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MÄRKTE USA/Kleine Verluste wegen Coronakrise - Cisco enttäuscht

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW York (Dow Jones)An der Wall Street haben die Anleger am Donnerstag Nerven gezeigt. Die Indizes schwankten auf und ab und schlossen mit kleineren Verlusten. Nachrichten aus China wurden skeptisch beäugt. Denn das Land meldete eine starke Zunahme der Fallzahlen bei Neuerkrankungen in der Provinz Hubei, dem Epizentrum der Epidemie, vorgeblich basierend auf einer ausgeweiteten Diagnosemethode.

Dies weckte aufs Neue Misstrauen gegenüber den chinesischen Angaben. Die Verzehnfachung bei den Neuinfizierten befeuerte zudem die wirtschaftlichen Sorgen. Die Deutsche Bank beziffert die mögliche Wachstumsbremse mit bis zu 2 Prozentpunkten beim China-BIP im ersten Quartal. Eine zwischenzeitliche Erholung am US-Aktienmarkt belegte aber auch, dass die Investoren von gefallenen Kursen immer wieder angestachelt werden.

Der Dow-Jones-Index verlor 0,4 Prozent auf 29.423 Punkte, der S&P-500 gab 0,2 Prozent ab, der Nasdaq-Composite 0,1 Prozent. Dabei kamen auf 1.442 (Mittwoch: 1.766) Gewinner an der Nyse 1.499 (1.157) -velierer. Unverändert schlossen 71 (102) Titel.


Öl erholt sich wieder

Am Ölmarkt setzte sich die Preisrally der vergangenen Tage nach einem Absacker wieder fort. Dies obwohl die Internationale Energie-Agentur die Wachstumsprognose für die Nachfrage wegen der Epidemie in China auf das niedrigste Niveau seit 2011 gesenkt hat. Doch die Experten der RBC urteilen, dass die sinkende Ölnachfrage vor allem eine "China-Story" sei. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 51,58 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 1,3 Prozent auf 56,51 Dollar.

Die Nachfrage nach vermeintlich "sicheren Anlagen" zog mit der veränderten Großwetterlage in China wieder an. Der Goldpreis stieg um 0,7 Prozent auf 1.576 Dollar. Auf Euro-Basis notierte das Edelmetall auf Allzeithoch.

Auch die Notierungen am US-Rentenmarkt stiegen nach der jüngsten Schwächephase wieder, im Gegenzug fiel die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 2,2 Basispunkte auf 1,61 Prozent.

Am Devisenmarkt profitierte der Yen von seiner Reputation als Fluchtwährung. Im übrigen legte der Dollarindex aber leicht zu, und die Euro-Schwäche des Vortages hielt an. Die Gemeinschaftswährung sank auf den niedrigsten Stand seit Mai 2017. Im Handel wurden erneut die zuletzt schwachen Daten aus der Eurozone bemüht. Zudem befürchteten Händler, dass gerade die deutsche Exportwirtschaft anfällig für die Auswirkungen der Virusepidemie sein könnte - und dies vor dem Hintergrund der schwierigen innenpolitischen Lage mit der Krise der Regierungspartei CDU. Der Euro sank auf 1,0840 Dollar nach einem Vortageshoch bei 1,0926.


Tesla überrascht mit Kapitalerhöhung

Unter den Einzelaktien bestimmte indes die Berichtssaison die Kursfindung entscheidend mit: Eine schwache Nachfrage, ein Umsatzrückgang und ein trüber Ausblick lasteten auf Cisco. Die Aktie fiel um 5,2 Prozent. Alibaba hat zwar den Umsatz und Gewinn stärker gesteigert als erwartet. Dafür drückte die Coronakrise in China die ADS in den USA um 1,8 Prozent.

Pepsico hat aufgrund eines Steuereffekts im Vorjahr einen kräftigen Gewinnrückgang verzeichnet, auf bereinigter Basis jedoch die Erwartungen knapp übertroffen. Die Titel gewannen 0,3 Prozent. Kraft Heinz sackten um 7,6 Prozent ab. Der Nahrungsmittelhersteller hat weniger Fleisch und Molkereiprodukte verkauft.

Tesla nutzt die Gunst der Stunde mit einer extrem hohen Bewertung und will über eine Kapitalerhöhung rund 2 Milliarden US-Dollar erlösen. Die Anleger hielten nach erstem Zögern ihrem Liebling die Treue und schickten die Aktie um 4,8 Prozent nach oben.

Caterpillar stiegen um 0,1 Prozent. Goldman Sachs hat die Titel auf "Kaufen" hochgestuft. Mit einem Anstieg um 3,1 Prozent reagierte die Aktie von Applied Materials auf die starke Zahlen und freundlichen Perspektiven.

Um 19,3 Prozent brach die Aktie des Solarenergieunternehmens Sunpower Corporation ein. Umsatz und Gewinn haben im vierten Quartal unter den Konsensschätzungen gelegen. Bloom Energy stürzten um 7,7 Prozent ab. Das Unternehmen muss wegen eines Bilanzierungsfehlers die Zahlenausweise für die Jahre ab 2016 korrigieren.

Die neu an die Börse gekommenen Revolution Medicines explodierten geradezu. Nachdem der Emissionspreis mit 17 Dollar bereits am oberen Ende der Spanne gelegen hatte, verteuerte sich der Wert nun um 70 Prozent auf 28,90 Dollar.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 29.423,31 -0,43 -128,11 3,10
S&P-500 3.373,94 -0,16 -5,51 4,43
Nasdaq-Comp. 9.711,97 -0,14 -13,99 8,24
Nasdaq-100 9.595,70 -0,18 -17,50 9,88

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,44 0,0 1,44 23,8
5 Jahre 1,44 -0,8 1,45 -48,4
7 Jahre 1,54 -1,3 1,55 -71,0
10 Jahre 1,61 -2,2 1,64 -83,2
30 Jahre 2,06 -2,5 2,09 -100,2

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:36 Mi, 17:58 % YTD
EUR/USD 1,0840 -0,30% 1,0877 1,0891 -3,4%
EUR/JPY 119,01 -0,56% 119,47 119,80 -2,4%
EUR/CHF 1,0617 -0,17% 1,0628 1,0640 -2,2%
EUR/GBP 0,8309 -0,96% 0,8393 0,8394 -1,8%
USD/JPY 109,79 -0,27% 109,84 110,00 +0,9%
GBP/USD 1,3045 +0,67% 1,2960 1,2975 -1,6%
USD/CNH (Offshore) 6,9892 +0,21% 6,9821 6,9732 +0,3%
Bitcoin
BTC/USD 10.187,51 -1,69% 10.440,50 10.376,00 +41,3%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 51,58 51,17 +0,8% 0,41 -15,1%
Brent/ICE 56,51 55,79 +1,3% 0,72 -13,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.576,49 1.565,90 +0,7% +10,59 +3,9%
Silber (Spot) 17,65 17,50 +0,9% +0,15 -1,1%
Platin (Spot) 970,65 963,25 +0,8% +7,40 +0,6%
Kupfer-Future 2,61 2,60 +0,6% +0,01 -6,5%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz

END) Dow Jones Newswires

February 13, 2020 16:12 ET ( 21:12 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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