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MÄRKTE USA/Mit kleinen Gewinnen zu neuen Rekorden

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
NEW YORK (Dow Jones)--Die wichtigen Börsenindizes an der Wall Street haben am Mittwoch auf hohem Niveau nochmals leicht zugelegt und damit neue Rekordstände erreicht. Im späten Geschäft kam es zu einem kleinen Anstieg, nachdem sich im Verlauf wenig getan hatte. Zu markanteren Bewegungen kam es indes an anderen Märkten, so am Öl- und Devisenmarkt, wo der Dollar zu einer beeindruckenden Erholung ansetzte. Dies spiegelte die gestiegene Risikobereitschaft, nachdem die Nordkoreakrise, aber auch die Wetterlage in den US-Südstaaten sich beruhigt haben.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,2 Prozent auf 22.158 Punkte. Der S&P-500 gewann 0,1 Prozent und näherte sich bis auf 2 Punkte der magischen Marke von 2.500 Punkten. Der Nasdaq-Composite legte ebenfalls 0,1 Prozent zu. Der Umsatz stieg auf 823 (Dienstag: 787) Millionen Aktien. Dabei waren Kursgewinner mit 1.529 (1.831) erneut in der Überzahl. Ihnen standen 1.383 (1.089) -verlierer gegenüber. Unverändert gingen 150 (153) Titel aus dem Handel.

Dennoch gab es einen kleinen Dämpfer wegen Nordkorea. Die Vereinten Nationen haben neue Sanktionen gegen das Land beschlossen, worauf dieses ankündigte, sein Rüstungsprogramm voranzutreiben. US-Finanzminister Steven Mnuchin warnte überdies, dass die USA auch gegen China zusätzliche Sanktionen verhängen würden, falls das Land die UN-Maßnahmen nicht mittrage.

Doch letztlich dürften sich die Anleger nun wieder stärker der Konjunktur und den Unternehmen zuwenden. "Die Märkte sind nun ausreichend bewertet, so dass die Unternehmensergebnisse den Kursen folgen müssen", sagte Maris Ogg, Präsidentin von Tower Bridge Advisors. Sie wäre nicht überrascht, wenn die Kurse bis zur nächsten Berichtssaison seitwärts liefen. Nach Meinung von Analyst Richard Perry von Hantec Markets werden viele Anleger die Daten zu den US-Verbraucherpreisen am Donnerstag abwarten. Diese könnten den Ausschlag für die kurzfristige Entwicklung der Märkte geben.

Am Mittwoch wurden zunächst die Erzeugerpreise veröffentlicht. Sie stiegen im August insgesamt um 0,2 Prozent und in der Kernrate um 0,1 Prozent, was auf einen schwachen Inflationsdruck hinweist. Volkswirte hatten die Erzeugerpreise um 0,3 Prozent steigen sehen und für die Kernrate einen Anstieg um 0,2 Prozent vorhergesagt.

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Dollar erholt sich kräftig

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Der Dollar rückte trotz der schwächeren Erzeugerpreisdaten deutlich vor, so dass der Euro wieder unter 1,19 gefallen ist. Aktuell steht er bei 1,1884 Dollar, im Tageshoch waren es 1,1995 Dollar. Zur japanischen Währung stieg der Greenback auf 110,61 Yen. Teilnehmer sehen die Erholung des Greenbacks im Zusammenhang mit der Entspannung in der Nordkorea-Krise und der Erleichterung über Hurrikan Irma, dessen Schäden nicht so schlimm ausfielen wie befürchtet.

Am Anleihemarkt zeigten sich die Notierungen mit der wieder erwachten Risikobereitschaft unter Druck. Zehnjährige US-Anleihen rentierten um 3 Basispunkte höher bei 2,19 Prozent.

Der Goldpreis gab nach einer kleinen Zwischenerholung weiter nach. Die Feinunze ermäßigte sich um 0,7 Prozent auf 1.322 Dollar. Das Edelmetall hatte bereits an den vergangenen beiden Tagen kräftig Federn gelassen, weil Anleger sich aus sogenannten sicheren Häfen zurückzogen. Auch die Erholung des Dollars drückte auf den Goldpreis. Noch am Freitag vergangener Woche hatte Gold bei 1.357,64 Dollar den bisher höchsten Stand in diesem Jahr erreicht.

