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MÄRKTE USA/Kaum verändert in vorsichtigem Geschäft

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die US-Börsen legen zu Wochenbeginn eine Pause ein. Zwar haben die großen Aktienindizes gleich nach der Startglocke neue Rekordmarken erreicht, doch lagen diese nur geringfügig über den vorigen vom Freitag. Die Gewinne bröckelten gleich wieder ab. Teilnehmer sagen, dass nach einem Plus von 2,5 Prozent seit Monatsbeginn ein Durchatmen nichts Ungewöhnliches sei. Aber auch wegen der anlaufenden Berichtssaison herrscht Vorsicht.

Der Dow-Jones-Index sinkt um 0,1 Prozent auf 27.318 Punkte, nachdem er bei 27.365 ein neues Allzeithoch erreicht hat. Der S&P-500 verliert ebenfalls 0,1 Prozent, während der Nasdaq-Composite 2 Punkte zulegt.

In der Vorwoche hatte US-Notenbankchef Jerome Powell mit seinen Aussagen vor dem US-Kongress Erwartungen befeuert, dass die Fed noch im Juli die Zinsen senken werde. Das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung deutete in die gleiche Richtung. Schwache chinesische Konjunkturdaten wecken am Montag Hoffnungen, dass auch die People's Bank of China ihre Geldpolitik weiter lockern wird. Das Wachstum der Volksrepublik war im zweiten Quartal so niedrig wie zuletzt 1992. Dass die chinesische Industrieproduktion im Juni verglichen mit dem Mai überraschend kräftig zugelegt hat, vermag die Zinshoffnungen nicht zu dämpfen.

Nun rückt die Bilanzsaison in den Blick. Am Montag hat die Citigroup vor der Startglocke über den Verlauf des zweiten Geschäftsquartals berichtet. Konjunkturseitig wurde der Empire State Manufacturing Index veröffentlicht. Er stieg im Juli deutlich stärker als erwartet, Beobachter bezeichnen ihn aber dennoch als schwach. Sowohl die Auftragskomponenten als auch die Beschäftigungskomponenten seien schlecht.



Zinserwartungen verhindern positive Reaktion auf Citi-Zahlen


Bankenaktien tendieren überwiegend leichter trotz überzeugender Zahlen der Citigroup. Die Branche muss sich auf niedrigere Zinsen einstellen, da die Fed ihre Geldpolitik demnächst wieder lockern wird. Das wird sich auf die Gewinne durchschlagen, die sich mit Krediten und Vermögenswerten erwirtschaften lassen. Die Aktie der Citigroup legt lediglich um 0,3 Prozent zu. Goldman geben um 1,2 Prozent nach und JP Morgan um 0,7 Prozent. Bank of America ermäßigen sich um 0,8 Prozent und Wells Fargo um 0,9 Prozent.

Am Devisenmarkt dauert die Schwäche des Dollar mit der Aussicht auf eine bevorstehende Fed-Zinssenkung an. Daneben gebe es Spekulationen, dass das US-Finanzministerium am Devisenmarkt intervenieren könnte, sagt Michael McCarthy, Chef-Marktstratege bei CMC Markets. Der Euro tendiert mit rund 1,1256 Dollar wenig verändert.

Das schwächere chinesische Wirtschaftswachstum verschafft dem US-Anleihemarkt etwas Zulauf. Die Zehnjahresrendite sinkt um 3,1 Basispunkte auf 2,10 Prozent.

Leicht im Plus zeigen sich die Ölpreise. Stützend wirken Produktionsunterbrechungen im Golf von Mexiko wegen Hurrikan Barry. Daneben spekulieren Marktteilnehmer nach den schwächeren chinesischen Wachstumsdaten auf Konjunkturstimuli der chinesischen Notenbank, die auch die Ölnachfrage ankurbeln könnten. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI steigt um 0,1 Prozent auf 60,29 Dollar. Brentöl legt um 0,3 Prozent auf 66,89 Dollar zu.

Gold ist derweil nicht gefragt. Die Feinunze ermäßigt sich um 0,3 Prozent auf 1.412 Dollar.



Bericht über gescheiterte Übernahme lässt Symantec abstürzen


An der Börse geht es mit der Aktie von Symantec um 13 Prozent rasant abwärts. CNBC berichtet unter Berufung auf informierte Personen, dass der Kauf von Symantec durch Broadcom an den Preisvorstellungen des Übernahmeziels gescheitert sei. Broadcom legen um 1,3 Prozent zu.

Boeing fallen um 1,3 Prozent. Das Flugverbot für die Boeing 737 MAX könnte sich deutlich länger hinziehen als geplant. Die Reparatur der Flugsteuerungssoftware sowie weitere Schritte, die nötig sind, um für das Mittelstreckenflugzeug wieder eine Betriebserlaubnis für die Passagierbeförderung zu bekommen, wird sich voraussichtlich bis ins Jahr 2020 erstrecken, sagen immer mehr Vertreter von US-Behörden und Flugbranche.

Gilead Science steigen um 2,2 Prozent. Der Pharmakonzern beteiligt sich an der belgischen Galapagos. Galapagos verteuerten sich in Amsterdam um knapp 19 Prozent.

Die Aktien des Bergbaukonzerns Barrick Gold verlieren 1,2 Prozent. Das Schiedsgericht der Weltbank hat Tethyan Copper, einem Gemeinschaftsunternehmen von Barrick Gold und Antofagasta, eine Entschädigung von 5,84 Milliarden Dollar zugesprochen, weil Pakistan der Gesellschaft eine Konzession für das Projekt Reko verweigert hat.

Uranium Energy Corp verbessern sich um 4,7 Prozent. Sie profitieren davon, dass die USA auf die Einführung von Uranzöllen verzichtet haben.

General Electric verlieren 1,2 Prozent. Die UBS hat die Aktie auf Neutral von Buy zurückgestuft.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.317,61 -0,05 -14,42 17,10
S&P-500 3.010,87 -0,10 -2,90 20,11
Nasdaq-Comp. 8.245,83 0,02 1,68 24,27
Nasdaq-100 7.951,00 0,10 7,76 25,61

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,82 -2,8 1,85 62,3
5 Jahre 1,85 -2,5 1,87 -7,8
7 Jahre 1,95 -3,4 1,99 -29,3
10 Jahre 2,09 -3,1 2,12 -35,2
30 Jahre 2,62 -2,8 2,65 -44,7

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:03 Uhr Fr, 17:15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1256 -0,12% 1,1273 1,1254 -1,8%
EUR/JPY 121,49 -0,08% 121,75 121,56 -3,4%
EUR/CHF 1,1086 -0,12% 1,1094 1,1073 -1,5%
EUR/GBP 0,8990 +0,27% 0,8966 0,8962 -0,1%
USD/JPY 107,93 +0,03% 108,01 108,02 -1,6%
GBP/USD 1,2521 -0,40% 1,2572 1,2555 -1,9%
Bitcoin
BTC/USD 10.545,50 -1,32% 10.171,75 11.547,85 +183,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 60,29 60,21 +0,1% 0,08 +26,7%
Brent/ICE 66,89 66,72 +0,3% 0,17 +21,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.411,63 1.415,70 -0,3% -4,07 +10,1%
Silber (Spot) 15,31 15,23 +0,6% +0,08 -1,2%
Platin (Spot) 846,26 829,50 +2,0% +16,76 +6,3%
Kupfer-Future 2,71 2,69 +0,8% +0,02 +2,7%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/cln

END) Dow Jones Newswires

July 15, 2019 12:05 ET ( 16:05 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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