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MÄRKTE USA/Kleine Gewinne zum Start - Zinsen bleiben Hauptthema

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Nochmals etwas nach oben geht es mit der Wall Street am Donnerstag. Neue Allzeithochs sind in greifbarer Nähe, nachdem der S&P-500 am Mittwoch erstmals über 3.000 Punkte gestiegen war. Getragen wird der Aktienmarkt weiterhin von den Zinssenkungssignalen, die US-Notenbankchef Jerome Powell am Mittwoch ausgesandt hatte. Am Vortag hatten Powells Aussagen Schwung in den Markt gebracht und die Aktienindizes auf Rekordhochs getrieben. Auch Anleihen und Gold profitierten davon, während der Dollar nachgab.

Kurz nach Handelsstart gewinnt der Dow-Jones-Index 0,3 Prozent auf 26.938 Punkte, der S&P-500P-500 rückt um 0,2 Prozent vor und der Nasdaq-Composite um 0,1 Prozent. Allerdings liefern neue Konjunkturdaten aus den USA kein zusätzliches Argument für Zinssenkungen. Denn die Verbraucherpreise zogen etwas stärker an als erwartet, während die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten leicht besser ausfielen als prognostiziert.

Am Donnerstag wird Powell vor dem Bankenausschuss des Senats angehört und befragt werden. In Asien wurden am Donnerstag Gewinne verbucht, vor allem auch wegen Powell. In Europa sind die kleinen Gewinne wieder abgeschmolzen. "Wir haben diesen Morgen viel grünes Licht, aber keine Euphorie", sagt Marktstratege Vincent Juvyns von JPM Asset Management. Die Zurückhaltung in Europa begründet er mit den bereits zweistelligen Gewinnen in diesem Jahr. Zudem gab es allein aus Deutschland drei Gewinnwarnungen.



Dollar fängt sich mit Teuerungsdaten


Die Dollarschwäche des Vortags setzte sich am Donnerstag zunächst noch ein wenig fort, doch holte der Greenback mit den gestiegenen Verbraucherpreisen die Tagesverluste fast vollständig auf. Powells taubenhafte Signale hatten die US-Devise am Mittwoch auf breiter Front nach unten geführt. Aktuell steht der Euro bei 1,1260 Dollar nach 1,1250 Dollar am späten Mittwoch.

Öl kommt nach dem jüngsten kräftigen Anstieg etwas zur Ruhe. Zuletzt stützten die anlaufende Hurrikansaison im Golf von Mexiko und die sinkenden US-Lagerbestände. Zudem verschärft sich die Irankrise weiter mit der versuchten Attacke des Landes auf einen britischen Tanker im Persischen Golf. Das Barrel der US-Sorte WTI steigt aber nur um 0,2 Prozent auf 60,58 Dollar, Brent legt um 0,1 Prozent zu auf 67,06 Dollar.

Beim Gold werden mit den höheren Teuerungsdaten ein paar Gewinne mitgenommen. Zuletzt hatte der Preis von der Zinssenkungsfantasie profitiert. In einem Umfeld hoher Zinsen wird Gold oftmals verkauft, da es als zinsloses Investment gegenüber anderen Assets ins Hintertreffen zu geraten droht. Aktuell gibt der Preis für die Feinunze 0,2 Prozent ab auf 1.416 Dollar.

US-Anleihen laufen mit den Inflationsdaten nach unten, die Zehnjahresrendite steigt um 2,1 Basispunkte auf 2,08 Prozent.



American Eagle Outfitters mit Rückkauf gesucht


Unter den Einzelwerten legen American Eagle Outfitters 2,7 Prozent zu. Der Board genehmigte den Rückkauf von 30 Millionen Aktien, womit sich das gesamte Rückkaufermächtigungsvolumen nun auf 37,4 Millionen beläuft.

Für Bed Bath & Beyond geht es 6 Prozent nach unten. Der Inneneinrichter hatte das zweite Quartal in Folge einen Verlust gemeldet, erneut belastet von hohen Abschreibungen unter anderem auf den Unternehmenswert. Gleichzeitig sank der Umsatz.

Delta Air sieht optimistisch nach vorn. Nach Wettbewerber American Airlines erhöht auch diese US-Fluglinie ihre Prognosen und will mehr Dividende zahlen. Für die Aktie geht es um 0,7 Prozent nach oben.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 26.938,17 0,29 77,97 15,48
S&P-500 2.998,30 0,17 5,23 19,60
Nasdaq-Comp. 8.212,01 0,12 9,48 23,76
Nasdaq-100 7.911,38 0,10 7,98 24,98

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,84 1,3 1,83 63,8
5 Jahre 1,85 2,3 1,82 -7,7
7 Jahre 1,95 2,6 1,93 -29,3
10 Jahre 2,08 2,1 2,06 -36,2
30 Jahre 2,59 1,7 2,58 -47,4

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:30 Uhr Mi, 17.23 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1256 +0,01% 1,1268 1,1248 -1,8%
EUR/JPY 121,85 -0,13% 121,71 122,00 -3,1%
EUR/CHF 1,1116 -0,17% 1,1122 1,1133 -1,3%
EUR/GBP 0,8968 -0,36% 0,8995 0,9002 -0,4%
USD/JPY 108,25 -0,15% 108,02 108,46 -1,3%
GBP/USD 1,2551 +0,37% 1,2526 1,2497 -1,7%
Bitcoin
BTC/USD 11.649,75 -2,33% 11.391,75 12.364,00 +213,2%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 60,58 60,43 +0,2% 0,15 +27,3%
Brent/ICE 67,06 67,01 +0,1% 0,05 +21,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.415,85 1.418,90 -0,2% -3,06 +10,4%
Silber (Spot) 15,20 15,25 -0,3% -0,05 -1,9%
Platin (Spot) 826,66 827,00 -0,0% -0,34 +3,8%
Kupfer-Future 2,70 2,70 +0,0% +0,00 +1,9%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/cln

END) Dow Jones Newswires

July 11, 2019 09:39 ET ( 13:39 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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