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MÄRKTE USA/Mit kleinen Gewinnen auf neue Hochs

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die US-Börsen haben am Montag nach der starken Vorwoche noch ein wenig zugelegt. Erneut wurden frische Rekordmarken erreicht, auch wenn diese nur geringfügig über den vorigen vom Freitag lagen. Nachdem die Gewinne zwischenzeitlich abbröckelten, ging es zu Handelsende nochmals etwas nach oben - und dies nach einem Plus von bereits 2,5 Prozent seit Monatsbeginn. Wegen der anlaufenden Berichtssaison herrschte eine gewisse Vorsicht.

Einen Dämpfer brachte überdies die Ratingagentur Fitch in den Markt mit ihrer Vermutung, dass die US-Notenbank in diesem Jahr lediglich einmal die Zinsen senken wird - und damit weniger als die Märkte erwarten. Die Experten begründen ihre Annahme mit dem robusten US-Jobwachstum.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,1 Prozent höher bei 27.359 Punkten. Der S&P-500 stieg um 1 Punkt und der Nasdaq-Composite um 0,2 Prozent. Dabei wurden 1.364 (Freitag: 1.959) Kursgewinner und 1.580 (996) -verlierer gesehen, unverändert schlossen 95 (73) Titel.

In der Vorwoche hatte US-Notenbankchef Jerome Powell mit seinen Aussagen vor dem US-Kongress Erwartungen befeuert, dass die Fed noch im Juli die Zinsen senken werde. Das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung deutete in die gleiche Richtung. Schwache chinesische Konjunkturdaten weckten am Montag Hoffnungen, dass auch die People's Bank of China ihre Geldpolitik weiter lockern wird. Das Wachstum der Volksrepublik war im zweiten Quartal so niedrig wie zuletzt 1992. Dass die chinesische Industrieproduktion im Juni verglichen mit dem Mai überraschend kräftig zugelegt hat, vermag die Zinshoffnungen nicht zu dämpfen.

Nun rückt die Bilanzsaison in den Blick. Am Montag hat die Citigroup vor der Startglocke über den Verlauf des zweiten Geschäftsquartals berichtet. Konjunkturseitig wurde der Empire State Manufacturing Index veröffentlicht. Er stieg im Juli deutlich stärker als erwartet, Beobachter bezeichnen ihn aber dennoch als schwach. Sowohl die Auftragskomponenten als auch die Beschäftigungskomponenten seien schlecht.



Zinserwartungen lasten auf Bankenwerten


Die Citigroup-Aktie zeigte sich nach duchwachsenen Zahlen volatil und schloss 0,1 Prozent im Minus. Andere Bankenwerte tendierten schwächer. Die Branche muss sich auf niedrigere Zinsen einstellen, da die Fed ihre Geldpolitik demnächst wieder lockern wird. Das wird auf die Gewinne durchschlagen, die sich mit Krediten und Vermögenswerten erwirtschaften lassen. Goldman gaben um 1,1 Prozent nach und JP Morgan um 1,2 Prozent. Bank of America ermäßigten sich um 0,8 Prozent und Wells Fargo um 1,4 Prozent.

Am Devisenmarkt vermochte sich der Dollar minimal zu erholen. In der Vorwoche zeigte er sich schwach mit der Aussicht auf eine bevorstehende Fed-Zinssenkung an. Daneben gab es Spekulationen, dass das US-Finanzministerium am Devisenmarkt intervenieren könnte, sagte Michael McCarthy, Chef-Marktstratege bei CMC Markets. Der Euro tendierte mit rund 1,1258 Dollar knapp unter seinem Stand vom späten Freitag.

Das schwächere chinesische Wirtschaftswachstum verschaffte dem US-Anleihemarkt Zulauf. Die Zehnjahresrendite sank um 3,5 Basispunkte auf 2,09 Prozent.

Für die Ölpreise ging es abwärts. Grund war die nachlassende Gefahr im Golf von Mexiko, wo Hurrikan "Barry" an Kraft verloren hat. Zudem nahmen die Teilnehmer nach den jüngsten kräftigen Aufschlägen nun Gewinne mit. Tyler Richey von Sevens Report Research sieht zwar auf kurze Sicht noch einen Aufwärtstrend, doch technische Widerstände und anhaltende Nachfragesorgen wegen der Handelskonflikte dürften neue Hochs in diesem Jahr verhindern, so seine Vermutung. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI verlor zum Settlement 1,1 Prozent auf 59,58 Dollar, Brent fiel um 0,7 Prozent auf 66,25 Dollar.

