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MÄRKTE USA/Leicht erholt nach starken Wirtschaftsdaten

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)An der Wall Street reicht es am Donnerstag nach dem extrem schwachen Vortag wohl zunächst nur zu einer kleineren Erholungsbewegung. Etwas gestützt wird die Stimmung von einem Set starker Konjunkturdaten, die vor Handelsbeginn veröffentlicht wurden. Sowohl Einzelhandelsumsatz als auch die Produktivität, sowohl Philly-Fed- als auch Empire-State-Index überraschten auf der positiven Seite. Lediglich die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten fielen minimal schwächer aus als erwartet. Ob die positive Tendenz am Aktienmarkt anhält, erscheint aber fraglich.

Am Vortag war mit der Inversion der Zinskurve am Anleihenmarkt ein Signal gesendet worden, das gemeinhin als Zeichen einer drohenden Rezession gesehen wird. Zudem hatten schwache Daten aus China und Deutschland den Abwärtstrend der weltweiten Wirtschaft bestätigt. Daneben sorgen unterschiedliche Meldungen zum US-chinesischen Handelskonflikt für ein Auf und Ab. Einerseits belasten Aussagen Chinas zu Gegenmaßnahmen gegen die US-Strafzölle, andererseits stützen Medienberichte, laut denen sich China auf halbem Weg mit den USA treffen will.



Anleihen weiter gesucht


Am Anleihemarkt wird die Rally im Tagesverlauf stark abgebremst, nachdem die Konjunkturdaten auf der positiven Seite lagen. Die Renditen fallen auf Tagesbasis nur noch leicht zurück. Auch wenn aktuell die Rendite der zweijährigen Treasurys wieder etwas unter der der zehnjährigen liegt, ist eine Inversion und damit die Rückkehr des Rezessionsgespensts jederzeit denkbar. Aktuell fällt die Zehnjahresrendite um 0,7 Basispunkte auf 1,57 Prozent. Derweil fiel die Dreißigjahresrendite vorübergehend unter 2 Prozent, was zuvor noch nie der Fall war.

Der Dollar rückt mit dem starken Set an Wirtschaftsdaten etwas gegen den Euro vor, der auf 1,1140 fällt. Dort stand er allerdings bereits am späten Mittwoch, nachdem er einen schwachen Tag gehabt hat.

Der Goldpreis ist vom Tageshoch bei 1.524 Dollar wieder zurückgekommen, vor allem im Gefolge der überwiegend freundlichen Konjunkturdaten. Aktuell verliert er 0,3 Prozent auf 1.512 Dollar.

Der Ölmarkt steht weiter im Bann der Konjunktursorgen. Die US-Sorte WTI fällt um 0,5 Prozent auf 54,93 Dollar je Fass, Brent verliert 1,6 Prozent auf 58,52 Dollar.



Cisco schwach - Walmart stark


Bei den Einzelwerten stehen noch immer Quartalszahlen im Blick. So sacken Cisco Systems vorbörslich um 8,7 Prozent ab. Der Kommunikationsausrüster hat mit Zahlen einen Ausblick geliefert, der knapp unter den bislang kursierenden Analystenschätzungen liegt. Im vierten Geschäftsquartal war der Cisco-Gewinn derweil zwar um 42 Prozent auf 2,21 Milliarden Dollar eingebrochen, auf bereinigter Basis und je Aktie schnitt Cisco aber dennoch besser ab als Analysten erwartet hatten. Auch der 4,6 Prozent höhere Umsatz von 13,43 Milliarden Dollar fiel knapp höher aus als erwartet.

Walmart zeigen sich 5 Prozent im Plus, nachdem das Unternehmen Quartalszahlen vorgelegt hat. Der US-Einzelhandelsriese Walmart hat auch im zweiten Quartal besser abgeschnitten als am Markt erwartet und wird mit Blick auf das Gesamtjahr zuversichtlicher.

Der chinesische Online-Händler Alibaba hat im ersten Geschäftsquartal von der ungebrochenen Konsumfreude seiner Kunden profitiert. Das in den USA börsennotierte Unternehmen steigerte Umsatz und Gewinn kräftig. Die Aktie steigt um 3 Prozent.

Die noch nicht aktiv gehandelten Netapp-Aktien steigen um 0,4 Prozent. Der Datenspeicherexperte hat einen über den Erwartungen liegenden Ausblick abgegeben und auch mit seinem bereinigten Quartalsgewinn die Schätzungen des Marktes übertroffen.

Der Laborausstatter Agilent Technologies übertraf mit seinen Geschäftszahlen ebenfalls die Konsensprognosen und präzisierte zudem seinen Jahresausblick. Die Aktie springt um gut 8 Prozent nach oben.

Pivotal Software haussieren um 67 Prozent. Auslöser ist Übernahmefantasie. Einer Mitteilung an die Börsenaufsicht zufolge verhandelt das mit Problemen kämpfende Softwareunternehmen mit der ehemaligen Mutter VMware über eine Übernahme. VMWare verlieren 3,2 Prozent.

General Electric geben 4,2 Prozent nach. In einer Analyse wirft der renommierte Bilanzexperte Harry Markopolos dem Konzern vor, das Ausmaß seiner finanziellen Probleme zu verstecken und ungenaue oder sogar verfälschte Finanzberichte zu veröffentlichen.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,55 -2,1 1,58 35,2
5 Jahre 1,48 -0,3 1,49 -44,0
7 Jahre 1,53 -0,4 1,54 -71,5
10 Jahre 1,57 -0,7 1,58 -87,2
30 Jahre 2,01 -1,1 2,02 -105,9

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 07:43 Uhr Mi, 17:28 % YTD
EUR/USD 1,1139 -0,02% 1,1149 1,1143 -2,8%
EUR/JPY 118,29 +0,39% 118,08 117,90 -5,9%
EUR/CHF 1,0861 +0,17% 1,0854 1,0847 -3,5%
EUR/GBP 0,9190 -0,52% 0,9248 0,9235 +2,1%
USD/JPY 106,19 +0,41% 105,91 105,80 -3,2%
GBP/USD 1,2125 +0,52% 1,2055 1,2066 -5,0%
USD/CNY 7,0396 +0,22% 7,0292 7,0237 +2,3%
Bitcoin
BTC/USD 9.953,25 -2,14% 9.684,00 10.458,00 +167,6%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 54,93 55,23 -0,5% -0,30 +14,8%
Brent/ICE 58,52 59,48 -1,6% -0,96 +5,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.511,54 1.516,50 -0,3% -4,97 +17,9%
Silber (Spot) 17,14 17,22 -0,5% -0,08 +10,6%
Platin (Spot) 836,08 844,50 -1,0% -8,42 +5,0%
Kupfer-Future 2,59 2,59 -0,1% -0,00 -2,1%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/mgo

END) Dow Jones Newswires

August 15, 2019 09:08 ET ( 13:08 GMT)

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