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MÄRKTE USA/Kaufzurückhaltung vor Notenbankentscheiden

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die Wall Street bleibt gefangen im Notenbankmodus. Während der Dow auf der Stelle tritt, geben die übrigen Indizes deutlicher ab. Ohne neue Impulse ist allerdings nicht mit viel Bewegung im Verlauf zu rechnen. Händler sprechen von einem abwartenden Geschäft vor den beiden wichtigen Zentralbankentscheidungen: Anleger ließen sich vor den Sitzungen der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag und der US-Notenbank in der kommenden Woche nicht aus der Deckung locken. Es fehlten die Kaufargumente.

Von beiden Zentralbanken wird eine Lockerung der Geldpolitik erwartet. Doch gehen die Meinungen über das von der EZB erhoffte Maßnahmenpaket auseinander, bei der Fed rechnet man derweil fest mit einer Zinssenkung. Aber der weitere Zinspfad bleibt ein Akt der Unsicherheit. "Anders als in den USA, wo Investoren von einer kommenden Zinssenkung überzeugt scheinen, bleiben die Anleger in Europa skeptisch, wie aggressiv die EZB vorgehen wird", sagt Marktanalyst David Madden von CMC Markets.

Der Dow-Jones-Index tendiert gegen Mittag (Ortszeit New York) kaum verändert bei 26.824 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite geben 0,4 bzw. 0,5 Prozent ab. Die überdurchschnittlichen Verluste im Technologiesektor erklären Beobachter mit wachsenden Zweifeln am Wachstum der Weltwirtschaft. Dass das Angebot an Jobs in den USA offenbar rückläufig ist, sehen Marktteilnehmer gelassen. Im Juli sank zwar die Zahl der offenen Stellen, sie lag aber über der Zahl der als arbeitslos gemeldeten Menschen. Gleichzeitig kündigten so viele Arbeitnehmer von sich aus wie zuletzt im Jahr 2001, als die US-Regierung mit der Erhebung der entsprechenden Daten begann. Auch dies zeugt von der guten Beschäftigungslage in den USA.

Während am Gesamtmarkt von einem lustlosen Geschäft gesprochen wird, scheint es bei den Einzelwerten durchaus verstärkte Ausschläge zu geben. Die konjunkturunabhängigen Favoriten der 2019er Hausse korrigieren, stattdessen beobachten Börsianer einen Favoritenwechsel hin zu so genannten Value-Aktien. Ein Auslöser dieses Umdenkens könnte die Entwicklung an den Rentenmärkten sein. Dort haben sich die Renditen gegenüber den jüngsten Tiefs wieder deutlich erholt - manche Marktteilnehmer sehen die Tiefs bereits als hinter dem Markt liegend. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen steigt um 3,6 Basispunkte auf 1,68 Prozent. Impulse könnte der Rentenmarkt von der Emission dreijähriger Schuldtitel im Tagesverlauf im Volumen von 38 Milliarden US-Dollar erhalten.


Gold sinkt trotz lockerer Geldpolitik

Die zuletzt gestiegenen Marktzinsen lassen den Glanz des Goldes verblassen - trotz der bevorstehenden Lockerungsrunde der Geldpolitik zu beiden Seiten des Atlantiks. Der Goldpreis steht erstmals seit drei Wochen wieder unter 1.500 Dollar. Die Feinunze verbilligt sich 0,3 Prozent auf 1.494 Dollar. "Da sich die Anleihenmärkte beruhigen, ist das nicht überraschend", so ein Marktteilnehmer.

Die Ölpreise steigen auf Sechswochenhochs. Anleger setzten weiter darauf, dass der neue saudische Ölminister, Prinz Abdulaziz bin Salman, auf Einhaltung der Produktionsdrosselungen des Erdölkartells Opec dringen werde, heißt es. Saudi-Arabien sei "dringend auf höhere Ölpreise angewiesen". Denn bei den derzeitigen Ölpreisen sei es ambitioniert, wie geplant 1 Prozent der Aramco-Aktien für 20 Milliarden Dollar bei den Investoren unterzubringen, so Analysten. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuert sich um 1,0 Prozent auf 58,43 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 1,4 Prozent auf 63,47 Dollar. Die Preise zeigen sich damit unbeeindruckt davon, dass die Internationale Energieagentur angekündigt hat, ihre Nachfrageprognose zu senken.

