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MÄRKTE USA/Jackson Hole dürfte den Takt vorgeben

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Thomas Rossmann

NEW YORK (Dow Jones)--Zum Wochenausklang dürfte das Notenbanker-Treffen in Jackson Hole die Kurse an der Wall Street machen. Schon seit Tagen warten die Investoren gespannt auf die Reden von US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen und EZB-Präsident Mario Draghi. Doch die Erwartungen gehen recht weit auseinander. Die einen rechnen bei Yellen mit Aussagen zum weiteren Tempo bei den Zinserhöhungen sowie der Inflation. Und Draghi könnte sich zur weiteren geldpolitischen Richtung und zum Euro äußern, so die Spekulationen. Andere wiederum erwarten nur wenige substanziellen Neuigkeiten, denn erst im Herbst dürften die beiden Notenbanken ihre weiteren geldpolitischen Kurse genauer abstecken.

Der Future des S&P-500 deutet auf eine gut behauptete Eröffnung am Kassamarkt hin. Die US-Industrie hat im Juli deutlich weniger Aufträge für langlebige Güter erhalten. Allerdings überdeckte ein starker Rückgang bei Flugzeugbestellungen eine grundsätzlich solide Nachfrage nach Industriegütern. Das Minus von 6,8 Prozent lag leicht über der Schätzung der Ökonomen eines Rückgangs um 6,0 Prozent.

Nach Einschätzung der Unicredit werden die Reden von Yellen und Draghi den Weg ebnen für noch mehr Eurostärke in der kommenden Woche. Weil die US-Notenbank schon detaillierte Informationen zum bevorstehenden Bilanzabbau mitgeteilt habe, dürfte Yellens Rede den Dollar kaum bewegen. Daraus ergebe sich Potenzial für Gewinne beim Euro zum Dollar, wenn sich der Markt dann wappne für die potenzielle Vorankündigung von Tapering-Schritten der EZB. Am 7. September beim EZB-Treffen könne es damit schon soweit sein, so die Analysten.

David Morrisson, Stratege bei Spreadco, teilt diese Ansicht nicht. Er glaubt, dass Draghi dem Euro einen Dämpfer versetzen könnte, weil er eher Sorge über die jüngste Aufwertung zum Ausdruck bringen dürfte als die Aussicht einer weniger lockeren Geldpolitik zu diskutieren. Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung wenig verändert um die Marke von 1,18 Dollar.

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Hurrikan Harvey sorgt für steigende Ölpreise

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Mit der Hochstufung des Sturms "Harvey" zu einem Hurrikan vor der Küste von Texas geraten dort wichtige Förderanlagen in Gefahr. Einige Raffinerien sollen bereits geschlossen worden sein. Rund die Hälfte aller Raffinerie-Kapazitäten der USA konzentriert sich auf den Bereich zwischen Alabama und Texas. Daher könnten mögliche Beschädigungen durch "Harvey" deutliche Auswirkungen haben. Zudem haben erste Unternehmen Mitarbeiter von Förderplattformen im Golf von Mexiko evakuiert und die Produktion gedrosselt. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI steigt um 0,5 Prozent auf 47,67 Dollar. Für Brent geht es um 0,7 Prozent auf 52,40 Dollar nach oben.

Wenig Bewegung gibt es bei den sicheren Häfen Gold und Anleihen im Vorfeld der Reden von Yellen und Draghi in Jackson Hole. Marktteilnehmer sprechen von einer abwartenden Haltung. Der Preis für die Feinunze liegt kaum verändert bei 1.287 Dollar. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen steht wenig verändert bei 2,20 Prozent.

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Broadcom trotz guter Zahlen mit Abgaben

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Bei den Einzelwerten könnten Broadcom trotz der besser als erwarten Zahlen und einem erhöhten Umsatzziel unter Druck kommen. Einige Marktteilnehmer hatten wohl mit einem noch besseren Abschneiden gerechnet. So kommentierte RBC-Analyst Amit Daryanani, die Zahlen hätten im Großen und Ganzen die Erwartungen der Wall Street erfüllt, doch das sei "derzeit nicht genug". Auch Gewinnmitnahmen könnten einsetzen, denn die Aktie hat seit Jahresbeginn um 45 Prozent zugelegt. Vorbörslich verlieren die Papiere 1,6 Prozent.

Gamestop fallen um 9 Prozent. Der Einzelhändler hatte zwar dank des regen Umsatzes mit der Spielekonsole Switch von Nintendo die Umsatzerwartungen übertroffen, doch schwächelte das Geschäft mit gebrauchten Spielekonsolen, was die Margen drückte. Überdies lag das bereinigte Ergebnis je Aktie unter den Erwartungen.

Für die Aktie des Software-Anbieters Autodesk geht es um 5,7 Prozent nach oben. Das Unternehmen hatte mit seinen Zweitquartalszahlen die Erwartungen übertroffen.

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US-Anleihen
Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD
2 Jahre 1,33 0,4 1,33 13,1
5 Jahre 1,78 0,5 1,78 -14,3
7 Jahre 2,02 0,2 2,02 -23,0
10 Jahre 2,20 0,2 2,19 -24,8
30 Jahre 2,77 -0,2 2,77 -29,8

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:32 Do, 17:15 % YTD
EUR/USD 1,1806 +0,09% 1,1795 1,1802 +12,3%
EUR/JPY 129,52 +0,19% 129,27 129,02 +5,4%
EUR/CHF 1,1389 +0,02% 1,1387 1,1380 +6,3%
EUR/GBP 0,9204 -0,07% 0,9210 1,0850 +8,0%
USD/JPY 109,72 +0,11% 109,59 109,30 -6,1%
GBP/USD 1,2827 +0,16% 1,2807 1,2804 +4,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 47,67 47,43 +0,5% 0,24 -16,4%
Brent/ICE 52,40 52,04 +0,7% 0,36 -10,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.286,89 1.286,41 +0,0% +0,48 +11,8%
Silber (Spot) 17,01 16,98 +0,1% +0,02 +6,8%
Platin (Spot) 977,10 981,00 -0,4% -3,90 +8,1%
Kupfer-Future 3,05 3,03 +0,6% +0,02 +21,1%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/mgo

END) Dow Jones Newswires

August 25, 2017 09:02 ET (13:02 GMT)

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