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MÄRKTE USA/Konjunkturoptimismus hält Wall Street auf Rekordkurs

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Konjunkturoptimismus dürfte die Rally der US-Börsen auch am Freitag am Laufen halten. Vorbörslich tendieren die Futures auf die wichtigen US-Aktienindizes etwas fester. Die Rekordstände vom Donnerstag könnten damit schon wieder übertroffen werden.

Ihre Zuversicht schöpfen die Anleger unter anderem aus neuen chinesischen Konjunkturdaten, nachdem am Vortag bereits robuste US-Daten Kauflaune aufgebracht hatten. Die Industrieproduktion im Reich der Mitte stieg im Dezember so deutlich wie seit neun Monaten nicht mehr und übertraf damit die Erwartungen des Marktes.

In den USA werden am Freitag ebenfalls neue Industrieproduktionsdaten veröffentlicht. Hier rechnen Volkswirte mit einem leichten Rückgang. Daneben steht der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan für Januar auf der Agenda.


Überraschend viele Baubeginne im Dezember

Vor der Startglocke wurden schon die Daten zu Baugenehmigungen und -beginnen im Dezember veröffentlicht. Demnach wurden im vergangenen Monat überraschend viele Bauprojekte in Angriff genommen. Die Zahl der Baubeginne stieg um 16,9 Prozent, während Ökonomen ein Plus von nur 0,4 Prozent erwartet hatten. Die Genehmigungen gingen hingegen um 3,9 Prozent zurück, hier hatte die Konsensprognose auf einen Rückgang um 1,5 Prozent gelautet.

Geschäftszahlen kommen unter anderem vom Ölexplorationskonzern Schlumberger. Das Unternehmen hat im vierten Quartal zwar aufgrund von Sonderbelastungen einen Gewinnrückgang verzeichnet, aber dennoch besser abgeschnitten als erwartet. Die Aktie steigt daraufhin im vorbörslichen Handel um 2,7 Prozent.

Schon am Donnerstag nach Börsenschluss hatte Progress Software Zahlen vorgelegt, die sehr gut ankommen. Progress Software springen vorbörslich um über 10 Prozent nach oben.

Für die Gap-Aktie geht es um 4 Prozent nach oben. Der Modekonzern hat seine Aufspaltungspläne ad acta gelegt, nachdem vor einem Jahr angekündigt worden war, die Billigmarke Old Navy in eine eigenständige Börsengesellschaft auszugliedern. Nun habe man operative Ineffizienzen und Bereiche für Verbesserungen entdeckt, weshalb man den Plan wieder fallengelassen habe und die Wachstumsmarken Old Navy und Athleta stärken wolle, so CEO Robert Fisher. Die Marke Old Navy trägt fast die Hälfte der Gap-Umsätze. Gap teilte weiter mit, der Chef seiner Flaggschiff-Marke Gap, Neil Fiske, werde das Unternehmen verlassen. Außerdem erwartet Gap nun einen geringeren Umsatzrückgang als zuletzt angenommen.


Ölpreise steigen weiter - Euro fällt

Die guten chinesischen Konjunkturdaten treiben die Ölpreise noch etwas nach oben. China ist das Land mit dem weltweit größten Ölverbrauch. Das Barrel US-Rohöl der Sorte WTI verteuert sich um 0,6 Prozent auf 58,88 Dollar. Brent legt um 0,6 Prozent zu auf 65,00 Dollar.

Der Euro fällt zum Dollar zurück auf gut 1,11, nachdem er am Donnerstag in der Spitze noch 1,1173 Dollar gekostet hatte. Händler verweisen auf Befürchtungen, dass es zu neuen Handelsstreitigkeiten kommen könnte. EU-Handelskommissar Phil Hogan hatte das Phase-1-Handelsabkommen zwischen den USA und China kritisiert. Dieses sei weder dem Wettbewerb noch der Beschäftigungslage zuträglich. Hogan kündigte außerdem Gegenmaßnahmen an für den Fall, dass die USA Strafzölle auf Importe aus der EU erheben sollten. Der Handelskommissar deutete an, dass die Handelsgespräche zwischen EU und USA einige Zeit dauern dürften. Derek Halfpenny von MUFG sagt dazu, dass die Spannungen zwischen USA und EU rasch eskalieren könnten, wenn es nicht binnen ein oder zwei Wochen zu einer Einigung komme.

Die UBS sieht den Euro längerfristig hingegen von dem US-chinesischen Handelsabkommen profitieren. Denn damit verringerten sich Unsicherheiten um das globale Wachstum. Kurzfristig sei aber ein Rücksetzer unter 1,11 Dollar möglich. Der Dollar dürfte davon profitieren, dass am Markt Zinssenkungserwartungen in den USA ausgepreist würden, weil sich das globale Wachstum berappele und damit das Zinssenkungsrisiko sinke.

Staatsanleihen sind derweil nicht gefragt. Sinkende Notierungen lassen die Zehnjahresrendite um 1,6 Basispunkte auf 1,83 Prozent steigen.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,57 -0,9 1,58 36,5
5 Jahre 1,63 -0,0 1,63 -29,7
7 Jahre 1,74 0,9 1,73 -50,5
10 Jahre 1,83 1,6 1,81 -61,9
30 Jahre 2,29 3,4 2,26 -77,5

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:33 Do, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1103 -0,31% 1,1138 1,1132 -1,0%
EUR/JPY 122,32 -0,31% 122,77 122,62 +0,3%
EUR/CHF 1,0736 -0,11% 1,0754 1,0742 -1,1%
EUR/GBP 0,8507 -0,11% 0,8517 0,8517 +0,5%
USD/JPY 110,18 +0,01% 110,24 110,16 +1,3%
GBP/USD 1,3050 -0,20% 1,3079 1,3071 -1,5%
USD/CNH (Offshore) 6,8618 -0,22% 6,8697 6,8763 -1,5%
Bitcoin
BTC/USD 8.845,90 +1,61% 8.919,25 8.639,01 +22,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 58,88 58,52 +0,6% 0,36 -3,6%
Brent/ICE 65,00 64,62 +0,6% 0,38 -1,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.556,65 1.552,55 +0,3% +4,10 +2,6%
Silber (Spot) 18,09 17,95 +0,8% +0,14 +1,3%
Platin (Spot) 1.024,80 1.004,90 +2,0% +19,90 +6,2%
Kupfer-Future 2,86 2,85 +0,4% +0,01 +2,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/kla

END) Dow Jones Newswires

January 17, 2020 08:49 ET ( 13:49 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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