Die Ölpreise erholten sich unterdessen weiter. Hier stützte noch immer der Opec-Monatsbericht für August, den die Organisation am Dienstag vorgelegt hat. Aus ihm geht hervor, dass die Fördermenge der Mitgliedsstaaten im vergangenen Monat zum ersten Mal seit April gefallen ist, das Bemühen um eine Förderkürzung also Erfolge zeigt. Am Mittwoch meldete die Internationale Energieagentur in ihrem Monatsbericht ebenfalls einen Rückgang des globalen Ölangebots. Bei den wöchentlichen US-Lagerbeständen wurde bei Rohöl zwar ein deutlicher Aufbau verzeichnet, doch mit Benzin ging es so massiv abwärts wie noch nie seit die EIA 1990 mit der Datenerhebung begonnen hat. Grund für die gegenläufige Entwicklung bei Rohöl und Benzin ist, dass wegen Hurrikan "Harvey" viele US-Raffinerien den Betrieb vorübergehend eingestellt hatten, gleichzeitig aber weiter Öl gefördert wurde, das nicht verarbeitet werden konnte. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 2,2 Prozent auf 49,30 Dollar. Die festen Preise trieben auch die Aktien im Energiesektor nach oben. So gewannen Chesapeake Energy 5,3 Prozent und Transocean 4,8 Prozent. Der Energiesektor führte mit plus 1,2 Prozent die Branchen an.

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Enttäuschung über neues iPhone bremst Apple weiter

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Apple-Aktien gaben nach den Verlusten vom Vortag um weitere 0,8 Prozent nach. Das Unternehmen hatte am Dienstag neue Produkte vorgestellt, darunter das iPhone X. Das neue Modell wird jedoch erst im November auf den Markt kommen, worüber viele Marktteilnehmer enttäuscht sind. Normalerweise bringt Apple neue iPhones noch im September und damit im letzten Monat seines Geschäftsjahrs heraus, was dem Ergebnis des Schlussquartals zusätzlichen Schub verleiht. Dieser Effekt dürfte in diesem Jahr ausbleiben.

Amazon stiegen um 1,7 Prozent auf 999,60 Dollar und näherten sich damit der 1.000er Marke, nachdem die Analysten von Loop Capital die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 1.200 Dollar aufgenommen haben.

Für die Boeing-Aktie ging es um 0,6 Prozent nach oben. Der Konzern will die Produktion seines Langstrecken-Verkehrsflugzeugs Dreamliner bis zum Jahr 2019 auf 14 von gegenwärtig zwölf pro Monat erhöhen - ein Zeichen dafür, dass der US-Flugzeughersteller eine Trendumkehr bei der bisher eher mauen Nachfrage nach Großraumflugzeugen erwartet.

Goldman Sachs hat sich zu mehreren Unternehmen der Halbleiterbranche geäußert. Applied Materials und Micron Technology wurden auf Buy von Neutral hochgestuft, KLA-Tencor und ON Semiconductor dagegen auf Neutral von Buy zurückgestuft. Micron stiegen daraufhin um 0,9 Prozent und Applied Materials um 1 Prozent, KLA-Tencor büßten 1,2 Prozent ein und ON Semiconductor 1 Prozent.

Der Kurs des Einzelhändlers Nordstrom sprang um 6 Prozent nach oben. Laut einem Bericht von CNBC plant das Unternehmen die Übernahme durch die Private-Equity-Gesellschaft Leonard Green & Partners und den anschließenden Rückzug von der Börse.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 22.158,18 0,18 39,32 12,12
S&P-500 2.498,37 0,08 1,89 11,59
Nasdaq-Comp. 6.460,19 0,09 5,91 20,01
Nasdaq-100 6.004,38 0,15 8,75 23,45

US-Anleihen
Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD
2 Jahre 1,35 0,8 1,34 14,5
5 Jahre 1,78 3,0 1,75 -14,9
7 Jahre 2,01 1,6 1,99 -24,0
10 Jahre 2,19 2,6 2,17 -25,1
30 Jahre 2,79 1,9 2,77 -27,7

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:33 Uhr Di, 17.15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1884 -0,82% 1,1983 1,1956 +13,0%
EUR/JPY 131,41 -0,40% 131,94 131,47 +6,9%
EUR/CHF 1,1463 -0,40% 1,1509 1,1455 +7,0%
EUR/GBP 0,9001 -0,01% 0,9002 1,1098 +5,6%
USD/JPY 110,57 +0,42% 110,11 109,98 -5,4%
GBP/USD 1,3203 -0,82% 1,3312 1,3268 +7,0%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 49,35 48,23 +2,3% 1,12 -13,5%
Brent/ICE 55,20 54,27 +1,7% 0,93 -6,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.322,35 1.331,94 -0,7% -9,59 +14,8%
Silber (Spot) 17,77 17,90 -0,7% -0,13 +11,6%
Platin (Spot) 980,70 989,00 -0,8% -8,30 +8,5%
Kupfer-Future 2,96 3,02 -1,7% -0,05 +17,5%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz

END) Dow Jones Newswires

September 13, 2017 16:20 ET (20:20 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.
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