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MÄRKTE USA/Nach Hausse drohen Gewinnmitnahmen an Wall Street

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Nach der größten Hausse seit rund 90 Jahren am Vortag bekommen Anleger am Mittwoch an der Wall Street etwas kalte Füße. Zunächst hatte es danach ausgesehen, als ob die Rally noch etwas weiterlaufen könnte. Doch mittlerweile deutet der Aktienterminmarkt einen schwachen Handelsbeginn am Kassamarkt an.

Für positive Stimmung hatte zunächst die US-Politik gesorgt: Kongress und Regierung haben sich auf ein Stimuluspaket von schätzungsweise 2 Billionen Dollar geeinigt, mit dem die US-Wirtschaft vor den schlimmsten Folgen der Coronavirus-Pandemie geschützt werden soll. Ökonomen warnen aber selbst mit Blick auf China, dass es noch zu früh sei, eine wirtschaftliche Erholung zu beschwören. "Es ist augenscheinlich ein äußerst signifikantes Paket - beispiellos in Friedenszeiten. Aber wir beobachten, dass ganze Teile der Wirtschaft heruntergefahren werden und weder die Fed oder Fiskalpakete können daran etwas ändern", sagt Volkswirt Andrew Hunter von Capital Economics.

Etwas Entspannung in der Krise suggeriert der Dollar, der nach seiner jüngsten Stärke wegen seiner Reputation als Fluchtwährung nachgibt. Der ICE-Dollarindex verliert 0,7 Prozent. Händler verweisen hier aber auch auf die Geldflut der US-Notenbank, die zu einer gigantischen Aufblähung der Fed-Bilanz führe und den Greenback tendenziell belastet.

Am US-Rentenmarkt tut sich derweil nicht viel, Notierungen und Renditen am langen Ende des Marktes stagnieren.

Ähnlich wie bei Aktien werden auch am Goldmarkt Gewinne nach dem jüngsten Höhenflug eingestrichen. Die Feinunze verbilligt sich trotz Dollarschwäche um 1,8 Prozent auf 1.603 Dollar. Auch bei Erdöl fallen die Preise mit sinkenden Nachfrageprognosen: US-Leichtöl der Sorte WTI fällt um 2,1 Prozent auf 23,51 Dollar je Fass, Nordseeöl der Sorte Brent um 3,2 Prozent auf 26,33 Dollar. Händler warnen aber vor einem Einbruch der Investitionen angesichts des massiven Preisverfalls bei Rohöl. Damit sei die künftige Preisrally vorprogrammiert.

Unter den Einzelaktien steigen Nike vorbörslich um 10,4 Prozent. Trotz der allgegenwärtigen Covid-19-Pandemie übertraf der Sportartikelhersteller umsatzseitig die Analystenerwartungen in seinem im Februar endenden Quartal. Zugleich verdiente Nike 23 Prozent weniger als vor Jahresfrist, aber immer noch mehr als von Analysten befürchtet.

Der Kurs des Büroausstatters Steelcase legt nach Quartalszahlen um 4,7 Prozent zu. Steelcase verdiente fast dreimal so viel wie im Vorjahr und setzte auch mehr um - trotz eines Coronavirus-bedingten Umsatzausfalls in China.

Facebook stehen dagegen 1,6 Prozent unter Druck. Das Unternehmen hat gewarnt, dass die gegenwärtig stark erhöhte Nutzung des soziale Netzwerks vor dem Hintergrund der Pandemie nicht zu höheren Umsätzen führen werde.

At Home brechen um 17,6 Prozent ein. Der Inneneinrichter fuhr in seinem vierten Quartal wegen einer Wertberichtigung einen Verlust ein und das trotz 12 Prozent gestiegener Umsätze.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,36 0,0 0,36 -84,3
5 Jahre 0,54 2,3 0,52 -138,3
7 Jahre 0,76 2,0 0,74 -148,8
10 Jahre 0,85 0,4 0,85 -159,4
30 Jahre 1,41 1,0 1,40 -166,0

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:31 Uhr Di, 18:50 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0818 +0,06% 1,0822 1,0757 -3,5%
EUR/JPY 120,47 +0,18% 120,46 119,93 -1,2%
EUR/CHF 1,0600 +0,01% 1,0617 1,0581 -2,4%
EUR/GBP 0,9141 -0,34% 0,9140 0,9168 +8,0%
USD/JPY 111,37 +0,15% 111,30 111,48 +2,4%
GBP/USD 1,1832 +0,37% 1,1840 1,1730 -10,7%
USD/CNH (Offshore) 7,1142 +0,47% 7,0803 7,0890 +2,1%
Bitcoin
BTC/USD 6.608,76 -2,50% 6.642,26 6.652,51 -8,3%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 23,38 24,01 -2,6% -0,63 -61,0%
Brent/ICE 26,29 27,15 -3,2% -0,86 -59,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.610,99 1.632,25 -1,3% -21,26 +6,2%
Silber (Spot) 14,16 14,46 -2,0% -0,29 -20,7%
Platin (Spot) 711,60 721,10 -1,3% -9,50 -26,3%
Kupfer-Future 2,17 2,18 -0,7% -0,02 -22,6%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mgo

END) Dow Jones Newswires

March 25, 2020 09:09 ET ( 13:09 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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