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MÄRKTE USA/Kaum Bewegung vor der Powell-Rede

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Mit einer wenig veränderten Tendenz dürfte die Wall Street am Donnerstag starten. Für etwas Enttäuschung sorgte das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung. Im Anschluss waren die Indizes am Vorabend von ihren Tageshochs leicht zurückgekommen, schlossen aber gleichwohl deutlicher im Plus. Die US-Währungshüter hatten die Zinssenkung im Juli eher als "Neukalibrierung" und nicht als den Beginn eines aggressiveren Lockerungszyklus gesehen. Einige Marktteilnehmer hatten jedoch genau darauf gesetzt. Nun sind die Blicke der Investoren auf das Notenbankertreffen in Jackson Hole gerichtet, wo am Freitag Fed-Chairman Jerome Powell eine mit Spannung erwartete Rede halten wird.

Wir wussten bereits, dass die Fed-Zinssenkung im vergangenen Monat wahrscheinlich eine umstrittene Entscheidung sein würde, da die unterschiedlichen Ansichten bereits im Vorfeld geäußert wurden", sagt Michael Hewson, Chief Market Analyst bei CMC Markets. Dies sei durch das Protokoll bestätigt worden.

Gute Geschäftszahlen gibt es erneut aus dem Einzelhandelssektor, die bislang allerdings keine größere Wirkung entfalten. Nach Lowe's und Target zur Wochenmitte hat auch Nordstrom mit ihren Quartalszahlen überzeugt. Der Einzelhändler meldete zwar einen Umsatz- und Gewinnrückgang, doch fielen die Kennziffern besser als befürchtet aus. Die Aktie legt vorbörslich um 7,9 Prozent zu. Die guten Ergebnisse von Lowe's und Target hatten für einen erhöhten Konjunkturoptimismus gesorgt, denn der private Konsum hat eine hohe Bedeutung für das US-BIP. Die Aktien von Lowe's geben nach der Vortagesrally um 0,3 Prozent nach, während Target um weitere 1,1 Prozent zulegen.

Der Future auf den S&P-500 steigt aktuell um 0,1 Prozent. Für etwas Abwechslung könnten eine Reihe von US-Daten sorgen. Die vorbörslich veröffentlichte Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hat etwas stärker abgenommen als erwartet. Im Vergleich zur Vorwoche fiel deren Zahl auf saisonbereinigter Basis um 12.000 auf 209.000. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 217.000 vorhergesagt.

Nach der Eröffnung stehen noch die Markit-Einkaufsmanagerindizes für den Service-Bereich und das verarbeitende Gewerbe für August und der Index der Frühindikatoren für Juli an.



Bessere Einkaufsmanagerindizes stützen Euro nur kurz


Nur kurzzeitig profitiert der Euro von besser als erwartet ausgefallenen Juli-Einkaufsmanagerindizes aus Frankreich, Deutschland und der Eurozone. Für den Euro geht es in der Folge bis auf 1,1113 Dollar nach oben, aktuell ist er allerdings wieder auf 1,1079 Dollar zurückgefallen und liegt damit in der Nähe seines Tagestiefs. Denn die Geschäftsaussichten fielen binnen Jahresfrist auf den tiefsten Wert seit über sechs Jahren. Das Protokoll der jüngsten EZB-Sitzung sorgte kaum für Bewegung des Euro. Demnach besteht bei den Notenbankern keine Einigkeit über ein geldpolitisches "Paket" im September.

Die Ölpreise zeigen sich mit leichten Gewinnen. Die UBS rechnet auf Sicht von drei Monaten mit einem Brent-Anstieg bis auf 65 Dollar. Langfristig sind die Analysten allerdings nicht so optimistisch und verweisen zur Begründung auf die anhaltenden Handelsstreitigkeiten, die sich als Belastung erweisen dürften. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI steigt um 0,9 Prozent auf 56,19 Dollar, für Brent geht es um 0,6 Prozent auf 60,66 Dollar nach oben.

Der Goldpreis notiert weiter um die Marke von 1.500 Dolllar. Die Blicke seien nun auf die Rede von US-Notenbankpräsident Powell gerichtet, heißt es. Die Feinunze reduziert sich um 0,3 Prozent auf 1.497 Dollar.

Am Anleihemarkt setzen die Renditen ihre Aufwärtstendenz fort. Teilnehmer verweisen auf die besser als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes aus Europa. Die Blicke seien zudem ebenfalls auf die Powell-Rede gerichtet, heißt es auch hier. Die Rendite zehnjähriger Papiere legt um 2,7 Basispunkte auf 1,62 Prozent zu.



Tesla-Aktie mit Aussage von Großaktionär gesucht


Für die Tesla-Aktie geht es um 2,6 Prozent aufwärts. Der Tesla-Aktionär Baillie-Gifford regt einen Wechsel an der Unternehmensspitze an. "Wir glauben nicht, dass Elon Musk unbedingt CEO sein muss", sagte Baillie-Gifford-Manager James Anderson dem Manager Magazin. Dem Fonds gehören 7,5 Prozent der Aktien; nur Vorstandschef und Gründer Elon Musk persönlich hält einen höheren Anteil an dem Elektroautohersteller.

Anderson sagte zwar, er unterstütze Tesla-Chef Musk weiterhin. Zugleich legt er ihm laut dem Magazin aber nahe, sich verstärkt aus dem operativen Tagesgeschäft zurückzuziehen. Musks Einmischung in alle Belange des Unternehmens, etwa der Kommunikation mit den Aktionären, sei "nicht notwendigerweise hilfreich".



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,59 1,6 1,57 38,7
5 Jahre 1,50 2,0 1,48 -42,6
7 Jahre 1,56 2,9 1,53 -68,5
10 Jahre 1,62 2,7 1,59 -82,8
30 Jahre 2,10 2,1 2,08 -97,0

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:32 Mi, 17:15 % YTD
EUR/USD 1,1079 -0,09% 1,1078 1,1097 -3,4%
EUR/JPY 118,01 -0,16% 117,77 118,13 -6,2%
EUR/CHF 1,0900 +0,09% 1,0876 1,0888 -3,2%
EUR/GBP 0,9113 -0,30% 0,9137 0,9138 +1,3%
USD/JPY 106,52 -0,07% 106,31 106,44 -2,9%
GBP/USD 1,2157 +0,21% 1,2123 1,2145 -4,8%
USD/CNY 7,0847 +0,30% 7,0754 7,0626 +3,0%
Bitcoin
BTC/USD 10.022,00 -0,19% 10.009,00 10.005,75 +169,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,19 55,68 +0,9% 0,51 +17,0%
Brent/ICE 60,66 60,30 +0,6% 0,36 +9,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.497,17 1.502,40 -0,3% -5,23 +16,7%
Silber (Spot) 17,05 17,15 -0,6% -0,10 +10,0%
Platin (Spot) 855,93 852,55 +0,4% +3,38 +7,5%
Kupfer-Future 2,58 2,59 -0,4% -0,01 -2,6%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/flf

END) Dow Jones Newswires

August 22, 2019 09:03 ET ( 13:03 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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