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MÄRKTE USA/Leichte Verluste am "Black Friday"

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Am letzten Handelstag der Woche verzeichnet die Wall Street leichte Abgaben. Zur Begründung verweisen Marktteilnehmer auf moderate Gewinnmitnahmen, aus Sorge vor möglicherweise negativen Meldungen zum Handelsstreit zwischen den USA und China, die über das Wochenende aufschlagen könnten. Zudem nutzen viele Anleger nach dem Thanksgiving-Feiertag am Donnerstag den Freitag als Brückentag, zumal an den US-Börsen lediglich ein verkürzter Handel stattfindet. So endet der Aktienhandel um 19 Uhr MEZ, der Anleihehandel um 20 Uhr MEZ.

Für den Dow-Jones-Index geht es am Mittag Ortszeit um 0,2 Prozent auf 28.097 Punkte nach unten. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite verlieren ebenfalls jeweils 0,2 Prozent.

Das übergeordnete Thema bleibt der Handelskonflikt. Hier macht sich wieder Nervosität breit, nachdem die Verhandlungen über ein Teil-Abkommen zuletzt ins Stocken geraten sind. Zudem drohen ab Mitte Dezember neue US-Importzölle auf chinesische Waren, sollte es bis dahin nicht zu einer Einigung gekommen sein. Die Zeit läuft somit langsam ab. Erschwerend kommt hinzu, dass die US-Regierung Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong beschlossen hat, die Präsident Donald Trump am Mittwoch unterschrieben hat. Peking wertet dies als Einmischung in die inneren Angelegenheiten und zeigt sich verstimmt.

Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist zum Wochenausklang leer. Auch die Nachrichtenlage mit Blick auf US-Unternehmen ist eher übersichtlich.


"Black Friday" im Blick

Mit dem "Black Friday", dem traditionellen Start in das Weihnachtsgeschäft in den USA, stehen vor allem die Einzelhandelswerte und Online-Händler im Fokus. Laut Berechnungen des Online-Marketing und Werbe-Analysehauses Adobe Analytics wurden bis zum späten Donnerstagnachmittag rund 2,1 Milliarden Dollar von den US-Konsumenten ausgegeben - gut 20 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Amazon zeigen sich dennoch mit einem Minus von 0,1 Prozent, für Walmart geht es hingegen um 0,6 Prozent aufwärts.

Facebook steigen nach anfänglichen Verlusten um 0,7 Prozent. Über Thanksgiving war der Zugang auf die Internet-Plattform, als auch auf den Messenger-Dienst und Instagram stundenlang für viele Nutzer in den USA gestört. Laut einem Unternehmenssprecher wurde das Problem mittlerweile aber behoben.

Tech Data klettern um 12,4 Prozent, nachdem das IT-Unternehmen das Kaufangebot des Privat-Equity-Investors Apollo Global Management befürwortet hat. Der Vorstand hat das verbesserte Angebot von 145 Dollar je Aktie einstimmig angenommen. Apollo hatte sein ursprüngliches Angebot von 130 Dollar angehoben, nachdem Tech Data ein besseres Gebot erhalten haben soll.


Ölpreise mit Opec-Spekulationen unter Druck

Deutlich unter Druck stehen zum Wochenausklang die Ölpreise. Hier belasten im Vorfeld des Opec-Treffens in der kommenden Woche Spekulationen, dass das Kartell keine Verlängerung der Förderkürzungen beschließen könnte. Dazu kommen die zuletzt wieder gestiegenen Sorgen hinsichtlich der Handelsgespräche zwischen den USA und China. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fällt um 3,5 Prozent auf 56,06 Dollar, für Brent geht es um 2,0 Prozent auf 62,58 Dollar nach unten. Teilnehmer verweisen jedoch auf sehr dünne Umsätze.

Am Devisenmarkt gibt es dagegen nur wenig Bewegung. Das Pfund steigt leicht auf 1,2928 Dollar nach 1,2905 Dollar am späten Donnerstag. Hier bleibt der Ausgang der Parlamentswahl in Großbritannien am 12. Dezember der entscheidende Einflussfaktor. Der Euro zeigt sich zum Dollar etwas fester und klettert mit aktuell 1,1017 Dollar auf ein neues Tageshoch. Der Handel verlaufe allerdings in sehr engen Bahnen, heißt es von Teilnehmern. Zwischenzeitlich war die Gemeinschaftswährung mit 1,0983 Dollar auf den tiefsten Stand seit sieben Wochen gefallen.

Die wieder etwas gestiegene Nervosität hinsichtlich eines Handelsabkommens macht sich bei den "sicheren Häfen" Gold und Anleihen bisher kaum bemerkbar. Die Feinunze Gold notiert nahezu unverändert bei 1.456 Dollar. Bei den US-Anleihen steigt die Zehnjahresrendite mit sinkenden Notierungen und bei niedrigem Handelsvolumen um 2,0 Basispunkte auf 1,79 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 28.096,62 -0,24 -67,38 20,44
S&P-500 3.146,96 -0,21 -6,67 25,53
Nasdaq-Comp. 8.690,37 -0,17 -14,81 30,97
Nasdaq-100 8.425,92 -0,22 -18,79 33,11

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,63 0,8 1,62 42,6
5 Jahre 1,64 0,7 1,63 -28,4
7 Jahre 1,74 1,7 1,72 -51,1
10 Jahre 1,79 2,0 1,77 -65,8
30 Jahre 2,22 2,9 2,19 -84,8

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.36 Uhr Do, 17.12 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1022 +0,10% 1,1010 1,1006 -3,9%
EUR/JPY 120,73 +0,12% 120,56 120,56 -4,0%
EUR/CHF 1,1017 +0,20% 1,0996 1,0996 -2,1%
EUR/GBP 0,8521 -0,08% 0,8533 0,8529 -5,3%
USD/JPY 109,52 +0,00% 109,51 109,54 -0,1%
GBP/USD 1,2928 +0,13% 1,2903 1,2905 +1,3%
USD/CNH (Offshore) 7,0309 +0,00% 7,0328 7,0347 +2,4%
Bitcoin
BTC/USD 7.801,76 +5,65% 7.469,26 7.564,51 +109,8%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,06 58,11 -3,5% -2,05 +15,6%
Brent/ICE 62,58 63,87 -2,0% -1,29 +13,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.462,42 1.455,90 +0,4% +6,52 +14,0%
Silber (Spot) 16,97 16,94 +0,2% +0,03 +9,5%
Platin (Spot) 899,81 893,00 +0,8% +6,81 +13,0%
Kupfer-Future 2,65 2,67 -1,3% -0,04 -0,1%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/err

END) Dow Jones Newswires

November 29, 2019 11:15 ET ( 16:15 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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PKT -453,93
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PKT -189,29
S&P 500 I 3.264,15 +0,67%
PKT +21,70
NASDAQ COMP. 9.139,31 -1,89%
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