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MÄRKTE USA/Leichte Gewinne vor Fed erwartet

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Kleinere Gewinne zum Start indizieren die Terminkontrakte auf die Aktienindizes an der Wall Street am Mittwoch. Die Anleger wägen ab: Einerseits die Perspektive eines anhaltenden Begleitschutzes durch die US-Notenbank, andererseits die nicht willkommene Verzögerung des staatlichen Hilfspakets. Vor Handelsstart wurden zudem noch Einzelhandelsdaten publiziert, die mit einem Plus von 0,6 Prozent unter den erwarteten plus 1,1 Prozent lagen. Die Daten werden angesichts der Corona-Krise besonders kritisch beäugt.

Hauptthema ist aber die Fed-Sitzung, die am Mittwoch beendet wird und deren Ergebnis mit großer Neugierde erwartet wird. Unlängst war eine Modifizierung des Inflationsziels mitgeteilt worden, nun erhoffen sich Teilnehmer Details. Hier könne es Enttäuschungen geben, wenn die Notenbank keine zusätzlichen Angaben macht, vermutet Chefstrategin Seema Shah von Principal Global Investors.

Doch damit nicht genug: "Wir erwarten eine Erhöhung der Wachstumsprognosen", sagt etwa Edward Park von Brooks Macdonald zur Fed-Sitzung. Zuletzt habe die Notenbank sich recht bearish geäußert verglichen mit dem, was der Markt erwartet hatte.

Die Einigung auf ein staatliches Stimulierungspaket verkompliziert sich indes zunehmend, weil sich die Verhandlungen nun mehr und mehr mit dem Kalkül rund um die nahenden Präsidentschaftswahlen vermengen. Am Dienstag hatte Repräsentantenhaus-Sprecherin Nancy Pelosi gefordert, die Kammer solle tagen, bis eine beiderseitige Übereinkunft gefunden werde.


Fedex nach Zahlen steil aufwärts

Überraschend gute Quartalszahlen verhelfen den Aktien von Fedex und Adobe zu vorbörslichen Kursgewinnen. Fedex gewinnen 9 Prozent, nachdem der Logistikkonzern in seinem ersten Geschäftsquartal mit Umsatz und Ergebnis die Erwartungen des Marktes übertroffen hatte. Auch bei Adobe fielen Umsatz und Ergebnis überraschend gut aus. Die Aktie rückt um 2,9 Prozent vor.

Facebook verlieren dagegen 1,3 Prozent. Die US-Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) bereite eine Klage gegen Facebook wegen möglicher Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht vor, die möglicherweise Ende des Jahres eingereicht werden könnte, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf ungenannte Quellen.

Zudem steht ein Börsengang auf der Agenda. Die Aktien vom Cloud-Software-Anbieter Snowflake werden bei einem Ausgabepreis von 120 US-Dollar ihr Debüt feiern. Der Emissionspreis lag wegen der hohen Nachfrage deutlich über der erhöhten Preisspanne, die Snowflake nach Aussage von informierten Personen am Dienstag auf 100 bis 110 Dollar hochgenommen haben soll.


Dollar weiter nicht gefragt

Am Devisenmarkt zeigt der Dollar wieder Schwäche, der Dollar-Index gibt 0,3 Prozent nach. Die Commerzbank rechnet damit, dass der Dollar gegen den Euro mit den Fed-Aussagen am Abend weiter nachgeben könnte. Dann werde die Bank ihre neue Inflationsstrategie in ihre Kommunikation einbauen.

Der Ölpreis verbucht den zweiten Tag in Folge deutliche Aufschläge. Haupttreiber sind die Daten des privaten Dienstleisters API vom Vorabend, die überraschend einen Rückgang der Bestände in den USA anzeigten. Aber auch die Hurrikan-Saison und der tendenziell nachgebende Dollar treiben die Preise. Am Nachmittag mitteleuropäischer Zeit werden die offiziellen Daten zu den Lagerbeständen erwartet. Der Preis für ein Fass der Sorte WTI steigt um 2,2 Prozent auf 39,14 Dollar, Brent gewinnt ähnlich stark auf 41,38 Dollar.

Der Goldpreis berappelt sich von seinem Rückschlag am Dienstag, bleibt aber in seiner Spanne gefangen. Über 1.980 und unter 1.920 Dollar gehe momentan wenig, sagen Teilnehmer. Der Preis für die Feinunze rückt um 0,7 Prozent auf 1.968 Dollar vor.

Anleihen stoßen auf ein gewisses Kaufinteresse. Steigende Notierungen drücken die Zehnjahresrendite um 1,5 Basispunkte auf 0,67 Prozent.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,13 -0,8 0,14 -107,3
5 Jahre 0,26 -1,1 0,27 -166,5
7 Jahre 0,45 -1,1 0,46 -179,8
10 Jahre 0,67 -1,5 0,68 -177,9
30 Jahre 1,41 -2,4 1,43 -165,9

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:04 Uhr Fr, 17:15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1872 +0,20% 1,1851 1,1836 +5,9%
EUR/JPY 124,66 -0,21% 125,69 125,68 +2,3%
EUR/CHF 1,0755 -0,06% 1,0767 1,0760 -0,9%
EUR/GBP 0,9142 -0,54% 0,9241 0,9251 +8,0%
USD/JPY 104,98 -0,43% 106,08 106,18 -3,5%
GBP/USD 1,2986 +0,74% 1,2824 1,2793 -2,0%
USD/CNH (Offshore) 6,7579 -0,31% 6,8292 6,8353 -3,0%
Bitcoin
BTC/USD 10.922,76 +0,66% 10.354,76 10.323,38 +51,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 39,14 38,28 +2,2% 0,86 -31,7%
Brent/ICE 41,38 40,53 +2,1% 0,85 -32,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.968,29 1.955,38 +0,7% +12,92 +29,7%
Silber (Spot) 27,35 27,23 +0,4% +0,12 +53,2%
Platin (Spot) 977,23 977,95 -0,1% -0,73 +1,3%
Kupfer-Future 3,06 3,06 -0,1% -0,00 +8,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz

END) Dow Jones Newswires

September 16, 2020 08:49 ET ( 12:49 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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