Gold zeigte sich kaum bewegt. Die Feinunze verharrte bei 1.415 Dollar.



Bericht über gescheiterte Übernahme lässt Symantec abstürzen


An der Börse ging es mit der Aktie von Symantec um knapp 11 Prozent rasant abwärts. CNBC berichtete unter Berufung auf informierte Personen, dass der Kauf von Symantec durch Broadcom an den Preisvorstellungen des Übernahmeziels gescheitert sei. Broadcom legten um 1,3 Prozent zu.

Zweitstärkster Sektor waren Halbleiterwerte, die um 0,7 Prozent zulegten. AMD verteuerten sich um 3,6 Prozent. Das Unternehmen hat kürzlich eine neue Familie von Desktop-Prozessoren namens "Zen 2" auf den Markt gebracht, die sehr positiv aufgenommen wurde. In diesem Jahr hat die Aktie bereits 86 Prozent zugelegt und liegt damit im S&P-500 ganz vorne. Die Analysten von Rosenblatt empfehlen den Wert weiter zum Kauf.

Boeing fielen um 1 Prozent. Das Flugverbot für die Boeing 737 MAX könnte sich deutlich länger hinziehen als geplant. Die Reparatur der Flugsteuerungssoftware sowie weitere Schritte, die nötig sind, werden sich voraussichtlich bis ins Jahr 2020 erstrecken, sagen immer mehr Vertreter von US-Behörden und Flugbranche.

Die Tesla-Aktie gewann 3,4 Prozent. Das US-Automagazin hat das Model S zum "Ultimativen Auto des Jahres" deklariert, während ein britische Magazin das Model 3 zum Auto des Jahres auszeichnete.

Gilead Science stiegen um 2,7 Prozent. Der Pharmakonzern beteiligt sich an der belgischen Galapagos. Galapagos verteuerten sich in Amsterdam um knapp 19 Prozent.

Uranium Energy Corp verbesserten sich um 5,6 Prozent. Sie profitierten davon, dass die USA auf die Einführung von Uranzöllen verzichtet haben.

General Electric verloren 1 Prozent. Die UBS hat die Aktie auf Neutral von Buy zurückgestuft.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.359,16 0,10 27,13 n.def.
S&P-500 3.014,30 0,02 0,53 20,24
Nasdaq-Comp. 8.258,19 0,17 14,04 24,46
Nasdaq-100 7.966,93 0,30 23,69 25,86

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,82 -2,8 1,85 62,3
5 Jahre 1,84 -3,0 1,87 -8,3
7 Jahre 1,96 -3,0 1,99 -28,9
10 Jahre 2,09 -3,5 2,12 -35,6
30 Jahre 2,61 -4,1 2,65 -46,1

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:03 Uhr Fr, 17:15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1258 -0,11% 1,1273 1,1254 -1,8%
EUR/JPY 121,47 -0,10% 121,75 121,56 -3,4%
EUR/CHF 1,1083 -0,15% 1,1094 1,1073 -1,5%
EUR/GBP 0,8994 +0,31% 0,8966 0,8962 -0,1%
USD/JPY 107,90 +0,01% 108,01 108,02 -1,6%
GBP/USD 1,2516 -0,44% 1,2572 1,2555 -1,9%
Bitcoin
BTC/USD 10.901,00 +2,00% 10.171,75 11.547,85 +193,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 59,28 60,21 -1,5% -0,93 +24,5%
Brent/ICE 66,25 66,72 -0,7% -0,47 +20,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.415,33 1.415,70 -0,0% -0,37 +10,4%
Silber (Spot) 15,40 15,23 +1,1% +0,17 -0,6%
Platin (Spot) 842,50 829,50 +1,6% +13,00 +5,8%
Kupfer-Future 2,71 2,69 +0,7% +0,02 +2,6%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz

END) Dow Jones Newswires

July 15, 2019 16:17 ET ( 20:17 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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