Im Gefolge der Ölpreise führt der Energiesektor mit einem Plus von 2,5 Prozent die Gewinner am Aktienmarkt an. Im Dow ist die Chevron-Aktie mit einem Anstieg um 2,9 Prozent aktuell stärkster Wert. Nach Meinung von Goldman Sachs muss man die Aktie unbedingt haben. Neben EOG und Pioneer gehöre Chevron zu den Branchenunternehmen, die Marktanteile gewinnen und einen attraktiven Cashflow zu bieten hätten. Pioneer steigen um 2,7 Prozent und EOG um 2,3 Prozent.

Im Blick stehen ferner Apple: Der Technologiegigant wird im späteren Tagesverlauf neue Produkte präsentieren. Der Titel büßt 0,4 Prozent ein. Ford sacken um 3 Prozent ab. Moody's hatte die Bonitätsnote des Autokonzerns gesenkt und sieht die Kreditwürdigkeit des Unternehmens nun knapp im Ramschbereich. Der Schritt spiegele erhebliche operative und marktbezogene Herausforderungen wider sowie die schwache Generierung von Erträgen und freiem Cashflow aufgrund der eingeleiteten kostspieligen Restrukturierung.

Wendy's stürzen um 12,5 Prozent ab. Die Schnellrestaurantkette will einmalig 20 Millionen Dollar investieren, um im kommenden Jahr landesweit sein Frühstücksmenu anzubieten. Um die Geschäftsausweitung zu unterstützen, plant der Konzern, etwa 20.000 zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Für 2019 wird aufgrund der Investitionen das bereinigte Ergebnis konstant bleiben oder bis zu 2 Prozent sinken sowie ein Rückgang beim bereinigten Ergebnis je Aktie erwartet. Der Ausblick für 2020 wurde zurückgezogen.

Ctrip geben 2,6 Prozent nach. Der chinesische Anbieter von Touristikdienstleistungen hat schwach aufgenommene Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Translate Bio knicken um 4,8 Prozent ein, nachdem das Pharmaunternehmen die Entwicklung einer Behandlung eines Enzymdefekts eingestellt hat.

HD Supply stürzen um 8,3 Prozent ab, der Industrievertrieb hat mit durchwachsenen Geschäftszahlen aufgewartet. Die Erlösentwicklung verfehlt die Markterwartungen, auch der Ausblick enttäuscht.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 26.824,26 -0,04 -11,25 14,99
S&P-500 2.966,91 -0,39 -11,52 18,35
Nasdaq-Comp. 8.049,43 -0,47 -38,01 21,31
Nasdaq-100 7.780,82 -0,66 -51,59 22,92

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,64 4,5 1,59 43,5
5 Jahre 1,55 4,8 1,50 -37,8
7 Jahre 1,63 4,9 1,58 -61,9
10 Jahre 1,68 3,6 1,64 -76,4
30 Jahre 2,16 3,4 2,13 -90,4

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:25 Mo, 17:20 % YTD
EUR/USD 1,1042 -0,06% 1,1043 1,1056 -3,7%
EUR/JPY 118,56 +0,05% 118,50 118,46 -5,7%
EUR/CHF 1,0944 -0,11% 1,0960 1,0955 -2,8%
EUR/GBP 0,8940 -0,04% 0,8948 0,8952 -0,7%
USD/JPY 107,36 +0,10% 107,32 107,13 -2,1%
GBP/USD 1,2351 +0,02% 1,2341 1,2353 -3,2%
USD/CNY 7,1127 -0,13% 7,1194 7,1218 +3,4%
Bitcoin
BTC/USD 10.173,25 -1,03% 10.241,25 10.311,49 +173,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 58,43 57,85 +1,0% 0,58 +21,6%
Brent/ICE 63,47 62,59 +1,4% 0,88 +14,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.494,43 1.498,40 -0,3% -3,97 +16,5%
Silber (Spot) 18,12 18,00 +0,7% +0,12 +16,9%
Platin (Spot) 938,74 948,98 -1,1% -10,24 +17,9%
Kupfer-Future 2,60 2,61 -0,6% -0,02 -1,9%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/flf

END) Dow Jones Newswires

September 10, 2019 12:19 ET ( 16:19 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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