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MÄRKTE USA/Intel-Zahlen stützen Stimmung am US-Aktienmarkt

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Stimmung an der Wall Street wird gestützt von überzeugenden Geschäftszahlen des Technologieriesen Intel. Der Halbleiterkonzern hat mit seinen Zweitquartalszahlen die Erwartungen übertroffen und seine Jahresziele leicht erhöht. Auch die Google-Mutter Alphabet lieferte starke Quartalszahlen. Die Titel steigen um 1,9 bzw. 9,3 Prozent. Im frühen Geschäft steigt der Dow-Jones-Index um 0,1 Prozent auf 27.165 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite legen um 0,4 bzw. 0,9 Prozent zu. Insbesondere die technologielastige Nasdaq profitiert von den überzeugenden Geschäftsausweisen der Technologieschwergewichte.

Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer abwartenden Haltung die Anleger eher enttäuscht hat, ruhen die Hoffnungen nun auf der US-Notenbank in der kommenden Woche. Da allerdings gehen die Spekulationen auf einen großen Zinsschritt um 50 Basispunkte, auf die zumindest eine Minderheit der Marktteilnehmer gesetzt hatte, mit starken BIP-Daten zum zweiten Quartal zurück. Denn das US-Wirtschaftswachstum reduzierte sich zwar gegenüber dem Vorquartal, lag aber leicht über der Prognose.

Mit einer aufs Jahr hochgerechneten Wachstumsrate von 2,1 Prozent weist das US-BIP noch immer einen soliden Wert auf. Anders als die Eurozone benötigt die US-Wirtschaft eigentlich keine Zinssenkungen. "Die hohen Erwartungen an das Vorgehen der Notenbanken auf beiden Seiten des Atlantiks hält die Bewertungen auf hohem Niveau bei Aktien und Renten", sagt Analystin Elia Lattuga von Unicredit. Die Expertin warnt daher auch vor Rücksetzern bei risikoreichen Vermögenswerten.

Am Rentenmarkt ist ein großer Zinsschritt zunächst etwas ausgepreist worden, doch nun drehen die Notierungen ins Plus. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fällt um 0,7 Basispunkt auf 2,07 Prozent. Der von der US-Notenbank als Inflationsmaß bevorzugte Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE-Deflator) stieg annualisiert um 2,3 Prozent und liegt damit über dem Inflationsziel der Fed.

Der Goldpreis fällt in einer ersten Reaktion auf das BIP, erholt sich aber wieder. Auf Tagessicht verteuert sich die Feinunze um 0,6 Prozent auf 1.423 Dollar. Gestützt wird das Edelmetall vom Ende des Goldabkommens zwischen Europas Zentralbanken. Laut EZB haben sich die Notenbanken darauf geeinigt, dass das zuletzt 2014 erneuerte Goldabkommen nicht mehr verlängert wird. Damit gibt es ab September 2019 keine offizielle Koordinierung von Goldverkäufen durch Zentralbanken mehr. Stützend wirkt die Aussage, dass die beteiligten Zentralbanken nicht die Absicht hätten, signifikante Mengen an Gold zu verkaufen.

Am Devisenmarkt reagiert der Dollar kaum, der Euro fällt minimal mit den BIP-Daten auf 1,1131 Dollar. Auch am Ölmarkt tut sich wenig, die wichtigsten Ölsorten WTI und Brent verteuern sich um 0,2 Prozent. Die steigenden Spannungen im Nahen Osten überwögen die Sorgen vor einem Nachfragerückgang im Zuge der Konjunkturabkühlung, heißt es im Handel.



Technologie-Sektor mit überzeugenden Zahlen


Unter den Einzelaktien gibt einmal mehr die Berichtssaison die Richtung vor. So zieht mit Twitter ein weiterer Wert aus dem Technologiesektor deutlich an, das Papier gewinnt 8,7 Prozent. Der Kurznachrichtendienst hat seine Nutzerzahlen im zweiten Quartal solide gesteigert und deutlich mehr umgesetzt als erwartet.

Mit einem Kursrückgang um 2,2 Prozent reagieren Amazon auf die Geschäftszahlen des Onlinehändlers. Zwar steigerte Amazon im zweiten Quartal den Umsatz überraschend deutlich, doch verdiente das Unternehmen weniger als Analysten erhofft hatten. Überdies stiegen die Kosten um über 20 Prozent.

Die Schnellrestaurantkette McDonald's hat im zweiten Quartal stärker zugelegt als erwartet. Die Aktie verbessert sich um 1,4 Prozent. T-Mobile US erhöhen sich um 2,2 Prozent. Die US-Tochter der Deutschen Telekom hat den Gewinn im Quartal stärker als erwartet gesteigert, sie schwächelte aber umsatzseitig leicht.

Expedia legen um 2,3 Prozent zu, nachdem das Online-Reisebüro mit seinen Quartalszahlen überzeugt und die Betriebsgewinnprognose angehoben hat. Die Titel der Kaffeehauskette Starbucks rücken um 5,9 Prozent vor. Die Gesellschaft hat ebenfalls besser als prognostiziert abgeschnitten - bei Erlös und Gewinn.

Der Pharmakonzern Abbvie hat in der zweiten Periode nicht so schlecht abgeschnitten wie am Markt befürchtet. Die Aktie reagiert darauf mit einem Plus von 2,7 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.165,39 0,09 24,41 16,45
S&P-500 3.016,60 0,43 12,93 20,33
Nasdaq-Comp. 8.311,48 0,89 72,94 25,26
Nasdaq-100 8.009,22 1,00 79,35 26,53

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,87 1,2 1,86 67,1
5 Jahre 1,86 0,5 1,86 -6,3
7 Jahre 1,96 -0,1 1,96 -29,0
10 Jahre 2,08 -0,0 2,08 -36,7
30 Jahre 2,59 -1,7 2,61 -47,5

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.28 Uhr Do, 18.42 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1133 -0,13% 1,1143 1,1144 -2,9%
EUR/JPY 120,97 -0,11% 121,07 121,08 -3,8%
EUR/CHF 1,1054 +0,07% 1,1048 1,1039 -1,8%
EUR/GBP 0,8967 +0,18% 0,8962 0,8947 -0,4%
USD/JPY 108,66 +0,02% 108,64 108,66 -0,9%
GBP/USD 1,2416 -0,31% 1,2435 1,2454 -2,7%
Bitcoin
BTC/USD 9.755,75 -1,33% 9.685,25 9.991,50 +162,3%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,10 56,02 +0,1% 0,08 +17,3%
Brent/ICE 63,45 63,39 +0,1% 0,06 +14,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.421,44 1.414,60 +0,5% +6,84 +10,8%
Silber (Spot) 16,46 16,41 +0,3% +0,05 +6,2%
Platin (Spot) 866,03 870,00 -0,5% -3,97 +8,7%
Kupfer-Future 2,69 2,70 -0,4% -0,01 +1,9%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/err

END) Dow Jones Newswires

July 26, 2019 10:02 ET ( 14:02 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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