittwoch und Donnerstag folgen Auktionen fünf- und siebenjähriger Schuldtitel.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 26.656,39 0,55 145,34 14,27
S&P-500 2.933,68 0,88 25,71 17,03
Nasdaq-Comp. 8.120,82 1,32 105,56 22,39
Nasdaq-100 7.810,71 1,26 97,21 23,39

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,35 -3,7 2,39 115,1
5 Jahre 2,36 -3,2 2,39 43,2
7 Jahre 2,46 -3,0 2,49 21,2
10 Jahre 2,57 -2,0 2,59 12,5
30 Jahre 2,98 -1,1 2,99 -8,8

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:21 Mo, 17:30 % YTD
EUR/USD 1,1223 -0,32% 1,1247 1,1258 -2,1%
EUR/JPY 125,51 -0,40% 125,85 126,02 -0,2%
EUR/CHF 1,1448 +0,14% 1,1430 1,1432 +1,7%
EUR/GBP 0,8673 +0,01% 0,8665 0,8672 -3,6%
USD/JPY 111,84 -0,08% 111,90 111,94 +2,0%
GBP/USD 1,2940 -0,33% 1,2981 1,2983 +1,4%
Bitcoin
BTC/USD 5.582,38 +3,76% 5.537,26 5.321,01 +50,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 66,30 65,55 +1,1% 0,75 +41,3%
Brent/ICE 74,50 74,04 +0,6% 0,46 +35,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.272,43 1.273,20 -0,1% -0,77 -0,8%
Silber (Spot) 14,84 15,01 -1,1% -0,17 -4,2%
Platin (Spot) 890,00 898,50 -0,9% -8,50 +11,7%
Kupfer-Future 2,89 2,90 -0,2% -0,01 +9,8%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln

END) Dow Jones Newswires

April 23, 2019 16:12 ET ( 20:12 GMT)

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PKT +95,22
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